Bagdad Wolle
17.01.2009, 11:15
Das Eishockey Spaß machen kann, konnte man am gestrigen Abend im Indianerland Hannover erleben.
Dort traf vor 3871 Zuschauern der Tabellenerste der Oberliga Nord, die Hannover Indians auf den Tabellendritten Rote Teufel Bad Nauheim und gewann mit 9:2 (3:1, 2:1, 4:0). In den Reihen der Indians sah man auch zwei Ex-Freezers wieder. Goalie Benjamin Voigt und Verteidiger Christopher Schadewaldt. Was mir und meinen Mitfahrern bei diesem Spiel besonders auffiel und auch Spaß machte, war das hohe Tempo beider Mannschaften, die körperliche Wendigkeit, ein ums andere Mal sah man einen Spieler sich um die eigene Achse drehen und dann den Puck mit dem Rücken zum Mitspieler zu spielen, weil jeder die Laufwege seines Mannschaftskameraden kennt. Die Pässe waren hart und lange Pässe nach vorne fanden den Mitspieler. Kaum einmal sah man einen langen Pass in die Ecken des gegnerischen Drittels, sondern der Puck wurde mit schönen Kombinationen nach vorne getragen, sich im gegnerischen Drittel festgesetzt und dann gepasst bis ein Mitspieler in guter Schussposition stand. Bei den Indians ragte Kyle Doyle besonders heraus. Mit seinem 4. Treffer am gestrigen Abend und seinem 100. Treffer im Indians-Trikot löste er den bisherigen Rekordtorschützen Marc Gaudet im Indians-Trikot ab. Auf Nauheimer Seite gefiel mir besonders Kevin Lavallee, der auch beide Tore erzielte. Die Einlaufshow der Indians fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Der in der Mitte der Eisfläche aufgestellte Totempfahl ist dem Namen des Vereins angemessen, aber das ganze Drumherum könnte man doch schon ein wenig kreativer gestalten. Das Meer von Wunderkerzen stellt das Meer in Dummdorf weit in den Schatten. Die Stimmung war laut und kreativ uns zog sich komplett über das ganze Spiel hin. Auch die Stimmung der mitgereisten Nauheimer Fans auf der Gegentribüne war beachtlich, konnte aber die Lautstärke der Indians nicht übertönen. Der einzige Wermutstropfen für mich war das nervige „Spitze“ bei jedem Tor. Das neunmal am Abend zu erleben, schmerzt in den Ohren. Damit nervt mich in Hamburg ja schon immer Martin Baum. Zum Glück hört man es ja nicht mehr so oft in Hamburg. Sehr kreativ dagegen finde ich die Ankündigung der Tore. Ein Tor nennt man in Hannover nicht Tor, sondern Indianerskalp ! Also in etwa so: Das war der 3. Indianerskalp für die Indians! Gerüche von Frittenfett und Tabakqualm ließen mich auch in der nach allen Seiten offenen Halle wieder an alte Zeiten erinnern, die ich vor zig Jahren am Pferdeturm erlebt habe. Gefroren hat man kaum, bis auf ein wenig kalte Füße, aber diese konnte man durch das Hüpfen mit den anderen Fans wieder auf ein erträgliches Maß von Wärme bringen. Alles in allem hat mir und meinen Mitfahrern der gestrige Abend viel Spaß gemacht und man sieht sich wieder im Indianerland. Ich hoffe in den Play-Offs, sofern man dann noch Karten bekommt.
Dort traf vor 3871 Zuschauern der Tabellenerste der Oberliga Nord, die Hannover Indians auf den Tabellendritten Rote Teufel Bad Nauheim und gewann mit 9:2 (3:1, 2:1, 4:0). In den Reihen der Indians sah man auch zwei Ex-Freezers wieder. Goalie Benjamin Voigt und Verteidiger Christopher Schadewaldt. Was mir und meinen Mitfahrern bei diesem Spiel besonders auffiel und auch Spaß machte, war das hohe Tempo beider Mannschaften, die körperliche Wendigkeit, ein ums andere Mal sah man einen Spieler sich um die eigene Achse drehen und dann den Puck mit dem Rücken zum Mitspieler zu spielen, weil jeder die Laufwege seines Mannschaftskameraden kennt. Die Pässe waren hart und lange Pässe nach vorne fanden den Mitspieler. Kaum einmal sah man einen langen Pass in die Ecken des gegnerischen Drittels, sondern der Puck wurde mit schönen Kombinationen nach vorne getragen, sich im gegnerischen Drittel festgesetzt und dann gepasst bis ein Mitspieler in guter Schussposition stand. Bei den Indians ragte Kyle Doyle besonders heraus. Mit seinem 4. Treffer am gestrigen Abend und seinem 100. Treffer im Indians-Trikot löste er den bisherigen Rekordtorschützen Marc Gaudet im Indians-Trikot ab. Auf Nauheimer Seite gefiel mir besonders Kevin Lavallee, der auch beide Tore erzielte. Die Einlaufshow der Indians fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Der in der Mitte der Eisfläche aufgestellte Totempfahl ist dem Namen des Vereins angemessen, aber das ganze Drumherum könnte man doch schon ein wenig kreativer gestalten. Das Meer von Wunderkerzen stellt das Meer in Dummdorf weit in den Schatten. Die Stimmung war laut und kreativ uns zog sich komplett über das ganze Spiel hin. Auch die Stimmung der mitgereisten Nauheimer Fans auf der Gegentribüne war beachtlich, konnte aber die Lautstärke der Indians nicht übertönen. Der einzige Wermutstropfen für mich war das nervige „Spitze“ bei jedem Tor. Das neunmal am Abend zu erleben, schmerzt in den Ohren. Damit nervt mich in Hamburg ja schon immer Martin Baum. Zum Glück hört man es ja nicht mehr so oft in Hamburg. Sehr kreativ dagegen finde ich die Ankündigung der Tore. Ein Tor nennt man in Hannover nicht Tor, sondern Indianerskalp ! Also in etwa so: Das war der 3. Indianerskalp für die Indians! Gerüche von Frittenfett und Tabakqualm ließen mich auch in der nach allen Seiten offenen Halle wieder an alte Zeiten erinnern, die ich vor zig Jahren am Pferdeturm erlebt habe. Gefroren hat man kaum, bis auf ein wenig kalte Füße, aber diese konnte man durch das Hüpfen mit den anderen Fans wieder auf ein erträgliches Maß von Wärme bringen. Alles in allem hat mir und meinen Mitfahrern der gestrige Abend viel Spaß gemacht und man sieht sich wieder im Indianerland. Ich hoffe in den Play-Offs, sofern man dann noch Karten bekommt.