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Vollständige Version anzeigen : Schwere Vorwürfe gegen Florian Busch von den Eisbären Berlin


TheSaint
14.04.2008, 20:47
Wie auf der ZDF-Teletext Seite 211 heute zu lesen war verweigerte Florian Busch zunächst die Dopingkontrolle .
Der DEB teilte mit, dass der Profi eine nicht im Spiel-oder Trainingsbetrieb vorgenommene Kontrolle in einer eskalierenden Stresssituation verweigert habe, diese aber wenige Stunden später nachgeholt habe.

Nach dem Code der Nationalen-Antidoping-Agentur(NADA) ist ein Sportler, der den Test verweigert so zu bewerten, wie ein positiv getesteter Sportler.

Busch könnte für diese Aktion eine Sperre von zwei Jahren erhalten.

Grats4live
14.04.2008, 20:55
Dazu hier (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=35938) & hier etwas (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=3892)

TheSaint
14.04.2008, 21:05
Ich bin auf die Entscheidung gespannt. Aber ich hoffe sie ist für den Sportler.
Bei Busch kann ich mir sowas eigentlich nicht vorstellen.

Zumindest ist der DEB auf seiner Seite

Kingkonkrupp
15.04.2008, 06:16
Eishockey Nationalspieler mit Anti Doping Verfahrensfehler

München - Ein Deutscher Eishockey Nationalspieler und Spieler der Eisbären Berlin hat am 06.03.08 zunächst eine nicht im Spiel- oder Trainingsbetrieb vorgenommene Dopingkontrolle in einer eskalierenden Stresssituation verweigert, sich aber wenige Stunden später dieser Kontrolle...

weiterlesen (http://www.eishockey-magazin.de/index.php?area=1&p=news&newsid=8832)



Und:

Torraumabseits (34): Wie man das Interesse der Medien weckt

Tach zusammen!

Am Montag wartete der DEB mit der Meldung auf, dass ein aktueller Nationalspieler von Finalteilnehmer Eisbären Berlin bei einer unangekündigten Dopingkontrolle den Schw… eingezogen hat und erst ein paar Stunden später ins Becherchen gepullert hat. Nun will man für so ein Becherchen beim DEB nicht gleich ein ganzes Fass aufmachen und versucht die Angelegenheit über den kleinen Dienstweg mit der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) zu lösen. Den DEB Herren schweben da eine Abmahnung und eine Geldstrafe vor. In der Regel wird die Verweigerung der Dopingprobe, auch in Stresssituationen, mit einer automatischen Sperre von zwei Jahren belegt. Ich möchte in dem Fall nicht über Felski, Rankel, Busch, Hördler, Ustorf oder welchen Herrn Nationalspieler auch immer urteilen.

weiterlesen (http://www.eishockey-magazin.de/index.php?type=special&area=1&p=articles&id=345)

HHFreezer33
15.04.2008, 06:50
Ich habe gestern in den Medien gelesen, dass gerüchteweise der hier schonmal ins Gespräch gebrachte BUSCH nach dem letzten Spiel den Dopingtest verweigert hat und jetzt unter Verdacht steht......

Ihm würde dann eine sehr lange Sperre drohen......

AndyHH
15.04.2008, 09:06
Ich habe gestern in den Medien gelesen, dass gerüchteweise der hier schonmal ins Gespräch gebrachte BUSCH nach dem letzten Spiel den Dopingtest verweigert hat und jetzt unter Verdacht steht......

Ihm würde dann eine sehr lange Sperre drohen......

Die DEL wird morgen in einem Eilverfahren diesen Fall bewerten müssen. (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=35962)

Loktown
15.04.2008, 09:33
Wie auf der ZDF-Teletext Seite 211 heute zu lesen war verweigerte Florian Busch zunächst die Dopingkontrolle .
Der DEB teilte mit, dass der Profi eine nicht im Spiel-oder Trainingsbetrieb vorgenommene Kontrolle in einer eskalierenden Stresssituation verweigert habe, diese aber wenige Stunden später nachgeholt habe.

Nach dem Code der Nationalen-Antidoping-Agentur(NADA) ist ein Sportler, der den Test verweigert so zu bewerten, wie ein positiv getesteter Sportler.

Busch könnte für diese Aktion eine Sperre von zwei Jahren erhalten.

Ich frage mich manchmal echt was in den Sportlern so vorgeht.
Wie kann man denn so dumm sein, in der heutigen Zeit eine Dopingkontrolle zu verweigern?

Und dass er sie 6 Stunden später nachholt und sie dann negativ ist, sagt im Prinzip ja nun mal gar nichts aus.
Wer weiß, was es heutzutage für Mittelchen gibt, um innerhalb weniger Stunden den Körper wieder "sauber" zu bekommen.

Ich möchte dem Spieler hier nicht unterstellen gedopt zu haben, aber an Dummheit ist das nun nur schwer zu übertreffen.


Was mich aber auch stark verwundert ist, dass diese Geschichte nun ausgerechnet während der Finals ausgepackt wird.
Das ist ganz schlechter Stil.

Rot-Gelb seit 75
15.04.2008, 09:53
11.2.1 Ein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen während oder in Verbindung mit einem bestimmten Wettkampf führt zur Disqualifikation und Annullierung gem. Ziff. 9.6. Entsprechendes gilt grundsätzlich für alle Wettkampfergebnisse, die in dem Zeitraum von der Entnahme einer positiven Probe oder der Begehung eines anderen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen bis zum Beginn einer Suspendierung
oder Sperre erzielt wurden.



Sehen wir uns in einer neuen Halbfinalserie???? Ich wollt Simsaaaa eh einen ausgeben.:MM_totlac

Sinister
15.04.2008, 10:04
auch wenn es richtig scheiße ist, wenn er gesperrt werden würde, wäre es nur richtig. wer so dumm ist. hat es auch irgendwie verdient.

raygun
15.04.2008, 13:49
Es gibt einen sehr guten Kommentar im Kölner Stadtanzeiger zu diesem Thema

Kommentar (http://www.ksta.de/html/artikel/1207479025320.shtml)

Ich frage mich auch: Warum veröffentlicht man die Geschichte ausgerechnet jetzt während der Finals. In meinen Augen hätte man das direkt nach dem Vergehen machen müssen. So liegt der Verdacht sehr nahe, dass man Versucht hat, die Geschichte unter den Tisch zu kehren. Würde Ende April nicht die WM anstehen, hätte das vielleicht auch geklappt. Nun muss man aber dazu Stellung nehmen, da es sich um einen Nationalspieler handelt. Schliesslich möchte man ja nicht während der WM für einen evtl. Skandal sorgen. Wie so oft in den vergangen Jahren hat auch hier der DEB kein kluges Händchen bewiesen.

Schön wäre es, wenn DEL und DEB diesen Fall nutzen würden und zugunsten des Sports eine einheitliche Vorgehensweise anstreben. Es kann irgendwie nicht angehen, dass der DEB einen gedopten Spieler nur für internationale Spiele sperren kann. Für den Ligabetrieb ist alleine die DEL zuständig, da weder sie noch ihre Spieler dem DEB unterstehen. Zudem hat die DEL nur Teile aus dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur übernommen, wie z.B. die Liste verbotener Medikamente. Hallo, entweder man übernimmt alles oder gar nichts. Und auch hier zeigt sich wieder, nicht alles was die NHL macht, sollte übernommen werden!

Bevor irgendwelche Missverständnisse auftauchen: Ich unterstelle Florian Bush nicht, irgendwelche verboteten Sustanzen zu sich genommen zu haben, zu mal der verspätete Dopingtest auch negativ war. Das muss nicht unbedingt was heissen, aber negativ ist negativ und somit kann man ihn deswegen auch nicht sperren. Ich bin allerdings sehr wohl der Meinung, dass man ihn aufgrund der Verweigerung sperren kann. So sehen es schließlich die Regeln der NADA (Nationalen Anti Doping Agentur) vor. Diese Regeln wurden ja nicht willkürlich beschlossen, sondern aus einem sehr guten Grund. Jeder Profisportler kennt die Regeln und seine Konsequenzen. Da es sich bei Florian Busch um pure Dummheit und nicht um Unwissenheit handelt, sollte man ihn dafür auch zur Verantwortung ziehen. Anstehende Eishockey WM bzw. Playoff Finale hin oder her....

AndyHH
15.04.2008, 13:50
Nun ist die DEL plötzlich doch nicht zuständig:

Gernot Tripcke zum Fall Busch (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=35974)

AndyHH
15.04.2008, 14:10
Zumindest aber ist Busch mit nach Köln zum heutigen Spiel gefahren und der DEB sieht eine öffentliche Verwarnung und eine Geldstrafe als ausreichend an, will sich aber eng mit der NADA abstimmen. Die NADA muss dem Urteil nicht zustimmen.

www.sportal.de

Grats4live
15.04.2008, 15:35
Franz Reindl: "Man muss die Fakten sehen!" (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=35976)

danista
15.04.2008, 16:46
[...]Sollte es zu dem Ergebnis kommen, dass ein verweigerter Test vorliegt, wäre eine zweijährige Dopingsperre möglich. Allerdings deutete vieles darauf hin, dass der DEB Buschs Verhalten lediglich als Verfahrensvergehen werten und somit von einer Sperre absehen würde. "Dass er nicht ungestraft davonkommt, ist logisch. Denn es ist ja keine Lappalie", meinte Reindl und sprach sich für eine Geldstrafe und eine Verwarnung aus.
[...]
Die NADA kündigte bereits an, sich damit nicht zufrieden zu geben. Sollte sie gegen das Urteil des DEB-Gremiums Einspruch einlegen, müsste das unabhängige Schiedsgericht des DEB entscheiden.
[...]
Der Kooperationsvertrag zwischen DEB und Deutscher Eishockey Liga (DEL) sieht vor, dass Entscheidungen der Rechtsorgane übernommen werden müssen. "Wenn der DEB ihn für jegliche Pflichtspiele sperrt, wäre ich gezwungen, ihn ebenfalls zu sperren", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.


http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/5/0,5676,7225765,00.html

BallerBrad
15.04.2008, 17:48
Bei allem Respekt für den DEB und Florian Busch, für mich ist eine Sperre unumgänglich Es gibt bereits genannte Richtlinien, die das vorschreiben. Von irgendwelchen Ausnahmen habe ich da nichts gelesen. Zum Glück hat die NADA Einspruch eingelegt. Er sollte allein für seine Dummheit bestraft werden.

MrCCM
15.04.2008, 19:04
Offizielle öffentliche Verwarnung und Bewährungsstrafe, bei Wiederholung drohen 3 Monate Sperre Minimum, 5.000 € Geldstrafe an gemeinnützige Organisation, 56 Stunden als Trainer im Nachwuchsbereich sowie die kompletten Verfahrens- und Kontrollkosten muss er tragen. (http://www.del.org/index.php?id=181&tx_ttnews[tt_news]=1213&cHash=f0005b73c9)

Da kam er nochmal mit einem blauen Auge davon. Jetzt kann er hoffen, dass die NADA nicht in Berufung geht.

Aber insgesamt bleibt zu hoffen, dass da nichts mehr passiert.

Maßgeblich für die Entscheidung war insbesondere, dass Florian Busch eine Probenahme zwar gegen 12.30 Uhr verweigert hatte, aber bereits um 12.54 Uhr mit der NADA in Kontakt getreten ist und eigenständig dafür Sorge getragen hat, dass es zu einer ordnungsgemäßen Probenahme am 06.03.08 gegen 17.00 Uhr durch den bereits mittags vorstellig gewordenen Kontrolleur kommen konnte.

Wäre auch gar nichts passiert, wenn sie ihn überhaupt nicht angetroffen hätten. Man muss sich ja nur abmelden, wenn man 24 Stunden nicht an seinem gewöhnlichen Aufenthaltsort ist. Wär er derweil mit Freundin shoppen gewesen, dann hätte es eine Vorladung zu einer Anhörung beim jeweiligen Verband gegeben.
Sofern er sich er gegen keine Meldepflicht verstößt, wär alles in Butter gewesen.
Und aus der Nummer sollte er gelernt haben, auch für die anderen war es ein warnendes Beispiel was passieren kann.

BallerBrad
15.04.2008, 20:39
Da kam er nochmal mit einem blauen Auge davon. Jetzt kann er hoffen, dass die NADA nicht in Berufung geht.



Das hat die NADA aber hier bereits angekündigt http://www.sport1.de/de/apps/news/news-meldung/news_2222136.html

MrCCM
15.04.2008, 20:45
Ja, jetzt kommt es auf das Gericht an, ob es dem statt gibt oder ablehnt.
Klar gibt es Spielregeln, an die man sich halten muss, aber wenn ich seh, was unsre Freunde vom Radsport da abziehen, ... wissentlich andere Aufenthaltsorte angeben. Denen sollt man sofort die Karriere beenden.

tbone93
16.04.2008, 16:42
Florian Busch stellte sich nach Doping-Ärger der Öffentlichkeit

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=36006

Purdie22
16.04.2008, 18:42
Eisbär Busch vom DEB nur verwarnt

http://www.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/eishockey/2008/04/16/eisbaeren-busch/deb-verwarnung,geo=4282612.html

Lima
16.04.2008, 19:59
schweinerei
dafür muss es eine sperre geben denn wenn er nicht zuverbergen gehabt hätte hätte er seiner probe ja auch abgeben können ich finde die sperre hätte er verdient nud nicht nur weil er eisbär sit

Synergy
16.04.2008, 20:07
schweinerei
dafür muss es eine sperre geben denn wenn er nicht zuverbergen gehabt hätte hätte er seiner probe ja auch abgeben können ich finde die sperre hätte er verdient nud nicht nur weil er eisbär sit
Es ist zwar nicht ganz leicht deinen Aussagen zu folgen, da du keine Satzzeichen benutzt hast, doch versuche ich es mal:

Du bist also der Meinung, dass er gesperrt gehört, weil er eine Dopingprobe verweigert hat, die kurz darauf nachgeholt wurde und sich also absolut negativ rausstellt? Sorry, aber für mich nicht nachvollziehbar. Eine Geldstrafe und die Tatsache, dass die Medien über ihn nun herziehen ist meiner Meinung nach für diesen jungen Sportler mehr als ausreichend. Er hat in einem unüberlegten Moment gehandelt und auch wenn er Profisportler ist, ist er ein junger Mann, der nicht immer über alles zu genau nachdenkt, bevor er etwas sagt oder macht... Er hat es bereut und es ist nachgeholt worden, damit sollte das Problem doch nun wirklich vom Tisch sein...

Die öffentliche Schelte ist Strafe genug, wie ich finde.

Lima
16.04.2008, 20:33
Es tut mir leid dafür habe ich kein versändnis das waren einige Stunden dazwischen!!
Ich denke der wird schon gewusst haben warum er verweigert hat!!

Synergy
16.04.2008, 20:48
Es tut mir leid dafür habe ich kein versändnis das waren einige Stunden dazwischen!!
Ich denke der wird schon gewusst haben warum er verweigert hat!!
Kennst du die Umstände in denen dies geschah? Nein?! - Ich auch nicht, aber den Informationen der PK zufolge lagen da Stunden zwischen, da der Mann der NADA erst dann wiederkam. Zudem wollte Busch zu einem Termin mit seiner Freundin...

...so dumm es auch klingen mag, aber vielleicht "konnte" er auch in diesem Moment nicht, hatte es eilig und wusste, dass er sonst Stunden verharren müsste bis er gehen dürfe. Ich habe sowas bereits bei einer Dopingprobe mit einem Profi erleben dürfen.

Und wer jetzt damit argumentiert, dass es für ein solches Verhalten keine Entschuldigung gäbe, dem zeige ich ganz banal gesprochen den "Vogel". Denn es handelt sich hier um einen jungen Mann, der zudem schon sehr oft vorher getestet worden ist und bis dato immer "negative" Proben abgab. Wäre es ein bereits bekannter Doper, nach Ablauf einer Sperrzeit, der dann die Probe verweigert, wäre es etwas anderes... Doch es handelt sich hierbei um einen jungen, aufstrebenden Eishockeyprofi, dem man mit einer zweijährigen - m.M.n. ungerechtfertigten - Strafe die Karriere wohl zerstört hätte...

Funnysundancer
16.04.2008, 20:54
Habe ich was verpasst?

Hat Busch eigentlich bei den Freezers für die nächste Saison unterschrieben?????

Bagdad Wolle
16.04.2008, 21:53
Habe ich was verpasst?

Hat Busch eigentlich bei den Freezers für die nächste Saison unterschrieben?????

:MM_totlac:MM_totlac:MM_totlacHöchstens, das er nicht kommt, solange wir einen sehr guten Trainer haben !

Sinister
16.04.2008, 21:55
sry aber dafür gibt es nunmal keine entschuldigung. dafür gibt es doch die regeln. wer verweigert wird wie einer behandelt der es getan hat. alle profi sportler sollten das wissen. wenn sie es nicht wissen sind sie selber schuld.

auch wenn er sich danach sicherlich richtig verhalten hat und kontakt aufgenommen hat, lässt das aber nicht das vegehen als solches vergessen. wer so dumm ist eine doping probe als profi sportler zu verweigern gehört gesperrt.

edit: und noch was wegen dem kaputt machen der karriere. die hätter er sich selber kaputt gemacht.

Francois 05
17.04.2008, 14:25
Ich versteh auch nciht warum in diesem Fred über Busch diskutiert wird !! Das Busch nach HH kommt ist wohl so wahrscheinlich wie, dass rostock noch in Deutscher Meister im fußball wird !!! Der wird eher seine Karriere beenden als zu uns zu kommen !! Das ist doch eher Wunschdenken genau wie mit Michael Wolf ! :roll:

flo44
17.04.2008, 15:07
seh ich auch so

Purdie22
17.04.2008, 20:04
hatte das hier im Thread gelesen und brachte dann die Pressemeldung hier mit rein.

Quote: Ich habe gestern in den Medien gelesen, dass gerüchteweise der hier schonmal ins Gespräch gebrachte BUSCH nach dem letzten Spiel den Dopingtest verweigert hat und jetzt unter Verdacht steht......

Ihm würde dann eine sehr lange Sperre drohen......UNQUOTE
----------

Hatte nicht nachgedacht in welchem Thread ich mich befinde!
Sorry :MM_keinea

BallerBrad
17.04.2008, 22:22
Kennst du die Umstände in denen dies geschah? Nein?! - Ich auch nicht, aber den Informationen der PK zufolge lagen da Stunden zwischen, da der Mann der NADA erst dann wiederkam. Zudem wollte Busch zu einem Termin mit seiner Freundin...

...so dumm es auch klingen mag, aber vielleicht "konnte" er auch in diesem Moment nicht, hatte es eilig und wusste, dass er sonst Stunden verharren müsste bis er gehen dürfe. Ich habe sowas bereits bei einer Dopingprobe mit einem Profi erleben dürfen.

Und wer jetzt damit argumentiert, dass es für ein solches Verhalten keine Entschuldigung gäbe, dem zeige ich ganz banal gesprochen den "Vogel". Denn es handelt sich hier um einen jungen Mann, der zudem schon sehr oft vorher getestet worden ist und bis dato immer "negative" Proben abgab. Wäre es ein bereits bekannter Doper, nach Ablauf einer Sperrzeit, der dann die Probe verweigert, wäre es etwas anderes... Doch es handelt sich hierbei um einen jungen, aufstrebenden Eishockeyprofi, dem man mit einer zweijährigen - m.M.n. ungerechtfertigten - Strafe die Karriere wohl zerstört hätte...

Das gehört jetzt vielleicht nicht hier her aber die Umstände unter denen er die die Probe verweigert hat sind völlig irelevant. Es ist nun einmal Fakt das er sie verweigert hat und erst mehrere Stunden später nachgeholt hat.Und wie oft er davor getestet wurde, spielt da keine Rolle. Deshalb muss er gesperrt werden. Die NADA hat ja nicht umsonst angekündigt Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. Ungerechtfertigt wäre eine Strafe auch nicht, da er erwiesener Maßen gegen die Richtlinien der NADA verstossen hat, egal unter welchen Umständen.

Zaphod
18.04.2008, 09:47
Das gehört jetzt vielleicht nicht hier her aber die Umstände unter denen er die die Probe verweigert hat sind völlig irelevant. Es ist nun einmal Fakt das er sie verweigert hat und erst mehrere Stunden später nachgeholt hat.Und wie oft er davor getestet wurde, spielt da keine Rolle. Deshalb muss er gesperrt werden. Die NADA hat ja nicht umsonst angekündigt Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. Ungerechtfertigt wäre eine Strafe auch nicht, da er erwiesener Maßen gegen die Richtlinien der NADA verstossen hat, egal unter welchen Umständen.

Man sollte jedoch beachten, dass es hinsichtlich Herrn Busch keine bisherigen Vorbelastungen gibt. Eine Geldstrafe halte ich in dem Zusammenhang für absolut verhältnismäßig. Ein weitere Sanktion wäre völlig überzogen und unangemessen. Busch hat sich nichts vorzuwerfen. Es liegt kein Indiz dafür vor, dass er gedopt hat. Ganz im Gegenteil!

Ich denke ein ordentliches Gericht würde ebenso bei Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit bewerten.

Die Geldstrafe ist angemessen!!

rene666.6
18.04.2008, 10:15
Noch ein wenig Presse zum Thema:

http://www.ftd.de/sport/wintersport/eishockey/:Fall%20Busch%20Kein%20NADA%20Auftrag%20Test/343841.html
http://www.faz.net/s/Rub987B0DA694D74356A1FA6C5C40084A07/Doc~E8D3E8D8EBF9047348E9219586C98C0DF~ATpl~Ecommon ~Scontent.html
http://www.spdfraktion.de/cnt/rs/rs_dok/0,,43844,00.html
http://www.ksta.de/html/artikel/1207479032343.shtml

Der DEB hat in diesem Fall schlichtweg versagt. :roll:

Loktown
18.04.2008, 10:29
Man sollte jedoch beachten, dass es hinsichtlich Herrn Busch keine bisherigen Vorbelastungen gibt. Eine Geldstrafe halte ich in dem Zusammenhang für absolut verhältnismäßig. Ein weitere Sanktion wäre völlig überzogen und unangemessen. Busch hat sich nichts vorzuwerfen. Es liegt kein Indiz dafür vor, dass er gedopt hat. Ganz im Gegenteil!

Ich denke ein ordentliches Gericht würde ebenso bei Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit bewerten.

Die Geldstrafe ist angemessen!!

Natürlich hat sich Herr Busch etwas vorzuwerfen, er hat sich im ersten Moment eine Kontrolle verweigert !
Und ob er nun vorbelastet ist oder nicht spielt gar keine Rolle.

Denn das ganze heißt also jetzt mal übertrieben, wenn ich in eine Verkehrskontrolle komme, sage ich dem Beamten, ach nee, ich habe jetzt keine Lust zu pusten, kommen sie doch mal in 3 Stunden wieder?
Und weil mein Alkoholwert dann wieder im regulären Bereich ist, komme ich mit einer kleineren Strafe weg?
Nee, nee, es gibt Regeln und an die hat man sich zuhalten, grade als Profi Sportler, da hat man auch eine Vorbildfuinktion.
Das hat auch überhaupt nichts damit zu tun dass es ein Eisbären Spieler ist, auch bei einem Freezers Spieler würde ich es nicht anders sehen.

An die Moderatoren: Könnte man die ganze Diskussion nicht mal in einen anderen Thread verschieben?

Nichtraucher
18.04.2008, 11:22
Ohne Frage muss sich Florian Busch hier einiges vorwerfen lassen, trotzdem ist auch oder gerade auch in einem solchen oder vergleichbaren Fall der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten. Zum anderen ist bei jeglicher Anwendung einer Vorschrift ihr Sinn zugrunde zu legen. Oftmals führt sich eine Vorschrift durch ihre ausschließlich buchstabenmässige Anwendung selbst ad absurdum.

Busch ist bisher noch nicht auffällig geworden. Das ist ihm zugute zu halten. In einem "normalen Strafverfahren" würde man sein Verhalten als "fahrlässig" klassifizieren. Es fehlt in diesem ganz konkreten Fall für mich der erklärte Vorsatz, hier die Dopingprobe zu verweigern. Offensichtlich ist davon auszugehen, dass Florian Busch die Folgen seines Handels absolut nicht übersehen hat. Und bezogen wieder auf ein "normales Strafverfahren" würde man bei einer Verurteilung, diese in jedem Falle zur Bewährung aussetzen.

Natürlich muss ein solches Verhalten mit Sanktionen belegt werden. Eine empfindliche Geldstrafe und ggf. auch eine begrenzte Sperre (abzusitzen zu Beginn der neuen Spielzeit) wären tat- und schuldangemessen. Ihn dazu mit einer Arbeitsauflage zu belegen halte ich für sehr vernünftig.

Die Forderung nach einer zweijährigen Sperre ist in Anbetracht des Tatvorwurfs und unter Berücksichtigung der Persönlichkeit des beschuldigten Sportlers absolut überzogen und dürfte auch juristisch kaum haltbar sein. Offenbar hat sie hier die Anti-Doping-Zentrale ganz schwer vergaloppiert.

Mit der Entscheidung des DEB/DEL in Sachen Florian Busch sollte der Vorgang nun auch zu den Akten gelegt werden. Die Damen und Herren Dopingjäger sollten sich lieber den wirklich Dopingsündern zuwenden und nicht ihr Mütchen an einem jungen Mann kühlen, der einfach mal das war was er ist: Ein junger Mensch mit dem Recht auch mal Fehler zu machen.

Wastl
18.04.2008, 15:36
Denn das ganze heißt also jetzt mal übertrieben, wenn ich in eine Verkehrskontrolle komme, sage ich dem Beamten, ach nee, ich habe jetzt keine Lust zu pusten, kommen sie doch mal in 3 Stunden wieder?
Und weil mein Alkoholwert dann wieder im regulären Bereich ist, komme ich mit einer kleineren Strafe weg?

Das ist ja mal ein ganz schlechtes Beispiel, denn die Prüfer selbst haben schon bekanntgegeben, dass kein Verschleierungsmittel gefunden bzw. benutzt wurde.

Die Mittel die sich für Eishockeyspieler lohnen würden, sind eh eher im Sommertraining anzuwenden, und seitem dürfte Busch schon das ein oder andere mal getestet worden sein, schließlich gibt es von drei Seiten aus Untersuchungen (NADA, DEL und DEB).

Wenn man ganz genau nach den Regeln der NADA bzw. WADA vorgehen würde, dann wäre eine 2 Jahres Sperre sicherlich korrekt. Man muss sich aber auch fragen, ob das wirklich in jedem Fall sinnvoll ist.
Ich wüßte nicht, warum bei einem praktisch sofort doch noch durchgeführten Test eine solche Sperre verhängt werden sollte. Schließlich werden auch Sportler die gerade mal für ein paar Stunden nicht da sind, während der Tester vor der Tür steht, nicht automatisch bestraft. Zwischen beiden Situationen besteht eigentlich kein Unterschied.

Hätte er sich über einen längeren Zeitraum geweigert, dann wäre die Sperre in der Tat sinnvoll. Er hat aber schon Minuten später Kontakt aufgenommen, und wurde kurze Zeit später getestet, dabei wurden weder Doping- noch Verschleierungsmittel gefunden. Für sowas muss es eigentlich einen Mittelweg geben.

Loktown
18.04.2008, 16:55
«Wenn die Sportler selbst bestimmen können, wann sie kontrolliert werden können, ist das System mit unangemeldeten Test nicht mehr effektiv», sagte Spitz. Zwischen dem verweigerten Doping-Test von Busch am 6. März und dem nachgeholten sind knapp fünf Stunden vergangen. «In dieser Zeit kann ganz leicht manipuliert werden», meinte die Sprecherin.

Eine verweigerte Kontrolle werde nach Artikel 2.3. des NADA-Codes wie ein positiver Test geahndet, nämlich im Erstfall mit einer zweijährigen Sperre. Könne ein Athlet nachweisen, weder «vorsätzlich noch grob fahrlässig» gehandelt zu haben, könne die Dauer der Sperre auf höchstens die Hälfte reduziert werden.

http://www.ftd.de/sport/wintersport/eishockey/:Fall%20Busch%20Kein%20NADA%20Auftrag%20Test/343841.html

Das sagt die NADA dazu !

Lima
18.04.2008, 18:55
Ich sehe das so wie die meisten hier ich bin auch der meinung das er eine sperre verdent hätte es müssen ja nicht gleich 2 jahre aber wenigstens bis weihnachten oder nächsten jahr!! Denn ich finde man muss seine paragraphen durchziehen denn nach so einer sache sehen doch andere auch ihre chance zu sagen ja ich habe ein termin mit meiner freundin!!

Loktown
18.04.2008, 19:12
Ich sehe das so wie die meisten hier ich bin auch der meinung das er eine sperre verdent hätte es müssen ja nicht gleich 2 jahre aber wenigstens bis weihnachten oder nächsten jahr!! Denn ich finde man muss seine paragraphen durchziehen denn nach so einer sache sehen doch andere auch ihre chance zu sagen ja ich habe ein termin mit meiner freundin!!

Ich habe eher das Gefühl, dass man mit der Meinung in der Minderheit ist, aber es ist ja auch OK, so hat halt jeder seine Meinung und so soll es doch auch sein.
Man diskutiert darüber und gut ist.

Wäre ja langweilig, wenn die ganze Welt mit gleicher Zunge spricht. :wink:

danista
19.04.2008, 01:13
Florian Busch muss gesperrt werden. Er hat gegen die Richtlinien der Nada vertoßen, er hat einen Test verweigert und ein verweigerter Test ist wie ein positiver Dopingbefund zu werten. Florian Busch wusste das, Florian Busch hat das wissen müssen. Jegliche Argumentation zu seinen Gunsten ist menschlich absolut verständlich. Aber darum geht es hier nicht. Es geht auch nicht einfach nur um die Akte Busch. Es geht hier um die Akte Doping. Nicht zuletzt das Beispiel Radsport hat eindringlich gezeigt welch riesige Dimension der gezielte Betrug annehmen kann. Und dagegen müssen alle Register gezogen werden, zweifellos, soll Profisport weiterhin glaubwürdig bleiben. Genau deswegen gibt es diese Regel, genau deswegen gilt ein verweigerter Test als positvier Dopingbefund. Unangemeldte Kontrollen sind eine der wenigen Möglichkeiten Doping gezielt und erfolgreich zu bekämpfen. Der DEB weiß das, der DEB hat den Nada-Richtlinen zugestimmt. Es geht nicht nur um das Einzelschicksal eines jungen Sportlers. Es geht hier um die Integrität eines ganzen Systems. Wenn Florian Busch heute so glimpflich davon kommt, dann kommt nächstes Mal ein anderer genauso glimpflich davon. Der Kampf gegen Doping kann nur dann funktionieren, wenn das bestehende System mit unerbittlicher Konsequenz verfolgt wird. Jede Ausnahme erschüttert die Glaubwürdigkeit. Deswegen darf auch bei Florian Busch keine Ausnahme gemacht werden. Der DEB tritt mit seiner Entscheidung den selbst zugestimmten Nada-Code mit Füßen und nimmt damit eine gefährliche Position ein, die eine ganze Sportart in Verruf bringen kann.

Ein Denkexperiment: Genau dieser Fall hätte nicht Florian Busch als Hauptdarsteller, sondern einen Jungspund aus der Radsportszene mit der gleichen Historie wie Busch: kein positiven Tests, keine Verbindung zum Doping. Wäre die Reaktion gleich? Gewiss nicht. Würde der junge Radsportler behaupten, er hätte mit seiner Freundin essen gehen wollen, wäre er ausgelacht worden - das wäre kein Grund einen Test einfach so sausen zu lassen, würde der unerfahrene Junge von überall zu hören bekommen. Und das er sich doch fünf Stunden später hat testen lassen? Lächerlich - längst hätte er Gegenmaßnamen treffen können. Sperre! Volle Härte! Keine Gnade! Niemand würde hier hervorheben, wie jung und unerfahren der Sportler doch war. Das das alles nur ein Mißgeschick gewesen sei. Verbrecher! Alle Busch-Freunde wären Gegner des jungen Radsportlers.

Florian Busch ist nicht Opfer, Florian Busch ist Täter. Florian Busch hat die Spielregeln gebrochen und dafür gehört er gesperrt.

Nichtraucher
19.04.2008, 08:43
@Danista

Ein sehr guter Beitrag. Allerdings teile ich deine Ansicht nicht. Sicher ist Busch Täter und nicht Opfer. Aber, Täter ist nicht gleich Täter. Auch in einem solchen Fall ist immer die Verhältnismässigkeit der Mittel zu beachten. Das bedeutet, das Tat und Strafe in einem angemessenen Verhältnis zueinander gesehen werden müssen. Nicht zuletzt darauf auch gründet sich unser Strafrechtssystem. Gerade auch aus diesem Grunde kennen wir in unserem Strafrecht den Begriff der "Bewährung". Die Bewährung bekommt jemand, bei dem davon ausgegangen werden kann, dass er auch ohne Strafvollstreckung wieder resozialisiert wird. Die Ausgestaltung einer Strafe mit dem Zusatz "Bewährung" ist übrigens kein Gnadenerweis.

So wird man ernsthaft kaum die Dopingexzesse im Radsport mit dem Verhalten von Busch in einen Topf werfen können. Hier liegen zwei unterschiedliche Tathergänge vor. Beim Radsport wurden nachweislich leistungsfördernde Substanzen wissentlich und vorsätzlich eingenommen. Busch dagegen hat sich lediglich - nicht vorsätzlich sondern fahrlässig - der Dopingprobe entzogen, dieses Fehlverhalten aber dann aus eigenem Antrieb korrigiert. Insofern muss man bei der Strafzumessung andere Maßstäbe anlegen als in einem Fall von vorsätzlichem Doping.

Die NADA hat es offensichtlich versäumt hier eine Güterabwägung vorzunehmen, die aber bei der Beurteilung von Fällen zwingend, nicht zuletzt durch verfassungsrechtliche Grundsätze, vorgeschrieben ist. Dieses Versäumnis spricht nicht gerade für die NADA; denn auch für diese Organisation gelten unsere Rechtsgrundsätze uneingeschränkt und ausnahmslos.

Der Fall Busch ist nun wirklich nicht dazu geeignet, hier eine Exempel zu statuieren. Da gäbe es sicher andere Fälle.

So wie sich der Fall zurzeit darstellt, will diese NADA nichts anderes als dickköpfig ihre Rechtsauffassung durchzusetzen. Eine zweijährige Sperre ist weder tat- noch schuldangemessen. Eine Strafe muss sein, gar keine Frage, aber die Strafe muss in einem angemessenen Verhältnis zur Tat stehen. Hier werden Rechtsgrundsätze offensichtlich mit den Füßen getreten - ein Armutszeugnis für die NADA.

Man kann Busch sicherlich Fahrlässigkeit vorwerfen, ihm jedoch Vorsatz zu unterstellen wäre abenteuerlich. Bei einer vorsätzlichen Handlung hätte der Täuschungsversuch willentlich und eben vorsätzlich erfolgen müssen. Ein solcher Vorsatz ist aber in meinen Augen nicht ersichtlich.

Busch muss bestraft werden, die Strafe muss aber tat- und schuldangemessen sein. Das Strafmaß des DEB/DEL ist insofern völlig ausreichend.

Sinister
19.04.2008, 09:22
laut nada kann ja die strafe von 2 jahren auf bis zu ein jahr runtergesetzt werden. und das wäre in diesem fall sicherlich richtig. aber auf einen sperre ganz zu verzichten halte ich für falsch.
das könnte eine ganz falsche signalwirkung haben.

danista
19.04.2008, 13:55
Ich möchte nochmal auf was grundsätzliches hinweisen:
Hier wird die ganze Zeit davon ausgegangen, dass Busch nicht gedopt war. Wer weiß das? Es sind 5 Stunden zwischen beiden Proben vergangen, ein großes Zeitfenster! Die zweite Probe wurde im Auftrag des DEB gemacht, die NADA hatte damit nichts zu tun. Ich weiß nicht woher alle die Gewissheit nehmen, dass Busch nicht gedopt war. Der DEB spielt nicht mit offenen Karten, warum? Erst wird das ganze so dargestellt, als wenn sich es bei dem späteren Dopingtest um einen Nada-Test handelt, erst danach wird ganz nebenbei erwähnt, dass das alles vom DEB ausging. Busch soll sich 15 Minuten nach dem der zuständige Beamte weg war, schon gemeldet haben. Warum dann trotzdem noch 4 Stunden und 45 Minuten bis zum Test. Offene Fragen, die Zweifel aufwerfen. Warum dauert es so lange, bis der ganze Vorfall öffentlich wird? Und dann, als er endlich öffentlich ist, behauptet der DEB unterschiedliche Sachen, stellt Vorgänge mal so, dann wieder so da. Ungereimtheiten. Und dann der nachgeholte Test: Jeder der Beteiligten muss gewusst haben, wie ernst der Fall ist. Ich gehe davon aus, dass es sich um einen normalen Doping-Test handelt (nichts anderes wurde gesagt), insofern lediglich eine Urinprobe genommen wurde. Warum nicht auch eine Blutprobe, mit der man noch viel eindeutiger hätte nachweisen können, dass Busch nicht gedopt hat, weil sie besser und genau Aufschluss gibt. Wie waren Buschs Werte bei der Probe? Wurden Grenzwerte knapp verfehlt und war er deutlich im normalen Bereich?
Fragen, keine Antworten. Lauter Ungereimheiten. Genau das sind Dinge, die Zweifel aufwerfen sollten. Der DEB hatte Wochen Zeit die Bekanntmachung in der Öffentlichkeit zu planen. Sagt man die Wahrheit, fällt es in der Regel leicht, jegliche Behauptungen auszumerzen, gerade mit der Vorlaufzeit. Sagt man die Unwarheit, verstrickt man sich in Ungereimtheiten, schildert Dinge ungenau, ändert die Sichtweise, widerspricht sich. Und genau das passiert hier. Was hat Busch in der Zwischenzeit genau gemacht? Keiner weiß es - doch! Halt! Der DEB hat eine Zeugin: Buschs Freundin! Die kann alles bezeugen. Noch Fragen?

Thomas Eichin wusste was er sagt, als er meinte der DEB ist sich nicht über die Tragweite dieses Falls bewusst. Die Politik mischt sich ein, bald landet das Theman vielleicht noch viel größer in der Öffentlichkeit und dann? Dann kann der DEB ganz schnell in Ecke gedrängt werden unweit vom BDR. Dann verliert das Eishockey in der breiten Öffentlichkeit an Glaubwürdigkeit. Für den DEB äußert sich zu allem Überfluss auch noch Uwe Krupp - einer der wenigen überführten Doper in dieser Sportart - und verteidigt Busch.

Ich denke auch das sind Dinge, über die mal nachgedacht werden sollten! Aber solche Gedanken scheint sich, zumindest hier, leider kaum jemand zu machen.

briefkastenoma
19.04.2008, 15:15
Sperre! Volle Härte! Keine Gnade!
ja,und vor allem,hängt ihn höher.:roll:
der gewagten unterstellung das alle Busch-Freunde gleich gegner des jungen radsportlers wären,würde ich doch auch noch wiedersprechen.und dann noch "Verbrecher !" markige worte.
natürlich ist man geneigt aus einer position des rechtes heraus starke markige worte zu formulieren.ging mir persönlich im fall Stewart und rassismusvorwürfe nicht besser.
aber es erscheint mir doch als sehr deutsch,hier koste es was es wolle und um jeden preis buchstabengenaue bestrafung zu fordern.ohne rücksichtnahme auf die umstände.das wiederspricht in meinen augen schon gesundem rechtsempfinden.paragraphenreiterei hilft keinem weiter.ich verstehe ja durchaus die haltung der NADA die nach dem ganzen hick-hack und ihren pleiten,pech und pannen gerade bei der "Missed test " problematik nun einen auf starken mann macht um die eigenen unzulänglichkeiten der jüngeren vergangenheit zu kaschieren oder seinen wandel darzustellen.
man bekommt den eindruck das da mehr als nur der "Fall Busch" behandelt wird.und das tut der eigentlichen thematik sicherlich auch nicht gut.


es gibt nun wahrlich genug zeitungsschreiber die sich mit dieser geschichte profilieren wollen.vielleicht halten sich ja wenigstens eishockeyfans die selbst noch nie stunden bei einem dopingtest verbracht haben und die umstände nur aus der presse kennen einfach mal ein wenig zurück mit ihren forderungen diesen blöden bengel etwas höher zu hängen.

PS:das strafmass des DEB ist zweifellos ein witz.

und @danista,den rechtsgrundsatz das man einen täter doch bitte seiner tat überführen müsse und im zweifel noch immer dessen unschuld gilt,wirst auch du dich nicht entziehen können.

briefkastenoma
19.04.2008, 15:36
@nichtraucher,sorry aber ich konnte nicht anders.ich musste deine beiden posts im Haie Fanprojekt forum zitieren.
mir gefällt die sachlichkeit in diesem zusammenhang wirklich gut.

AndyHH
19.04.2008, 16:11
- Ein junger Spieler hat gegen Regeln vertoßen - Ja
- Er hat seinen Fehler einstanden - Ja
- War er positiv getestet - Nein
- Würde eine Sperre seine Karriere beenden? - Ja

Was soll die Diskussion um eine Sperre? Hätte es einen "altgedienten" Hamburger getroffen, würde dann genauso argumentiert - oder handelt es sich hier "nur" um einen "jungen" Berliner Spieler, der einen Fehler gemacht hat?

Die Strafe ist raus und somit auch OK - Wollen sich hier Forumexperten darüber hinwegsetzen - sind diese auch immer perfekt in Ihrem Job ?

Im übrigen ist Jan Ulrich wegen Betrugs freigesprochen worden :roll:

Funnysundancer
19.04.2008, 16:29
- Ein junger Spieler hat gegen Regeln vertoßen - Ja
- Er hat seinen Fehler einstanden - Ja
- War er positiv getestet - Nein
- Würde eine Sperre seine Karriere beenden? - Ja

Was soll die Diskussion um eine Sperre? Hätte es einen "altgedienten" Hamburger getroffen, würde dann genauso argumentiert - oder handelt es sich hier "nur" um einen "jungen" Berliner Spieler, der einen Fehler gemacht hat?

Die Strafe ist raus und somit auch OK - Wollen sich hier Forumexperten darüber hinwegsetzen - sind diese auch immer perfekt in Ihrem Job ?

Im übrigen ist Jan Ulrich wegen Betrugs freigesprochen worden :roll:

Perfekt ist bestimmt keiner in seinem Job, es ist nun mal bekannt, dass sowas bestraft wird mit bis zu 2 Jahren Pause. Und da ist es egal ob Berliner oder Hamburger er wusste, dass es "seine Pflicht" ist eine Probe abzugeben. Und es ist auch egal ob jung oder alt Fehler ist Fehler.

Sonst Frage ich mich, warum es so eine Strafe überhaupt gibt, wenn sie im Notfall nicht angewendet wird.

Loktown
19.04.2008, 16:29
- Ein junger Spieler hat gegen Regeln vertoßen - Ja
- Er hat seinen Fehler einstanden - Ja
- War er positiv getestet - Nein
- Würde eine Sperre seine Karriere beenden? - Ja

Was soll die Diskussion um eine Sperre? Hätte es einen "altgedienten" Hamburger getroffen, würde dann genauso argumentiert - oder handelt es sich hier "nur" um einen "jungen" Berliner Spieler, der einen Fehler gemacht hat?

Die Strafe ist raus und somit auch OK - Wollen sich hier Forumexperten darüber hinwegsetzen - sind diese auch immer perfekt in Ihrem Job ?

Im übrigen ist Jan Ulrich wegen Betrugs freigesprochen worden :roll:

Ich kann da nur für mich sprechen, aber selbstverständich würde ich genau so argumentieren, alles andere wäre ja lächerlich.

Es geht hier nicht darum ob es ein Spieler aus Hamburg, Berlin oder Köln war, sondern um die Doping Regularien im allgemeinen !

Die Vorschriften sind nun einmal so und daran hat man sich zu halten.

danista
19.04.2008, 16:32
@briekastenoma:
1. Die von dir angefügten Zitate war keine Stellungnahme meinerseits zu dem Fall Busch, sondern bezog sich auf eine mögliche öffentliche Reaktion auf das Radfahrer-Beispiel. Das Verbrecher war bspw. nicht auf Busch bezogen, nur nochmal zur Klarstellung.
2. Typisch Deutsch - Großartiges Argument!
3. Ich würdige die Umstände sehr wohl, sie Posting über deinem. Wenn das keine Umstandswürdigung ist, dann weiß ich auch nicht.
4. Danke für den großartigen Einwurf mit dem Dopingtest, den ich noch nicht mitgemacht haben. Schlagendes Argument.
5. Woher beziehst denn Du und alle anderen, die "Pro-Busch" argumentieren Ihre Informationen? Nicht aus der Presse? Nebenbei: Wenn der DEB oder die NADA etwas veröffentlichen, dann ist das zudem eine direkte Quelle, wie ich finde.
6. Du fandest das Posting von Nichtraucher so gut. Zitierst es im Haie-Forum. Vorher wirfst Du mir vor, ich dürfte doch nix sagen, wenn ich nur Informationen aus der Presse habe. Aber ich glaube - ohne dem Nichtraucher zu nahe treten zu wollen - das ist bei ihm nicht anders. Naja, aber er scheint deine Meinung zu vertreten, deswegen ist das natürlich erlaubt!
7. Dein Verweis auf die Unschuldsvermutung ist schön und gut. Aber hier unangebracht. Alle Experten der Welt sind sich einig, dass Doping mit unangmeldeten Kontrollen wirksam bekämpft werden kann. Und das funktioniert nur dann, wenn eine verweigerte Kontrolle als positiv gewertet wird. Anders ist das ganze nicht umsetzbar. Natürlich kannst du so argumentieren, aber dann argumentierst du gegen das gesamte Anti-Doping-System. Ein System, dem beispielsweise in Deutschland alle Verbände ohne Ausnahme zugestimmt haben!
Der Kampf gegen Doping wäre verloren, weil jeder Sportler sich den Tests entziehen könnten und nur dann getest wird, wann es ihm gerade passt. Das System hat einen Sinn und der ist nicht, junge Sportler willkürlich zu bestrafen.

Funnysundancer
19.04.2008, 16:35
Ich kann da nur für mich sprechen, aber selbstverständich würde ich genau so argumentieren, alles andere wäre ja lächerlich.

Es geht hier nicht darum ob es ein Spieler aus Hamburg, Berlin oder Köln war, sondern um die Doping Regularien im allgemeinen !

Die Vorschriften sind nun einmal so und daran hat man sich zu halten.

Da gebe ich dir recht.


Leider sind Verträge und "Gesetze" heutzutage nur noch da um irgendwann auch gebrochen zu werden.:?

Schmock
19.04.2008, 16:41
Meine bescheidene Meinung zum Thema: Florian Busch hat gegen geltende Regularien verstossen. Die dafür vorgesehende Strafe einer Sperre von 2 Jahren wäre m.M. nach unangebracht und überhart, da er den Test nachgeholt hat und dieser ja auch negativ war. Eine Verschleierung von Doping innerhalb so kurzer Zeit halte ich für unmöglich, kenne mich allerdings in dieser Thematik auch nicht so aus. Vergleiche mit dem Radsport halte ich für unangebracht, da es sich dort doch schon um professionelle Dopingstrukturen einer ganzen Sportart handelt.

Warum Florian Busch aber überhaupt keine Sperre bekommen hat kann ich nicht nachvollziehen. Die fünf Mille zahlt er dann halt, die Verfahrenskosten und den ganzen anderen Kram übernimmt sicherlich die GmbH und das bisschen Bambinitraining macht er dann halt. Eine richtige Strafe kann ich darin nicht erkennen. Meiner Meinung nach hätte man ihn für den Rest der Saison sperren sollen, damit er auch selber merkt, dass er sich wohl etwas falsch verhalten hat. Es tut einem Spieler sicherlich weh in den entscheidenden Spielen der Saison sein Team nicht unterstützen zu können. Das wäre dann auch ausreichend gewesen, jede darüber hinausgehende Sperre wäre absolut überzogen.

danista
19.04.2008, 16:52
@AndyHH:
Es tut mir leid, aber Dein Posting ist echt unglaublich.

Was soll die Diskussion um eine Sperre?
Hast Du meine Postings gelesen? Als Antwort auf diese Frage empfehle ich Dir, meinen ersten Beitrag zu lesen. Da gebe ich Dir meine Antwort zu der Frage. Außerdem finde ich es bedenklich, wenn eine Diskussion so in Frage gestellt wird. Ich weiß nicht, wo Du Dir das Recht hernimmst, diese Thema als nicht diskussionswürdig hinzustellen? Ich finde das nur arm.

oder handelt es sich hier "nur" um einen "jungen" Berliner Spieler, der einen Fehler gemacht hat?

Vollkommen am Thema vorbei. Du gehst auf keine Argumente ein, sondern kommst mit so einem krummen Aussagen daher. Ich kann Dir versichern, dass das bei mir nicht der Fall ist. Und ich finde auch es auch schon wieder dreist, das hier mehr oder weniger zu unterstellen. Wenn du meine Ausführungen mal lesen würdest, dann siehst doch das ich mich ausschließlich mit der Sache beschäftige. Und ich bin der letzte, den es hier auch nur ansatzweise interessiert, wo der Spieler herkommt. Es ist mir sowas von scheissegal. Ich weiß echt nicht, was dieser Schwachsinn soll.

Die Strafe ist raus und somit auch OK - Wollen sich hier Forumexperten darüber hinwegsetzen - sind diese auch immer perfekt in Ihrem Job ?

Und munter geht es weiter. Strafe ist raus und somit OK. Auch wenn du das hier absolutistisch verlauten lässt, ist dem nicht so. Und da stehe ich nicht alleine da, mit dieser Meinung.

Dann eine schöne Diskreditierung als Forumsexperte! Danke, sehr sachlich! Und was hat das mit dem Perfekt im Job sein zu tun? Alleine das ist schon wieder eine Aussage, bei der ich zuviel kriege. Du scheinst wirklich nicht zu sehen, worum es hier geht. Du diskutierst in keiner Weise zum Thema. Zumal der Vergleich auch vollkommen hinkt, aber du solltest wissen, dass Fehlleistungen im Job ebenso Konsequnzen nach sich ziehen.

Ich muss es einfach nochmal so deutlich sagen, dein Posting ist eine Frechheit, Andy!

AndyHH
19.04.2008, 16:59
Ich kann da nur für mich sprechen, aber selbstverständich würde ich genau so argumentieren, alles andere wäre ja lächerlich.

Es geht hier nicht darum ob es ein Spieler aus Hamburg, Berlin oder Köln war, sondern um die Doping Regularien im allgemeinen !

Die Vorschriften sind nun einmal so und daran hat man sich zu halten.

Ok das wollte ich hören - dennoch sehe ich Dopingkontrollen als wichtig an, kann mich aber über eine Tour de France totlachen wo selber Fahrer zugeben das sie ohne Doping das nicht durchstehen würden.

Haben wir hier das Recht über "junge" Menschen / Sportler zu urteilen die mal einen Fehler gemacht haben? - Sorry ich denke nicht nur weil es hier um einen Eishockeyspieler geht, der nicht mal positiv war?

Sicher gibt es Vorschriften - Aber was ist denn mit den Radfahrern und Schwimmern? Da wird Doping sogar nachgewiesen und hier wird sich über einen "Fehler" aufgeregt von den Forumsexperten die gegoogelt haben.

Florian Busch hat einen Fehler gemacht, den er auch eingesehen hat - dafür ist er bestaft worden - es ist irrelevant noch über eine Sperre zu diskutieren. Immerhin ist er zuhause "aufgelauert" worden - wie hätte der eine oder andere von uns reagiert?

P:S. Dopingkontrolle - ganz wichtige Sache im Profisport, nur kann man nichts einehmen, das innerhalb von 2 Stunden wieder abgebaut ist - zumal es meines Wissens noch kein Doping (http://de.wikipedia.org/wiki/Doping) in der DEL gab.

AndyHH
19.04.2008, 17:10
@AndyHH:
Es tut mir leid, aber Dein Posting ist echt unglaublich.


Ich muss es einfach nochmal so deutlich sagen, dein Posting ist eine Frechheit, Andy!


Tut mir leid das es Dir nicht gefallen hat - Vielleicht must Du erst lernen das verschiedenen Menschen auch verschiedene Meinunungen haben :streichel

danista
19.04.2008, 17:17
Tut mir leid das es Dir nicht gefallen hat - Vielleicht must Du erst lernen das verschiedenen Menschen auch verschiedene Meinunungen haben :streichel

Danke, Herr Oberlehrer! Warst es nicht du, der gerade die Diskussion verboten und somit jede andere Meinung nicht zugelassen hat? Aber danke, dass Du nochmal eindrucksvoll unterstrichen hast, dass Du scheinbar nicht in der Lage bist, eine Diskussion zu führen.

AndyHH
19.04.2008, 17:26
Danke Herr Oberlehrer! Warst es nicht du, der gerade die Diskussion verboten und somit jede andere Meinung nicht zugelassen hat? Aber danke, dass Du nochmal eindrucksvoll unterstrichen hast, dass Du scheinbar nicht in der Lage bist, eine Diskussion zu führen.

:eusa_thin - Ich habe meines wisses nach nur meine Meinung geäußert. Ich höre mir gerne jede andere Meinung an, muss doch aber nicht dessen zustimmen - oder habe ich den Sinn eines Forums gar nicht verstanden :icon_eek:

Zudem bin ich nicht in der Lage jemanden hier etwas zu verbieten - Aber wir können uns gerne mal treffen und das außerhalb besprechen wenn Du schon nicht auf PN reagierst.

Sorry Admin / Mod - Ich höre auf :mrgreen:

danista
19.04.2008, 17:58
Ein Forum ist eine Diskussionsplattform. Und das, was Du betreibst, kann man nicht als Diskussion bezeichnen. Zudem solltest Du auch das von-oben-herab lassen, ich glaube nicht, dass Dir das zusteht.

briefkastenoma
19.04.2008, 17:59
@danista,
erst mal etwas grundsätzliches,ich besetze keine "pro-Busch" position sondern verlange lediglich einen objektiven umgang mit der angelegenheit und etwas mehr als dieses stupide "HÄNGT IHN".es geht nicht um "für" oder "gegen" sondern um das finden und erteilen eines angemessenen strafmasses.
dich speziell hatte ich am ende des postings angesprochen das du dich nun gleich mit dem ganzen posting angesprochen fühlst erklärt sich wohl aus meinem zitat,das aber nur für die vollkommen undifferenzierte "hängt ihn höher" mentalität steht.
- "typisch deutsch" ist natürlich kein argument.es erklärt nichts,rechtfertigt nichts,sondern gibt nur meinen persönlichen eindruck vom auftreten einiger personen die sich (auch auserhalb dieses forums) mit dem thema befassen wieder.
- du würdigst die umstände ? inwiefern ? dadurch das du den aussagen wiedersprichst,die befunde eines anerkannten dopinglabors bezweifelst ? sorry aber aus dem von dir angeführten text kann ich keine würdigung der umstände erkennen sondern lediglich ein argumentieren zugunsten deiner forderung nach gnadenloser härte.dafür erhebst du dann auch unbewiesene vermutungen.
- vielleicht liest du noch einmal richtig.zu keinem zeitpunkt habe ich irgendwem untersagen wollen sich zu äussern.da bist du nun komplett daneben.ich hatte lediglich aufgefordert doch mal etwas differenzierter zu argumentieren und nachzudenken.natürlich sind veröffentlichungen der NADA und des DEB eine direkte quelle.lustig wird es aber wenn man gnadenlos nachplappert was von diesen selbstredend interessenlosen organisationen vorgekaut wird.2 jahre sperre wird da quasi zum muss.welchen bestand hat diese regelung des positiven tests bei verweigerung eigentlich vor einem ordentlichen gericht ???
die fragen die du z.b. aufgeworfen hast,müssten doch erst einmal geklärt werden bevor man hier die maximalstrafe fordert.weil andernfalls auch hier wieder rechtsgrundsätze verletzt würden.

und dann kommen wir mal zu deinem punkt 7
- die unschuldsvermutung kann nie "unangebracht" sein.da unterliegst du leider einem irrtum.das hatte ich bereits mit der frage nach der haltbarkeit dieser regelung vor ordentlichen gerichten angesprochen.
und auch deiner auffassung das ich so gegen das gesamte Anti-Doping System argumentierte kann ich nicht zustimmen.erstens weisst dieses system erhebliche lücken auf,auch durch eigene versäumnisse.und zweitens sollte die absurdität der argumentation doch spätestens dann klar werden wenn man bedenkt das zwischen "ankündigen" eines unangekündigten tests und deren durchführung oft auch stunden liegen.einfach mal mit unangekündigten tests in z.b. trainingslagern beschäftigen.
oder mach dich doch z.b. mal mit der problematik der "Missed Test" der NADA vertraut.etwas was in diesem zusammenhang auch nicht unwesentlich erscheint.man wird den verdacht nicht los das man mit diesem fall die eigenen veräumnisse wieder zurecht rücken will.
wie es der nichtraucher schon schrieb sind auch diese behörden an rechtsstaatliche standarts gebunden auch wenn sie dies nicht wahrhaben wollen.

briefkastenoma
19.04.2008, 18:04
jedesmal wenn es um das thema doping geht hat man dieses gefühl nicht kritisieren zu dürfen weil man ja damit quasi das doping fördere.und irgendwie beschleicht mich das gefühl das dies auch durchaus gewollt ist.

Nichtraucher
19.04.2008, 18:16
Da jeder hier wahrscheinlich sein Wissen über diese Sache nur aus den allgemein zugänglichen Medien hat, wissen wir halt alle nicht was nun wirklich passiert ist und sind auf Vermutungen angewiesen.

Bei dem einen führen diese Vermutungen zu einem Schuldanspruch, andere wiederum orientieren sich an der Unschuldsvermutung.

Was steht denn nun eigentlich fest?

Es steht fest, dass Busch sich schuldhaft dem Test entzogen hat. Dieses Fehlverhalten hat er selbst eingestanden. Hier wäre jetzt die Frage zu klären, war sein Tun vorsätzlich oder lediglich fahrlässig. Einige gehen vom Vorsatz, andere, zu denen ich auch gehöre unterstellen ihm hier lediglich Fahrlässigkeit. Für das eine wie für das andere gibt es durchaus Argumente.

Was Busch aber nicht nachgewiesen wurde, aus welchen Gründen auch immer, ist, das er unerlaubte Substanzen eingenommen hat. Für eine solche Einnahme von verbotenen Substanzen kann ein Beweis nicht angetreten werden; hier reichen Vermutungen nicht aus.

Natürlich muss Busch für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden. Nur fehlt in der Strafvorschrift der NADA jegliche Abwägung und jede Abstufungsmöglichkeit in Bezug auf das Strafmaß. Gerade aber in diesem vorliegenden Fall wäre ein minderschweres Strafmaß angemessen. Jede Strafe muss bei ihrer Zumessung tatangemessen sein. Offensichtlich haben die Verbände die Vereinbarung nicht ordentlich durchgelesen und sie einfach mal eben schnell unterschrieben.

Ich bin nicht der Meinung dass Busch straffrei ausgehen sollte. Ganz und gar nicht. Aber die Strafe muss in einem angemessenen Verhältnis zu seinem Fehlverhalten stehen. Beispielsweise wäre eine dreimonatige Sperre tatangemessen. Eine solche Sperre sollte dann natürlich auch von der DEL übernommen werden. Und unter gar keinen Umständen sollte Busch mit zur WM nach Kanada genommen werden.

Zudem würde es dem DEB gut zu Gesichte stehen, bei der NADA auf eine Novellierung der bestehenden Strafvorschrift zu drängen; diese Vorschrift ist unausgewogen, rechtlich mehr als bedenklich und berücksichtigt ausschließlich den Sühnegedanken.

Für mich stelle ich fest:

1. Busch kann ein Dopingvergehen nicht nachgewiesen werden.
2. Busch hat sich fahrlässig, nicht vorsätzlich, der Probeentnahme entzogen; dieses ist ein klares Fehlverhalten und muss sanktioniert werden.
3. Busch ist tatangemessen zu bestrafen, hier ist der Bewährungsgedanke und die Reife des Täters zu berücksichtigen; die Strafe muss fühlbar sein.
4. Busch, der DEB und auch die Eisbären sollten um eine lückenlose Aufklärung der Sache bemüht sein um nicht noch mehr Porzellan zu zerschlagen.
5. Bei der Strafzumessung sollte die Resozialisierung im Vordergrund stehen, der Sühnegedanke sollte erst in zweiter Linie zum Tragen kommen.
6. Es ist in Ordnung, wenn sich der DEB nicht am Strafmaß der NADA orientiert, sondern wenn er hier zu einer milderen Strafe kommt, die aber durchaus ein Sperre bis zum 30.11.2008 oder 31.12.2008 enthalten müsste. Eine befristete Sperre von etwa drei Monaten nach Saisonbeginn halte ich für tat- und schuldangemessen.

briefkastenoma
19.04.2008, 19:23
dem kann ich mich wiederspruchslos anschliessen.

Sinister
19.04.2008, 22:20
Natürlich muss Busch für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen werden. Nur fehlt in der Strafvorschrift der NADA jegliche Abwägung und jede Abstufungsmöglichkeit in Bezug auf das Strafmaß. Gerade aber in diesem vorliegenden Fall wäre ein minderschweres Strafmaß angemessen. Jede Strafe muss bei ihrer Zumessung tatangemessen sein. Offensichtlich haben die Verbände die Vereinbarung nicht ordentlich durchgelesen und sie einfach mal eben schnell unterschrieben.

also wenn ich das ganze richtig verstanden habe gibt es die möglichkeit das strafmaß von 2 jahren nicht anzuwenden. wenn der sportler nachweisen kann, dass er nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat, kann man das strafmaß auf bis zu einem jahr runter schrauben.

und genau das ist es, was ich als richtige strafe ansehen würde.
dopig gehört mit anderen betrugsversuchen oder der absichtlichen verletzung von anderen zu den schwersten vergehen im sport.

und wenn jemand in diesem bereich einen fehler macht, auch wenn er ihn eingesteht, muss er bestraftw erden. die strafe die der deb ausgesprochen hat ist ein witz. und quasi ein freifahrtschein für weitere ereignisse dieser art.

es gibt diese anti doping regularien nicht zum spaß. und wenn man sie nach belieben aushebeln kann, dann machen sie keinen sinn.

Bo
19.04.2008, 22:28
Ist das hier eigentlich schon das "Sommerloch" Thema ??? :mrgreen:

Loktown
20.04.2008, 11:12
Ist das hier eigentlich schon das "Sommerloch" Thema ??? :mrgreen:

Diesen Kommentar kann ich ja mal gar nicht nachvollziehen.

Findest Du das Thema Doping im Sport so unwichtig, als dass Du da nichts anderes beitragen kannst als diesen unsinnigen Kommentar?

Loktown
20.04.2008, 11:45
Was mir an dieser Geschichte bitter aufstösst ist, dass Florian Busch bei der WM spielen wird.
Der DEB hat die große Chance vertan, ein Zeichen gegen den Dopingmissbrauch und die Missachtung der Doping Regularien zu setzen.
Man kann das Gefühl haben, dass man ohne Rücksicht auf Verluste versucht, den DEB Kader zu stärken, in dem man einen beschuldigten Spieler trotzdem zur WM mitnimmt.
Ich denke, dies wird auch bei der WM noch weltweit ein Thema sein und es wird ein schlechtes Licht auf das deutsche Eishockey werfen.
Besonders wo die Deutschen immer versucht haben, ein Vorreiter in Sachen Dopingbekämpfung zu sein, schadet diese Geschichte dem Ruf ungemein.

Hätte man den Spieler zumindest für den Rest der Saison und besonders für die WM gesperrt, hätte man sagen können, wir haben den Spieler gesperrt, obwohl wir damit unseren WM Kader schwächen.
Dies wäre ein deutliches Zeichen gewesen und ich denke dies hätte dem DEB eine Menge Respekt verschafft, leider hat man genau das Gegenteil getan.

Die nächste Frage ist, was passiert mit dem nächsten Spieler, der eine Dopingkontrolle verweigert und erst später nachholt?
Man hat doch jetzt fast keine Möglichkeit mehr, einen ähnlich gelagerten Fall, härter zu bestrafen als mit einer Geldstrafe.
Jeder Spieler könnte sich auf den „Busch Fall“ berufen um mit einer Geldstrafe davonzukommen.

AndyHH
20.04.2008, 13:23
Diesen Kommentar kann ich ja mal gar nicht nachvollziehen.

Findest Du das Thema Doping im Sport so unwichtig, als dass Du da nichts anderes beitragen kannst als diesen unsinnigen Kommentar?

Da musste ich Dir einfach mal ein Danke geben :wink: - Übrigens, an die WM hatte ich in diesem "Fall" noch gar nicht gedacht :oops:

btw - Wo hast Du denn dieses "kultige" Avatar her? - Unvergessen das Ding :MM_totlac

Rot-Gelb seit 75
21.04.2008, 16:19
Es geht doch gar nicht mehr um Busch. es geht um das darauf folgende Fehlverhalten des Verbandes und der DEL. Wäre der Verband direkt mit der Verweigerung rausgekommen, dann hätten die Busch für die PO sperren müssen, denn :

11.2 Annullierung der Ergebnisse von Wettkämpfen und Wettkampfveranstaltungen

11.2.1 Ein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen während oder in Verbindung mit einem bestimmten Wettkampf führt zur Disqualifikation und Annullierung gem. Ziff. 9.6. Entsprechendes gilt grundsätzlich für alle Wettkampfergebnisse, die in dem Zeitraum von der Entnahme einer positiven Probe oder der Begehung eines anderen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen bis zum Beginn einer Suspendierung
oder Sperre erzielt wurden.

11.2.2 Darüber hinaus ist der Athlet grundsätzlich ebenfalls für alle Wettkämpfe der Wettkampfveranstaltung, in deren Rahmen der Athlet gegen Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen hat, zu disqualifizieren und die Ergebnisse zu annullieren.

11.2.3 Hat der Athlet keinen schuldhaften Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen begangen, werden die Wettkampfergebnisse aus den nachfolgenden Wettkämpfen nicht annulliert, es sei denn, es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die in diesen Wettkämpfen erzielten Ergebnisse von dem Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen beeinflusst worden sind.

Da Busch ja noch nie Dopingmäßig auffiel hätte er u U eine 1 jährige Sperre bekommen. Es gibt auch sowas wie Begnadigung im Dopingbereich, das hier sicher angebracht wäre für den "Täter". Sagen wir mal Halöbierung der Sperre. Geldstrafe. Ende Aus. Wäre u U mit der NADA drüber zu reden gewesen.

Der Fall ist doch nur so brisant geworden, weil der DEB das unter den Tisch kehren wollte und die NADA/WADA Regularien anscheinend für sich aufweichen möchte.

Was kann nun passieren??

Aberkennung des Titels. Wer bekommt den??
Die Haie ? Warum. Nur weil die kein VF oder HF gg die EBB hatten?

Wer will denn überhaupt Titel am grünen Tisch haben??? Keiner auf so einem Weg.

Was ist mit Folgestrafen gegen den Verband durch die WADA ininziiert? Olympiaausschluss. CL-Ausschluss. Wilde Liga, wilder Verband. Alles möglich. Nichts muss, alles kann aber.

Warum nehmen die Eisbären den Spieler nicht vor dem VF selber aus dem Team um ihn und das Eishockey vor solch einen Mist zu schützen??? Auch nicht ganz unschuldig und dummdreist, nur auf den DEB und die DEL zu zeigen. Die da, die haben gesagt FB darf. lesen kann mann bei den EBB doch auch den Wortlaut der NADA Vorschriften. Wenn nicht, Herr Lee, Flynn und alle anderen: Deutsch lernen oder übersetzen lassen.

Was sage ich als Vater meinem Sohn. Ach, wenn du die Regeln ignorierst oder wegen akutem Stresssyndrom nicht einhöälst, das ist schon ok. Sicher nicht.

Was sagen die Sportler aus Mannschaften, die nachträglich ihren WM Titel verloren haben wegen Verstosßes gegen die WADA Regeln. US Frauenstaffel 100m. Marion Jones war gedopt. Die anderen waren sauber, bzw. cleverer. Alle verlieren ihren Titel, da Jones nicht hätte starten dürfen. Verband Schuld, Athlet sowieseo da wirklich Doping, Verweigerung zählt wie Doping.

Was für einen Rattenschwanz an Mist da auf unseren Sport zukommen kann, das haben die Herren beim DEB nicht bedacht. Die der DEL denken ja eh nie nach. Die Eisbärenoffiziellen sind auch in Teilschuld.

Daher denke ich kann man die Sasison 2007/2008 ohne deutschen Meister abschliessen. Die CL wird halt nur der Vorrundenerste, also Nürnberg, mitmachen dürfen.

Doping muss verfolgt werden. Und wenn Verweigerung wie positiv zu behandeln ist, dann halt rückwirkend sperren, Mannschaftsergebnisse annulieren und hoffen, andere lernen aus der Dummheit eines 23jährigen Mannes. 23 ist kein Kinderalter. Da heben einige schon Familien zu ernähren. Auch wenn man nur Sportler ist, seinen Versand sollte man im Kopf, nicht im Sportgerät haben.

Für versehentliches Treffen mit dem Schläger ins Gesicht (Robinson), wenn man den Gegner nicht sieht wie er kommt, dafür ein Spiel Sperre, für absichtliches verweigern der Dopingprobe (Essen gehen mit seiner Uschi, ich fass es nicht) nur weil man bereits me´hrfach geprüft wurde, 5000 taler und 56 Stunden Nachwuchs trainieren???? Ich lach mich tot, wenn es nicht so traurig wäre.

Danke ihr Funktionäre. Vielen Dank.

Eiscroco
21.04.2008, 16:52
Die Folgeschäden für unseren Sport, welche die Offiziellen (DEB, DEL und Club) zu verantworten haben, sind weitaus grösser, als das Fehlverhalten des Sportlers!
Der verweigerte Test und die dann nachgeholte Probe, hätten umgehend, auch vor einem voliegenden Laborergebnis, öffentlich gemacht werden müssen!
Desweiteren hätte der Spieler sofort aus dem Spielbetrieb genommen werden müssen, bis zur Festlegung des Strafmaßes.

Jetzt haben wir nicht nur ein Thema "Busch" in den Medien, sondern eine Grundsatzdiskussion: Dopingbekämpfung im deutschen Profieishockey!

Nicht nur der Spieler gehört bestraft, sondern alle Verantwortlichen, die das Thema zu lange der Öffentlichkeit und der NADA vorenthalten haben!

briefkastenoma
21.04.2008, 17:40
der NADA war das ganze von anfang an bekannt.war ja ihr test der verweigert wurde. :roll:

@Rot-Gelb seit 75
Was sage ich als Vater meinem Sohn. Ach, wenn du die Regeln ignorierst oder wegen akutem Stresssyndrom nicht einhöälst, das ist schon ok. Sicher nicht.
was sag ich als vater eigentlich meinem sohn wenn der einen lutscher klaut,sich besinnt und ihn noch bevor er ihn lutscht zurückbringt ? sage ich dem sorry,die hand schlagen wir trotzdem ab. :roll:


das land der dichter und denker
das land der richter und henker...

Eiscroco
21.04.2008, 19:18
der NADA war das ganze von anfang an bekannt.war ja ihr test der verweigert wurde. :roll:

@Rot-Gelb seit 75

was sag ich als vater eigentlich meinem sohn wenn der einen lutscher klaut,sich besinnt und ihn noch bevor er ihn lutscht zurückbringt ? sage ich dem sorry,die hand schlagen wir trotzdem ab. :roll:


das land der dichter und denker
das land der richter und henker...


Ich frage mich gerade, was Du uns hiermit sagen möchtest??????

Das Beispiel wäre vielleicht vergleichbar, wenn jemand hier eine lebenslange Sperre für Busch gefordert hätte!

Dein Beitrag hat mich bei der Beurteilung des Falles keinen Zentimeter voran gebracht, da er vorwiegend polemisch gehalten ist.....

PS: Kehren wir doch einfach weiter jegliche Kritik an der Handhabung des Falles durch die Verantwortlichen unter den Tisch, unser Sport braucht positive Nachrichten .......

Übrigens würde ich, wenn ich der Meinung wäre wir wären ein Land der Richter und Henker, mich ernsthaft mit dem Thema Auswanderung befassen!

Rot-Gelb seit 75
22.04.2008, 11:09
der NADA war das ganze von anfang an bekannt.war ja ihr test der verweigert wurde. :roll:

@Rot-Gelb seit 75

was sag ich als vater eigentlich meinem sohn wenn der einen lutscher klaut,sich besinnt und ihn noch bevor er ihn lutscht zurückbringt ? sage ich dem sorry,die hand schlagen wir trotzdem ab. :roll:


das land der dichter und denker
das land der richter und henker...


Sorry, aber du disqualifizierst dich sehr deutlich für eine Diskusion im Bereich Doping. Das ist nicht mal 4. Klässlerniveau.

Sollte mein Sohn klauen, es zurückbringen, dann wird er angemessen bestraft, da er klauen wollte. Mein Sohn klaut allerdings nicht. Allerdings fragt er sehr genau nach was Doping und das drumherum angeht. Warum? Lies nach.


Er ist aber, für sein Alter Leistungssportler, 13 Jahre ist er, hat diverse Titel in der Leichtathletik gewonnen auf Kreisebene und ist im Talentkader des LVN in 4 Disziplinen. Leider habe ich auf Wettjämpfen sehen dürfen, wie bereits 12 jährige vor Sprints von ihren Eltern mit Nasenspray versorgt worden sind, damit die Nase freier ist und wohl eine bessere Atmung erfolgen kann. Es gibt keine Dopingkontrollen in diesem Alter. Ich verrabscheue aufs Tiefste alles was mit diesem Thema zu tun hat, dazu auch Vorbilder für junge Sportler die Proben verweigern und erst Recht Verbände die was unter den Tisch kehren möchten. Durch die dauernde Dopingdiskusionen in seiner Sportart ist mein Sohn nun soweit und möchte aufhören, da er sagt, er können mit den aufgepumpten später eh nie mithalten und sieht da nicht viel Sinn drin, weiter ca. 10 Stunden in der Woche zu trainieren. Wird er gefragt, welchen Sport er betreibt, habe ich schon häufiger gehört, wie anschliessend gescherzt wurde, ab wann er denn mit Doping anfangen würde. :twisted: Schlechter Scherz bei sportbefgeisterten Kindern und Jugendlichen.

Nun wechselt er zum Handball.

Evtl. bin ich dir zu extrem in meinen Dopingansichten, allerdings habe ich ca. 40 Jahre aktiv Sport, Fussball, Kampfsport, Tennis und Squash betrieben und habe als einziges Doping das Bier danach gehabt. Als ich Bier trinken durfte.

Seit Jahren engagiere ich mich eherenamtlich im Sportverein im Jugendausschuss. Wie soll ich da gutheissen, wenn einer die Probe verweigert, der Vorbild sein könnte/sollte.

Ich bestreite ja auch nicht den Titelgewinn der Berliner auf spielerischem Weg. Sie haben HH, D und K geschlagen ohne gedopte Spieler. Darum gehts gar nicht mehr. Es geht um die Art und Weise wie hier was vertuscht werden sollte, wie es nun bei UNSEREM Sport zu einem neuerlichen Imageverlust kommt in der Presse und im TV und in der nicht so verrückten, aber (sagen wir Eventieszene) interessierten Öffentlichkeit kommt.

Was für eine Aussage von Peter Lee musste ich gestern lesen.

Florian Busch hat dem Verein und dem Eishockeysport geschadet und wird nun auch vereinsintern mit einer Strafe rechnen müssen. So ähnlich war es in einer Zeitung zu lesen.

Sollte das stimmen, dann ist das die Krone der Heuchelei. Erst einsetzen und gewinnen, obwohl man es wusste, dann Titel feiern und abstrafen, nur um Aktionismus vorzugaukeln?

Wo leben wir denn mittlerweile in der Sportwelt, wenn so von Managern, Verbandfunktionären und anderen Offiziellen gehandelt wird.

Die ärmste Sau für mich ist doch mittlerweile der Florian Busch. Danach die Fans der EBB, die sicher gerne eine verdiente Meisterschaft ohne Beigeschmack hätten feiern sollen.

Täter, wenn man es so nennen will, sind die vorgenannten. Die haben in meinen Augen, dem Eishockey einen "Bären"dienst erwiesen.

Lima
22.04.2008, 11:32
Das Stimmt ich kann es gut nachvollziehen das du diese Einstelllung hast und ich habe sie auch ich betreibe zwar ein sport wo doping nicht so viel bringt das einzige doping könnte man die ganzen energiy drinks und den traubenzucker den wir uns manchmal vor punktspielen reinhauen um konzentriert zu bleiben alleridngs ist doping eine sache die garnicht geht denn daran sieht man doch das es nur um das geld geht und nicht um den sport denn fairen sport mit doping kann es nicht geben

Rot-Gelb seit 75
22.04.2008, 13:03
http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=36086

Das es größere Folgen haben kann, wenn Funktionäre meinen sie können alle für dumm verkaufen, das sieht man ja nun.

Schön aber unwahrscheinlich wäre, einen Link in Kürze zu finden, wo man die Namen der Personen lesen kann, die von ihren Ämtern zurück getreten sind.

Wahrscheinlich würden die dann eh nur untereinander die Posten tauschen und sagen. Seht ihr, wir sind zurückgetreten und sind dazu gestanden, das wir Mist gebaut haben. Reindel in die DEL, Tripke zum DEB usw. usw. usw.

briefkastenoma
22.04.2008, 15:14
@rot gelb
Sorry, aber du disqualifizierst dich sehr deutlich für eine Diskusion im Bereich Doping. Das ist nicht mal 4. Klässlerniveau.
natürlich,anderes hätte ich jetzt auch nicht erwartet.
diese argumentation ist genauso dumm oder intelligent wie dieses ewige "was soll ich meinem kind sagen".
ich darf natürlich davon ausgehen das du bei den wettkämpfen bei denen dir derartiges auffiel eingeschritten bist.soetwas befürworte ich auch ausdrücklich.
genauso würde ich schon in jungem alter aufklärung und arbeit der Dopingagentur und all der anderen dopingbeauftragten befürworten.auch auf niedriger ebene denn auch dort besteht ja dieses problem offensichtlich.beführwortet hätte ich die gründliche behandlung der "missed test" problematik gerade im letzten jahr.beführwortet hätte ich das konsequente aufarbeiten der problematik im radsport.in beiden fällen hatte die NADA ja so ihre "problemche",beführwortet hätte ich da ein konsequentes handeln innerhalb der NADA.wie lange wurden denn sportler gesperrt die gegen die auflagen zu erreichbarkeit verstossen haben ? du siehst,scheinheiligkeit und aktionismus kann ich auch woanders finden.
ich will Busch gar nicht für das verteidigen was er tat.ich will es gar nicht beschönigen.nur sollte es in meinen augen auch bei einem solch ernsten thema wie doping schon eine abstufung von vergehen und einzelfallprüfungen geben.man sollte schon mal überlegen ob man an einem jungen mann der zweifellos einen sehr grossen fehler begangen hat hier einfach so,ein exempel statuiert.bestrafung ja,auch über das lächerliche mass des DEB hinaus.vollkommen in ordung aber das praktische gleichsetzen mit erwiesenen dopingsündern ???
schlimm wenn man einem kind nicht erklären will oder kann das es ausser gut und böse noch andere dinge gibt,das menschen fehler machen.schlimm wenn ein kind dann lernen darf das man lieber um des lieben prinzips verurteilt.

nix für ungut,soweit was die vorsätzliche EINNAHME leistungssteigernder mittel angeht,sind wir gar nicht.ich sehe nur diesen strafenkatalog der NADA in seiner jetzigen existenz als problematisch an.

@eiscroco,
tut mir leid wenn dir das zu überspitzt formuliert ist aber bei den übertreibungen,forderungen und unsachlichen darstellungen in deutschen foren und zeitungen ist genau dieser überspitzte eindruck entstanden.

Lima
22.04.2008, 15:44
Allerdings muss man sich überlegen wann man denn nun endlich ein exempel statuiert irgendwann muss man das machen denn dies bei einem bekannten dopingsünder zu machen, das bringt nichts denn da sieht man ok beim letzten mal hat der auch ne extra-wurst bekommen denn dann sagen sich alle joa einmal geht immer!!!

briefkastenoma
22.04.2008, 15:46
ich verstehe durchaus die problematik.

Nichtraucher
22.04.2008, 18:11
Der Fall ist doch nur so brisant geworden, weil der DEB das unter den Tisch kehren wollte und die NADA/WADA Regularien anscheinend für sich aufweichen möchte.

Was kann nun passieren??

Aberkennung des Titels. Wer bekommt den??
Die Haie ? Warum. Nur weil die kein VF oder HF gg die EBB hatten?

Wer will denn überhaupt Titel am grünen Tisch haben??? Keiner auf so einem Weg.

Was ist mit Folgestrafen gegen den Verband durch die WADA ininziiert? Olympiaausschluss. CL-Ausschluss. Wilde Liga, wilder Verband. Alles möglich. Nichts muss, alles kann aber.



Da ist aber jemand wild am spekulieren.
Von deiner Aufzählung ist nichts möglich, nichts muss und nichts könnte.....

Wieso sollte denn der Titel aberkannt werden? Weil Busch das entscheidende Tor geschossen oder überhaupt an der Finalserie mitgewirkt hat.

Ist es denn nicht so, dass der DEB die Vereinbarung mit der NADA geschlossen hat? Und ist die "Deutsche Eishockeymeisterschaft" nicht eine Veranstaltung der DEL? Kann es sein, dass die DEL eine entsprechende Vereinbarung mit der NADA eben nicht abgeschlossen hat und insofern nicht an den Kodex der NADA gebunden ist?

Würde der DEB Busch sperren, so könnte er trotzdem seinen Beruf weiter ausüben, denn die DEL wäre an diese Sperre nicht gebunden. Allenfalls könnte dann Busch nicht mehr im Nationalteam spielen. Übrigens hat meines Wissens auch die NHL keinerlei vergleichbare Vereinbarungen mit den dortigen nationalen Dopingwächtern abgeschlossen werden.

Genau wird momentan ein Papiertiger durchs Dorf gejagt, denn die DEL ist nicht betroffen; da ist es auch unerheblich das man dort geäußert hatte, die Strafe des DEB 1:1 zu übernehmen. Aber das kennen wir doch von der DEL: Was interessiert das Geschwätz von gestern? Selbst wenn man die Strafe des DEB seitens der DEL übernimmt, kann niemand gegen eine Begnadigung von Busch etwas machen. In der DEL wäre er dann ab sofort wieder spielberechtigt.

Mit Sicherheit wird es keine Entscheidungen über die Meisterschaft am Grünen Tisch geben. Die gesamte Playoffserie müsste dann annuliert werden; eine tatsächliche Unmöglichkeit und nichts weiter als tumpe Theorie. Das wäre der Tod des Eishockeys in Deutschland.

Was dem DEB drohen kann ist der Wegfall der Förderungsmittel aus dem Bundeshaushalt. Zurzeit rd. 700.000 EUR. Da würde man sicher das Gesicht schon ein wenig schmerzhaft verziehen......

Was aber dringend im Interesse des deutschen Eishockeys geboten wäre ist die lückenlose Darstellung des Vorgefallenen. Da sollten DEB, DEL und auch die Eisbären endlich mal die Hosen runterlassen - aber bitte ganz runter!

briefkastenoma
22.04.2008, 20:50
Spiegel online:

Sollte sich der Cas am Welt-Anti-Doping-Code orientieren, sieht Nada-Sprecherin Spitz "keine andere Lösung", als dass Busch für mindestens ein Jahr gesperrt wird. Was dies für die abgelaufene Finalserie bedeutet, ob die unterlegenen Kölner das Ergebnis des Endspiels anfechten könnten, vermag sie nicht zu sagen. Rechtsprofessor Adolphsen sieht hingegen keine Gefahr für den Berliner Meistertitel: "Eine Sperre gilt erst ab Urteilsspruch." Und mit dem könne erst in ein paar Monaten gerechnet werden.

Boris the Spider
23.04.2008, 10:58
Prof. W. Franke - Klares Dopingvergehen (http://www.sport1.de/de/sport/artikel_2228462.html)

Rot-Gelb seit 75
23.04.2008, 11:01
Da ist aber jemand wild am spekulieren.
Von deiner Aufzählung ist nichts möglich, nichts muss und nichts könnte.....

Wieso sollte denn der Titel aberkannt werden? Weil Busch das entscheidende Tor geschossen oder überhaupt an der Finalserie mitgewirkt hat.

Ist es denn nicht so, dass der DEB die Vereinbarung mit der NADA geschlossen hat? Und ist die "Deutsche Eishockeymeisterschaft" nicht eine Veranstaltung der DEL? Kann es sein, dass die DEL eine entsprechende Vereinbarung mit der NADA eben nicht abgeschlossen hat und insofern nicht an den Kodex der NADA gebunden ist?

Würde der DEB Busch sperren, so könnte er trotzdem seinen Beruf weiter ausüben, denn die DEL wäre an diese Sperre nicht gebunden. Allenfalls könnte dann Busch nicht mehr im Nationalteam spielen. Übrigens hat meines Wissens auch die NHL keinerlei vergleichbare Vereinbarungen mit den dortigen nationalen Dopingwächtern abgeschlossen werden.

Genau wird momentan ein Papiertiger durchs Dorf gejagt, denn die DEL ist nicht betroffen; da ist es auch unerheblich das man dort geäußert hatte, die Strafe des DEB 1:1 zu übernehmen. Aber das kennen wir doch von der DEL: Was interessiert das Geschwätz von gestern? Selbst wenn man die Strafe des DEB seitens der DEL übernimmt, kann niemand gegen eine Begnadigung von Busch etwas machen. In der DEL wäre er dann ab sofort wieder spielberechtigt.

Mit Sicherheit wird es keine Entscheidungen über die Meisterschaft am Grünen Tisch geben. Die gesamte Playoffserie müsste dann annuliert werden; eine tatsächliche Unmöglichkeit und nichts weiter als tumpe Theorie. Das wäre der Tod des Eishockeys in Deutschland.

Was dem DEB drohen kann ist der Wegfall der Förderungsmittel aus dem Bundeshaushalt. Zurzeit rd. 700.000 EUR. Da würde man sicher das Gesicht schon ein wenig schmerzhaft verziehen......

Was aber dringend im Interesse des deutschen Eishockeys geboten wäre ist die lückenlose Darstellung des Vorgefallenen. Da sollten DEB, DEL und auch die Eisbären endlich mal die Hosen runterlassen - aber bitte ganz runter!

Die kürzeste aller Antworten auf einen Teil deiner Anmerkungen: Er hätte nicht spielen dürfen. So einfach kann es manchmal sein. Ein Verweigerer ist als Täter zu behandeln. Dafür gibt es Statuten, Vorschriften usw. Ein Profisportler weiss das er sich danach zu richten hat. Ansonsten soll er nicht als Profisportler sein Geld verdienen. Jeder hat in seinem Beruf Richtlinie einzuhalten. Daher eweiterhin für mich, halt nicht für dich: Kein Meister 2007/2008.

Und ob das dem deutschen Eishockey noch mehr schadet?? Was will man denn noch zertreten. Man hat einen Dopingfall. Wie auch immer. Man hat einen"Doping"sünder an entscheidenen Spielen teilnehmen lassen. Man hat 2 Insolvenzverfahren innerhalb weniger tage in der 2. Liga. Man hat keinen Abstieg. Man läßt zu, das ein Unternehmen mehrere teams in der gleichen Liga haben darf. (Finde ich falsch. hat nichts persönlich mit HH oder B zu tun. Einfach vom Grundsatz her). Man hat einen Bundstrainer, der wegen Dopingvergehen international, ausser NHL natürlich, gesperrt war. Man hat Funktionäre die nicht in der Lage zu sein scheinen ehrlich und geradeaus zu sein. Wahrscheinlich nicht mal in der lage einen Kiosk zu führen. Gut, dazu muss man hart arbeiten und kann nicht auf Verbandskosten durch die Welt reisen. Man hat eine ellenlange Vorrunde mit Spielen, die immer weniger Leute anlocken. Stadien werden nur noch mit Freikarten und Sonderaktionen halbwegs gefüllt. Ausser ab dem Halbfinale anscheinend oder da, wo im Umkreis von vielen Kilometern nichts als nichts ist. Usw. usw. usw. Sollen wir noch einen Meister haben bei dem ein Spieler wissentlich eingesetzt wurde, der eine Dopingprobe, warum auch immer, verweigert hat?? Ich kann drauf verzichten. Wie ich bei solchem Gebaren bald ganz auf diesen Sport verzichten kann/werde.

Rot-Gelb seit 75
23.04.2008, 11:27
@rot gelb

natürlich,anderes hätte ich jetzt auch nicht erwartet.
diese argumentation ist genauso dumm oder intelligent wie dieses ewige "was soll ich meinem kind sagen".
ich darf natürlich davon ausgehen das du bei den wettkämpfen bei denen dir derartiges auffiel eingeschritten bist.soetwas befürworte ich auch ausdrücklich.
genauso würde ich schon in jungem alter aufklärung und arbeit der Dopingagentur und all der anderen dopingbeauftragten befürworten.auch auf niedriger ebene denn auch dort besteht ja dieses problem offensichtlich.beführwortet hätte ich die gründliche behandlung der "missed test" problematik gerade im letzten jahr.beführwortet hätte ich das konsequente aufarbeiten der problematik im radsport.in beiden fällen hatte die NADA ja so ihre "problemche",beführwortet hätte ich da ein konsequentes handeln innerhalb der NADA.wie lange wurden denn sportler gesperrt die gegen die auflagen zu erreichbarkeit verstossen haben ? du siehst,scheinheiligkeit und aktionismus kann ich auch woanders finden.
ich will Busch gar nicht für das verteidigen was er tat.ich will es gar nicht beschönigen.nur sollte es in meinen augen auch bei einem solch ernsten thema wie doping schon eine abstufung von vergehen und einzelfallprüfungen geben.man sollte schon mal überlegen ob man an einem jungen mann der zweifellos einen sehr grossen fehler begangen hat hier einfach so,ein exempel statuiert.bestrafung ja,auch über das lächerliche mass des DEB hinaus.vollkommen in ordung aber das praktische gleichsetzen mit erwiesenen dopingsündern ???
schlimm wenn man einem kind nicht erklären will oder kann das es ausser gut und böse noch andere dinge gibt,das menschen fehler machen.schlimm wenn ein kind dann lernen darf das man lieber um des lieben prinzips verurteilt.

nix für ungut,soweit was die vorsätzliche EINNAHME leistungssteigernder mittel angeht,sind wir gar nicht.ich sehe nur diesen strafenkatalog der NADA in seiner jetzigen existenz als problematisch an.

@eiscroco,
tut mir leid wenn dir das zu überspitzt formuliert ist aber bei den übertreibungen,forderungen und unsachlichen darstellungen in deutschen foren und zeitungen ist genau dieser überspitzte eindruck entstanden.

Einschreiten braucht man nicht, da es nicht verboten ist in dem Alter, es greift dort nicht. Ab Jugend oder Westdeutsche darf man das nicht mehr, da Kontrollen statt finden. Ob man es für gut hält, das ist was anderes. Reagiert habe ich und die Antworten kannst du dir sicher vorstellen. Alles Tripckes oder schwer erkältete Kinder auf einmal. :wink:

Die Regeln und Vorschriften im Fall Busch sind doch für alle da. Sie sind/sollten den Profis geläufig sein. Sie sind allgemein gültig. Warum ist es denn nun aufeinmal so fragwürdig, wenn gesagt wird, ein Verweigerer ist wie ein positiver zu bewerten. Es war doch bekannt. kam dies denn nun so überraschend, das man diese Regeln hat? Regeln sind dafür da um sie einzuhalten. Wo ist da das Problem? Werden die Regeln geändert und anerkannt, so sind diese dann einzuhalten. Was soll dieses Weichspülen denn eigentlich? Er war ja später negativ getestet. Von wem? Vom DEB, nicht der NADA. Hat er gegen die Dopingbestimmungen verstoßen oder nicht? Ja. Wussten Verein, Verband und Ligenleitung davon? Ja. Was sagen die Richtlinien. Ab dem Tag zu sperren. Nicht, das man nach der Meisterschaft eine Pseudostrafe ausspricht.

Ich ärgere mich ja am meisten über den DEB, DEL und die Eisbären, die vorsätzlich einen Spieler haben spielen lassen, der nicht eingesetzt hätte werden dürfen. Ohne dieses wäre der "Fall" Busch eine kleine Randnotiz gewesen und man hätte eher lesen können. Gut genug für Deutschland, zu dumm zum rechtzeitigen pinkeln. Oder sowas in der Richtung.

Betrifft nicht alles dich, sondern auch die, die das als Bagatelle abtun wollen.

briefkastenoma
23.04.2008, 20:32
Einschreiten braucht man nicht, da es nicht verboten ist in dem Alter, es greift dort nicht. Ab Jugend oder Westdeutsche darf man das nicht mehr, da Kontrollen statt finden.
ist doch irgendwie irre oder ??? :roll:
ansonsten ist dieses thema für mich erst mal erschöpft,alle standpunkte ausgetauscht,alle meinungen dargelegt.von daher warte ich jetzt mal das weitere vorgehen von WADA und evtl. CAS und das ergebniss ab.

Rot-Gelb seit 75
24.04.2008, 10:25
ist doch irgendwie irre oder ??? :roll:


Stimmt. :!:

briefkastenoma
24.04.2008, 21:45
ach ja,eines noch da ich dem nichtraucher keine PN schicken kann:

@Nichtraucher

Würde der DEB Busch sperren, so könnte er trotzdem seinen Beruf weiter ausüben, denn die DEL wäre an diese Sperre nicht gebunden.
das stimmt meines wissens so nicht ganz da die DEL wohl über den kooperationsvertrag an sperren vom DEB gebunden ist oder diese zumindest anerkennt.in der art äusserte sich auch Tripcke kürzlich.
eine sperre die vom DEB anerkannt würde hätte wohl auch auswirkungen auf die DEL.anders wäre der argumentation des DEB im fall Busch in sachen "berufsverbot" auch kaum zu folgen.

Rot-Gelb seit 75
25.04.2008, 10:43
Was so passieren kann. Man beachte den Zeitraum dazwischen:


..Die deutsche Männer-Mannschaft darf sich nachträglich als Leichtathletik-Europacup-Sieger 2007 feiern lassen. Der französische Hammerwerfer Nicolas Figere wurde bei der Veranstaltung in München am 23. Juni bei einer Dopingkontrolle positiv getestet und disqualifiziert.

quelle

FTD und dpa 24.04.08

briefkastenoma
25.04.2008, 14:06
demnächst nehmen wir dann noch beispiele vom synchronschwimmen.:roll:
obwohl,da werden dann nicht nur einzelergebnisse zusammengezählt,von daher...
Rot Gelber,ihr bekommt keine neunte meisterschaft.:wink:

eishockeygucker
25.04.2008, 19:01
demnächst nehmen wir dann noch beispiele vom synchronschwimmen.:roll:

Da scheint es aber zumindest um den Sport zu gehen und nicht nur um das Geschäft.

Übrigens: Nur weil eure Geschäftsführung schlechte Gewinner sind müssen nicht alle anderen schlechte Verlierer sein. Dass ihr den Titel gerne behalten könnt, hast du sicher mehrfach überlesen.

briefkastenoma
25.04.2008, 20:34
hatte ich deinen usernamen irgendwo erwähnt ?

eishockeygucker
26.04.2008, 12:16
hatte ich deinen usernamen irgendwo erwähnt ?

Oh, Entschuldigung. Ich wusste nicht, dass hier nur jemand schreiben darf, der von dir eingeladen wurde.

briefkastenoma
26.04.2008, 16:43
das ist doch blödsinn.nur wäre es angebracht wenn man keine ahnung hat warum ein kommentar so fällt,dazu einfach mal die klappe zu halten.der kommentar mit dem titel war ja nun eindeutig an den rot-gelben adressiert.also müssen wir das mit dem wer hier was überliest wohl nicht weiter diskutieren.
du darfst also weiter von schlechten gewinnern und synchronschwimmern als spitze des "ehrlichen" sports schreiben.

briefkastenoma
27.04.2008, 16:46
beim DEB geht man nicht davon aus das das Internationale Sportgericht CAS im fall Busch noch eingeschaltet wird:

...Eine Sperre, wie sie die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) fordert, erwartet der Rechtsanwalt vor dem WM-Auftakt am kommenden Samstag gegen Finnland nicht: „Wir glauben nicht, dass noch etwas kommt.“

Harnos geht davon aus, dass nach der klaren Aussage des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) gegenüber der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zugunsten des DEB der Internationale Sportgerichtshof (CAS) nicht mehr eingeschaltet wird. Der DEB hatte lediglich eine Verwarnung ausgesprochen sowie Busch zu einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Weil der 23-Jährige bereits wenige Minuten nach der Verweigerung seinen Fehler eingesehen und die NADA angerufen habe und zudem der spätere Test negativ war, hält es Harnos für bewiesen, dass Busch nicht gedopt war und auch nichts verschleiern wollte. „Der Automatismus, einen verweigerten als positiven Test zu werten, ist juristisch nicht haltbar, wenn der Gegenbeweis erbracht ist“, sagte Harnos.

Focus (http://www.focus.de/sport/wintersport/eishockey-wm-krupp-nimmt-florian-busch-mit-zur-wm-nach-kanda_aid_297648.html)

zudem wird der DEB nach einer meldung bei sport 1 (http://www.sport1.de/de/apps/news/news-meldung/news_2231405.html) wohl eine klage gegen Prof.Dr. Franke anstrengen.

Simsaa...
29.04.2008, 19:35
DEB beschließt rechtliche Schritt gegen Franke (http://de.eurosport.yahoo.com/29042008/30/deb-beschliesst-rechtliche-schritt-franke.html)

[...] Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hatte das Urteil abgelehnt und die Welt-Anti-Doping- Agentur (WADA) informiert. Die WADA schaltete wiederum den Eishockey-Weltverband (IIHF) ein. «Die IIHF hat der Welt-Anti-Doping-Agentur nach Durchsicht aller Akten über den Vorfall mitgeteilt, dass sie die Entscheidung und damit auch das Strafmaß des DEB im Fall Busch zu 100 Prozent unterstützt»,[...]

Anaheim_Ducks90
29.04.2008, 20:01
DEB beschließt rechtliche Schritt gegen Franke (http://de.eurosport.yahoo.com/29042008/30/deb-beschliesst-rechtliche-schritt-franke.html)

Die scheinen ja alle Schiss (entschuldigung wegen des Audrucks) vor Franke zu haben. Bei den Radpsortlern war es ja ähnlich. Alle wollten sie immer gegen ihn vorgehen, weil er ein bisschen was ausgesprochen hat, was halt der Wahrheit entspricht. Allerdings ist Busch ja kein Dopingsünder, weshalb man auch das wieder differenziert sehen muss.

briefkastenoma
30.04.2008, 14:49
vermutlich geht es um die korruptionsvorwürfe die Franke geäussert hat und nicht um das thema doping an sich.das ist nun aber tatsächlich rein spekulativ.
der professor aus Heidelberg hat ja schon diverse verfahren am hals gehabt weil er den ihm dargebotenen mikrophonen nicht wiederstehen konnte.es gab da auch schon urteile gegen ihn.

Sinister
30.04.2008, 20:09
naja wenn die wada sich jetzt nach der iihf richtet bleibt das ganze wohl so wie es jetzt ist.
emfinde die strafe allerdings immer noch als schlechten witz.
für mich nimmt das hockey dadurch zu viel schaden. und verliert auch bei mir an glaubwürdigkeit.

mcbaer
30.04.2008, 20:28
Also wenn man sich den NADA-Bericht 2006 ansieht, kann man m.E. schon feststellen, dass das Spektrum der durch die Verbände ausgesprochenen Strafen doch weiter reicht, als es der reine Wortlaut des Codex zunächst herzugeben scheint. Womöglich gibt es ja doch mehr als nur Schwarz oder Weiß?
Wenn sich die WADA nicht rührt (also keinen Handlungsbedarf sieht) oder gar dem Urteilsspruch von DEB und dessen Bestätigung durch die IIHF folgt, könnten dann auch langsam die Fackeln gelöscht und die Mistgabeln wieder im Stall verstaut werden. Schau mer mal, dann seh mers schon!

Eiscroco
03.05.2008, 14:13
Grünes Licht für Florian Busch, WADA stimmt zu (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4141)

Damit hätten wir dieses Thema auch abgearbeitet........Ich finde es gut, dass der DEB erst jetzt Busch offiziel gemeldet hat!

Wastl
03.05.2008, 14:38
Das mit dem anmelden ist so ne Sache. Bis vorgestern war noch gar kein Spieler gemeldet, und auch danach war es nur die minimal nötige Anzahl an Spielern die gemeldet wurden. Der komplette Kader wird erst zum ersten Spiel angemeldet.

Ist also nicht so, als ob man Busch ansonsten früher angemeldet hätte :wink:

briefkastenoma
05.05.2008, 17:48
NADA kündigt wegen Fall Busch Vertrag mit DEB
Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) ist nicht mehr für die Trainingskontrollen im deutschen Eishockey zuständig. Sie reagiert damit auf das Nicht-Sperren von Florian Busch.


Die Doping-Affäre um Florian Busch schlägt immer höhere Wellen: Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) hat auf den Fall des deutschen Nationalspielers Florian Busch reagiert und ihre Konsequenzen gezogen. Wie der NADA-Vorstand bei einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main bekanntgab, wird der Vertrag mit dem Deutschen Eishockey Bund (DEB) über die Trainingskontrollen gekündigt .

'Entweder hat der DEB die sportpolitische Brisanz dieses Falls nicht erkannt oder er glaubt, die Angelegenheit aussitzen zu können. Die logische Konsequenz daraus ist die Kündigung des Vertrages über die Trainingskontrollvereinbarung mit dem DEB', begründete der NADA-Vorstandsvorsitzende Armin Baumert, der am vergangenen Freitag auf Initiatvie von DOSB-Generaldirektor Michael Vesper noch zu einem erfolglosen Vermittlungsversuch mit dem DEB nach Köln gekommen war.

'Ich habe dort den Vorschlag gemacht, den Vorgang von einem unabhängigen Schiedsgericht bewerten zu lassen', sagte Vesper am Montag. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass das letzte Wort in dem Fall noch nicht gesprochen ist.

Der derzeit an der WM in Kanada teilnehmende Busch hatte am 6. März eine unangemeldete Dopingkontrolle zunächst verweigert und fünf Stunden später nachgeholt. Die vom DEB initiierte Probe war negativ. Der DEB hatte daraufhin eine öffentliche Verwarnung ausgesprochen und eine Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro sowie 56 Stunden gemeinnützige Arbeit verhängt. Die NADA wertet dagegen den verweigerten Test gemäß ihres Codes als positiven Test und verlangt eine Sperre.


'Durch das Vorgehen des DEB fühlen wir uns unserer Geschäftsgrundlage beraubt', sagte NADA-Geschäftsführer Christoph Niessen und warf dem DEB weitere schwere Versäumnisse vor. 'Wir mussten mit Erstaunen feststellen, dass bei der WM neun Spieler im Kader stehen, die uns gar nicht gemeldet sind. Die sind gar nicht im Testpool drin. Das ist eine schwerwiegende Verletzung der vertraglichen Vereinbarung', erklärte Niessen: 'Die Konsequenz der Kündigung ist, dass es keine Kontrollen mehr gibt. Über sportpolitische Konsequenzen will ich nicht spekulieren.'

NADA fordert weiterhin eine Sperre für Busch

Auch der NADA-Kuratoriumsvorsitzende Hans Michael Hölz sparte nicht mir Kritik am DEB. 'Die Aufgabenstellung der NADA wird konterkariert. Wenn wir es dabei bewenden lassen würden, wäre das ein Schlag ins Gesicht der Sportlerinnen und Sportler, die sich gerade auf ihrem Weg Richtung Olympia in Peking gemacht haben und Kontrollen über sich ergehen lassen', meinte Hölz.


Die NADA betonte zudem, dass die Organisation weiter auf einer Sperre für Busch beharrt. 'Der DEB beruft sich auf die Regelung des 'Missed Test'. Das war aber kein 'Missed Test'. Es war ein Vorgang, bei dem eine Regelsperre von zwei Jahren vorgesehen ist', betonte NADA-Chefjuristin Anja Berninger: 'Eine Verzögerung von fünf Stunden bei einer Kontrolle öffnet der Manipulation Tür und Tor. Jeder clevere Athlet, der eine verbotene Substanz zu sich genommen hat, würde doch künftig eine Kontrolle verweigern, um einer Sperre zu entgehen.'


Während die NADA klar Stellung bezieht, bleibt die Rolle der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) unklar. Die NADA behauptet, dass die WADA ihrer Ansicht zugestimmt habe und einen Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS prüfe. Dagegen ließ der Eishockey-Weltverband IHF verlauten, dass die WADA diesen Schritt nicht in Erwägung ziehen würde. (bto)

sid/sat1 sport (http://www.sat1.de/sport/eishockey/del/news/2008/05/05/sid_201734/)

Sinister
05.05.2008, 19:51
das ist ja mal richtig gute presse für das deutsche eishockey :((

und passend dazu ein zitat von sport1.de

"Für den DEB könnte die Vertragsauflösung weitreichende Konsequenzen haben. Denn ohne überwachte Doping-Kontrollen steht die Olympia-Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft bei den Winterspielen in Vancouver 2010 in Frage."

http://www.sport1.de/de/sport/artikel_2239635.html

Funnysundancer
05.05.2008, 21:00
das ist ja mal richtig gute presse für das deutsche eishockey :((

und passend dazu ein zitat von sport1.de

"Für den DEB könnte die Vertragsauflösung weitreichende Konsequenzen haben. Denn ohne überwachte Doping-Kontrollen steht die Olympia-Teilnahme der deutschen Nationalmannschaft bei den Winterspielen in Vancouver 2010 in Frage."

http://www.sport1.de/de/sport/artikel_2239635.html

Ja, ja ist schon traurig, aber selbst schuld. Sie hätten Busch einfach sperren müssen.:twisted:

briefkastenoma
06.05.2008, 17:31
WADA fordert Suspendierung von Busch
Die Welt-Anti-Doping-Agentur hat den Eishockey-Weltverband IIHF aufgefordert, das Doping-Verfahren gegen den deutschen Nationalstürmer Florian Busch neu zu eröffnen und ihn vorläufig von allen Wettbewerben zu suspendieren. Dies teilte die WADA mit. Offen ist, ob der Stürmer der Eisbären Berlin bereits von weiteren Spielen der Weltmeisterschaft in Halifax/Kanada ausgeschlossen werden kann. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hatte nach der milden Ahndung des verweigerten Doping-Tests von Busch durch den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) die WADA informiert. Nach den Regeln des WADA-Codes hätte er gesperrt werden müssen. Der DEB hatte nur eine öffentliche Verwarnung und eine Geldstrafe verhängt.

sportal (http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_eishockey/2008/05/06/9490900000.html)

Sinister
06.05.2008, 18:05
passend dazu dieser artikel auft sport 1.de

"WADA fordert Sperre für Busch
Am Dienstag reagierte dann auch die Welt-Anti-Doping-Behörde.
Die WADA hat den Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) aufgefordert, den deutschen Nationalspieler Florian Busch bei der WM in Kanada zu sperren und eine Untersuchung wegen eines möglichen Dopingvergehens einzuleiten.
Das gab die WADA-Zentrale in Montreal am Dienstag bekannt.
Seit dem milden Urteil des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) gegen den Berliner, der eine Dopingkontrolle zunächst verweigert hatte, habe die WADA vergeblich Auskunft über die DEB-Statuten verlangt, um über ihr Widerspruchsrecht zu befinden."

http://www.sport1.de/de/sport/artikel_2240318.html

die beim deb haben wohl echt gedacht, dass man sowas aussitzen kann.
man damit geht das ganze ansehen unseres sports, hier in deutschland, den bach runter. so wird das nix mit eishockey im free tv. ein glück macht das dsf noch mit.
danke deb.

Anaheim_Ducks90
06.05.2008, 22:38
http://www.eishockeynews.de/nachrich...hricht_id=4183

Tja, die slowaken sollen wohl Protest eingelegt haben. Schlechte verlierer! Der DEB muss aber wohl nicht um Punktabzug bangen wenn man der IIHF glauben schenken darf... Wäre auch schwachsinn, denn die haben Busch die Spielgenehmigung erteilt.

Darren Dreger von tsn.ca hat sich unterdessen über den DEB lustig gemacht wegen der Story. Aber in USA/Kanada wird natürlich nie gedopt... was nicht heißen soll ich das ich Buschs aktion gutheiße.

Eisfee
07.05.2008, 07:40
Kann mir mal jemand bitte auf die Sprünge helfen?

Auf der vorherigen Seite steht, dass die WADA Busch grünes Licht gibt und nun fordern sie eine Suspendierung. Widersprechen die sich nun nicht selbst? Irgendwie habe ich das jetzt nicht verstanden :eusa_thin

Nichtraucher
07.05.2008, 08:15
Dummheit muss bestraft werden!
Und der DEB hätte es sich ganz allein selbst zuzuschreiben, wenn die Wertung des Spiels gegen die Slowakei korrigiert werden würde.

Jedermann wusste doch das der "Fall Busch" noch nicht ausgestanden war; trotzdem wurde der Spieler mit zur WM nach Kanada genommen und dort auch eingesetzt.
Es drängt sich geradezu die Frage auf, warum man Busch nicht zuhause gelassen hat. Es muss doch wie eine gewollte Provokation wirken, Busch bei diesem Turnier einzusetzen.

Zudem geht es schon lange nicht mehr um das Verhalten des Florian Busch am 6. März 2008. Es geht jetzt um nichts anderes als um eine Kraftprobe zwischen der NADA/WADA auf der einen Seite und dem DEB auf der anderen Seite; ein DEB übrigens, der nur sehr halbherzig vom Internationalen Hockeyverband unterstützt wird. Und es scheint klar, dass der DEB - mal wieder - den Kürzeren ziehen wird. Es sei in diesem Fall einfach mal an die Entscheidung in Sache Sikora in den Achtzigern erinnert. Damals spielt die deutsche Mannschaft eine hammergeile WM, aber dann wurden die Siege gegen Kanada und Finnland aberkannt, weil Sikora bereits für ein anderes Land (Polen?) als Juniorenspieler bei einem anderen Turnier eingesetzt worden war. Auch damals hatte sich vom DEB offensichtlich niemand um die Rechtslage gekümmert und den Protesten der Kanadier und Finnen wurde stattgegeben. So ist jetzt wenigstens meine Erinnerung.

Der DEB hätte gut daran getan Busch zuhause zu lassen. Dann hätte man sich in der Sommerpause mit der NADA und der WADA einigen können. Nun aber, wo Busch quasi unter deren Augen seine Kringel dreht, wird man seitens der Dopingkontrollorganisationen einen harten Kurs fahren - ansonsten drohte ein Gesichtsverlust; ein Gesichtsverlust der durch ein rationales Handeln des DEB übrigens hätte vermieden werden können.

Vielleicht wäre der DEB gut beraten, zukünftig in einigen Angelegenheit einfach mal die Juristen machen zu lassen und nicht solche Rechtslaien wie Reindl und Konsorten an die Front zu lassen.

Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass das Strafmaß gegen Busch etwas zu milde ist, aber statt einer einjährigen Sperre wäre eine dreimonatige Sperre tat- und schuldangemessen gewesen.

So wie die Sache aber jetzt aussieht, gibt es eigentlich nur Verlierer: Busch hat verloren und die Auswirkungen auf sein weiteres sportliches Leben sind noch gar nicht abzusehen, der DEB hat - mal wieder - aufgrund seiner peinlichen Ungeschicklichkeit seine Unfähigkeit in vielen Punkten bewiesen, die NADA und die WADA verlieren aufgrund ihrer Unfähigkeit zur Differenzierung und der große Verlierer aber ist der Eishockeysport, nicht nur in Deutschland.

briefkastenoma
07.05.2008, 13:24
Dummheit muss bestraft werden!
Und der DEB hätte es sich ganz allein selbst zuzuschreiben, wenn die Wertung des Spiels gegen die Slowakei korrigiert werden würde.
ich traue ja nun mittlerweile keiner meldung mehr so richtig aber nach aussagen des IIHF pressesprechers (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4183) droht wohl kein punktabzug.

Auch damals hatte sich vom DEB offensichtlich niemand um die Rechtslage gekümmert und den Protesten der Kanadier und Finnen wurde stattgegeben. So ist jetzt wenigstens meine Erinnerung.
die spielberechtigung erhielt der DEB im übrigen sogar schriftlich von der IIHF.
im diesem fall war es so das der spieler falsche angaben machte da er sich nicht mehr erinnern konnte im nachwuchsbereich ein spiel für polen bestritten zu haben.

Rot-Gelb seit 75
07.05.2008, 13:52
http://www.rp-online.de/public/article/sport/mehr/eishockey/564837/Eishockey-Bund-muss-Gelder-zurueckzahlen.html

eishockeygucker
07.05.2008, 15:43
http://www.rp-online.de/public/article/sport/mehr/eishockey/564837/Eishockey-Bund-muss-Gelder-zurueckzahlen.html

Da hat es wohl nicht so recht geklappt mit dem Aussitzen. Am Besten finde ich aber, dass keiner seinen Urlaub für die Ausschusssitzung unterbrechen wollte.

Mal sehen, was draus wird. Es wird schließlich nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die werden schon was zurecht mauscheln.

Lima
07.05.2008, 15:52
Naja da hat der DEB ja mal wieder ganze Arbeit geleistet, dass muss man erstmal schaffen eine Freispruch zu bekommen der dann doch nicht gilt!

briefkastenoma
07.05.2008, 16:53
Stellungnahme des DEB erfolgt am Donnerstag (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4195)

raygun
07.05.2008, 19:12
Bundesinnenministerium stoppt Fördergelder an DEB!

zdf-online (http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/28/0,5676,7235868,00.html)


Danke Florian Busch!

Danke Eisbären Berlin!

Danke DEB!

Danke DEL!

Danke das ihr dem Eishockeysport diesen Gefallen getan habt. Er kann es sich ja auch wahrlich leisten....

briefkastenoma
07.05.2008, 19:25
sid (http://www.sid.de/) meldet das Florian Busch auch weiterhin bei der WM auflaufen darf.

Funnysundancer
07.05.2008, 19:52
sid (http://www.sid.de/) meldet das Florian Busch auch weiterhin bei der WM auflaufen darf.

:twisted::twisted: Genau, wann merken die eigentlich endlich was.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Der "Junge" hat Scheiße gebaut und ist dafür zu bestrafen.

FERTIG. Und wenn es eine Jahrelange Sperre ist, ist es so. Er wusste, was auf ihn wartet. Oder hatte er Unterricht bei Bill Stewart im Fach :Sorry, ich weiß nicht, was ich nach dem Gesetz in Deutschland darf und was nicht.

MrCCM
07.05.2008, 21:02
:twisted::twisted: Genau, wann merken die eigentlich endlich was.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Der "Junge" hat Scheiße gebaut und ist dafür zu bestrafen.

FERTIG. Und wenn es eine Jahrelange Sperre ist, ist es so. Er wusste, was auf ihn wartet. Oder hatte er Unterricht bei Bill Stewart im Fach :Sorry, ich weiß nicht, was ich nach dem Gesetz in Deutschland darf und was nicht.

Bill Stewart weiss das nicht nur in Deutschland nicht ....:pfeife

briefkastenoma
08.05.2008, 10:37
Kommentar: Die völlige Image-Katastrophe nur knapp vermieden (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=36450hockeyweb)
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WADA prüft Maßnahmen im Fall Busch
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) schließt nach der Erteilung der Spielgenehmigung für den deutschen Nationalspieler Florian Busch für die restlichen Partien bei der Weltmeisterschaft in Kanada weitere Maßnahmen nicht aus. "Die WADA wird die Entscheidung des Weltverbandes IIHF bewerten und entscheiden, ob sie nachfolgende Maßnahmen einleitet oder nicht", hieß es in einer Mitteilung der WADA. Die Welt-Anti-Doping-Agentur könnte die IIHF-Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne anfechten. Deutschland hatte das zweite WM-Spiel gegen Norwegen mit 2:3 verloren.


sportal (http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_eishockey/2008/05/08/9505000000.html)
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die begründung der IIHF zur entscheidung im fall Busch :

Florian Busch update
German forward will remain eligible to play at 2008 Worlds

HALIFAX – Upon further review, German forward Florian Busch will remain eligible to compete at the 2008 IIHF World Championship for the following reasons:

* There is a National Anti-Doping Code in place in Germany. Within this code, there is a requirement for each sport to set up an internal disciplinary committee, independent and arm’s length from the sport.
* The German Ice Hockey Association (DEB) has set up such a committee which accepted and acted upon the Florian Busch case, making a decision on April 15, 2008 which was accepted completely and acted upon by the player.
* There is an appeal process set out in the German Anti-Doping Code for all decisions made by these sport-specific internal disciplinary committees. Until all such appeal routes are exhausted, this matter remains a concern within Germany and the various sport and anti-doping agencies there.
* As of May 7, 2008, no agency or sport body within Germany has appealed the decision of the German Ice Hockey Disciplinary Body. Until all such appeals of the German National Anti-Doping Code have been pursued and completed, the IIHF is not in a position to interfere in decisions with its Member National Associations.
* The player Florian Busch thus remains eligible to compete in the 2008 IIHF World Championship in Canada.

IIHF.com (http://www.iihf.com/channels/iihf-world-championship/news/news-singleview-world-championship/article/florian-busch-update/Busch%20update.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=1573&cHash=86387cea39)

Rot-Gelb seit 75
08.05.2008, 11:17
Das ist nur noch ein Trauerspiel was da abläuft.

briefkastenoma
08.05.2008, 12:15
Offizielles Statement der IIHF zur WM-Beteiligung des Spielers Florian Busch

Die IIHF hat heute eine Entscheidung bezüglich der WM-Beteiligung von Florian Busch herausgegeben. Nach weiterer Prüfung des Sachverhalts durch die IIHF kann der deutsche Stürmer Florian Busch weiterhin an der IIHF Weltmeisterschaft teilnehmen. Dies wird wie folgend begründet:
- In Deutschland existiert eine nationale Anti-Doping Richtlinie. In dieser Richtlinie ist festgehalten, dass jede Sportart ein eigenes internes Disziplinarkomitee aufstellen soll, das unabhängig von der jeweiligen Sportart handeln soll.
- Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) hat ein solches Komitee aufgestellt, das dann den Fall Florian Busch angenommen und auch verhandelt hat. Die Entscheidung wurde am 15.04.08 bekannt gegeben und von dem Spieler vollständig angenommen.
- Ein Berufungsverfahren ist gemäß der deutschen Anti-Doping Richtlinie möglich gegen alle Entscheidungen, die das interne Disziplinarkomitee einer Sportart fällt. Solange nicht alle Anfechtungsmöglichkeiten vollständig ausgenutzt wurden bleibt ein solches Verfahren eine Angelegenheit, die innerhalb Deutschlands und mit Hilfe der verschiedenen Sport- und Anti-Doping Einrichtungen geklärt werden muss.
- Bis zum 07.05.08 hat keine Vertretung oder Sportinstitution innerhalb Deutschlands gegen die Entscheidung des zuständigen Eishockey-Disziplinarkomitees Berufung eingelegt. Solange nicht alle Berufungsmöglichkeiten, die im Rahmen der deutschen Anti-Doping Richtlinie möglich sind, ausgenutzt und auch beendet wurden, befindet sich die IIHF nicht in der Position sich in die Entscheidungen ihrer nationalen Mitgliedsverbände einzumischen.
- Daraus lässt sich folgern, dass der Spieler Florian Busch weiterhin spielberechtigt bei der IIHF Weltmeisterschaft in Kanada bleibt.
icehockeypage (http://www.icehockeypage.net/index.php?option=com_content&task=view&id=7858&Itemid=2)

nochmal für fremdsprachenungeübte. :wink:

briefkastenoma
08.05.2008, 20:34
DEB fordert NADA auf, Rechtsmittel einzulegen (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4217)

sollte es sich so verhalten wie der DEB es darstellt das die NADA die möglichkeit
gehabt hätte oder hat rechtsmittel bei besagter stelle einzulegen,frage ich mich schon ob die das vor lauter schreierei vergessen oder übersehen haben.oder hatte die gute justiziarin vor lauter öffentlichkeitsarbeit keine zeit sich um derartiges zu kümmern ?
der andere punkt ist dann der das von seiten des DOSB ein ähnlicher vorschlag für eine schlichtung vor einer unabhängigen stelle schon vor etlichen tagen/wochen gemacht wurde.das wurde laut presseberichten jedoch seitens des DEB abgelehnt.
das nenne ich doch mal verantwortungsvollen umgang mit dem sport.
meinen glückwunsch.:roll:

bärliner44
10.05.2008, 15:50
Bundesinnenministerium stoppt Fördergelder an DEB!

zdf-online (http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/28/0,5676,7235868,00.html)


Danke Florian Busch!

Danke Eisbären Berlin!

Danke DEB!

Danke DEL!

Danke das ihr dem Eishockeysport diesen Gefallen getan habt. Er kann es sich ja auch wahrlich leisten....

warum taucht bei dir der name nada nicht auf ?

wäre ich selbige, hätte ich dem busch gesagt, ok, dann willst du dich halt nicht testen lassen, pech mein junge.

2 tage später wäre er als positiv aufgeflogen und der verein sowie der deb hätten mit sicherheit reagiert.

aber nein, was macht die nada ? lässt ihn noch zur b-probe antanzen und gibt sich mit dem negativtest zufrieden.

wer hat denn nach über einem monat später,plötzlich ein interesse daran, den fall an die öffentlichkeit zu bringen ?

das ist doch alles kasperletheater, warum sollen denn die eisbären den busch aus der mannschaft nehmen, wenn es niemand nach der b-probe verlangt ?

die hauptschuld an dem ganzen dilemma trägt m.e. die nada, ein anruf beim deb, dass busch positiv getestet wurde, hätte gereicht, aber nein, man entschärft das ganze mit der b-probe, für mich absolut nicht nachvollziehbar.

ein paar monate zwischen 3-6 für die dummheit wären völlig ok gewesen und der junge hätte seine lektion gehabt, stattdessen fährt sich die ganze sache dermassen fest, dass es mehr als lächerlich wirkt.

Sinister
11.05.2008, 17:31
lol... so wie ich das ganzejetzt verstanden habe war das ganze dem deb seit tag 1 bekannt.
die nada kann ja gar nix alleine machen. der deb hat dann eher versucht es zu vertuschen bzw herunter zu spielen (was mana uch an seinem urteil sieht).
die hauptschuld liegt ganz klar beim deb und bei busch.

das die nada dem deb das nicht durchgehen lässt und es dann (wenn auch evtl etwas spät) mit and ie öffentlichkeit bringt ist das vollkommen ok.

bärliner44
12.05.2008, 08:47
lol... so wie ich das ganzejetzt verstanden habe war das ganze dem deb seit tag 1 bekannt.
die nada kann ja gar nix alleine machen. der deb hat dann eher versucht es zu vertuschen bzw herunter zu spielen (was mana uch an seinem urteil sieht).
die hauptschuld liegt ganz klar beim deb und bei busch.

das die nada dem deb das nicht durchgehen lässt und es dann (wenn auch evtl etwas spät) mit and ie öffentlichkeit bringt ist das vollkommen ok.

der deb hat also von der nada den hinweis bekommen, dass herr busch nach ein paar std. in der b-probe negativ getestet wurde.

seit wann werden negativ getestete b-proben vertuscht ? :roll: wer sperrt denn spieler, die dieses testergebnis aufweisen :mrgreen:

verstehe ich nicht.

Sinister
12.05.2008, 08:55
bei einer verweigerung gibt es keine b probe.
außerdem war die 2. probe vom deb veranlasst und nicht von der nada. hat also nix mit einander zu tun, da kann sich der deb noch so anstellen.

bei einer verweigerten probe wird gleich so gewertet als ob der sportler bereits eine positive b probe hat.

du verdrehst da ganz einfach ein paar tatsachen.

bärliner44
12.05.2008, 11:00
bei einer verweigerung gibt es keine b probe.
außerdem war die 2. probe vom deb veranlasst und nicht von der nada. hat also nix mit einander zu tun, da kann sich der deb noch so anstellen.

bei einer verweigerten probe wird gleich so gewertet als ob der sportler bereits eine positive b probe hat.

du verdrehst da ganz einfach ein paar tatsachen.

die nada hat also mit der nachgeholten probe nichts zu tun ? bei wem hat denn busch nach der verweigerung angerufen, beim deb ?

darf die nada nicht sperren ? wäre ich die nada, hätte ich sofort nach der verweigerung ne sperre gefordert.

wieso ist busch an dem ganzen dilemma schuld ? schuld sind doch diejenigen, die mit einem verweigerten test nicht umgehen können.

ich verdrehe nichts, ich glaube, dass man nur dem verein eisbären berlin schaden will, denn ich glaube kaum, dass sich die eisbären bei einer klaren linie der nada, nämlich eine forderung nach einer sperre, entzogen hätten.

Ecki
12.05.2008, 11:05
Ein Kasperletheater, bei dem es nur noch Verlierer gibt :!:

Sinister
12.05.2008, 19:36
die nada hat also mit der nachgeholten probe nichts zu tun ? bei wem hat denn busch nach der verweigerung angerufen, beim deb ?

die nada hat einer 2. probe nicht zugestimmt. diese ist dann vom deb durchgeführt worden. was aber keinen einfluss auf die erste nada probe hat

darf die nada nicht sperren ? wäre ich die nada, hätte ich sofort nach der verweigerung ne sperre gefordert.

richtig die nada darf nicht sperren. sie ist auf die verbände angewiese welche sich vertarglich den statutren der nada verschrieben haben.

wieso ist busch an dem ganzen dilemma schuld ? schuld sind doch diejenigen, die mit einem verweigerten test nicht umgehen können.

bush ist schuld weil er einfach zu dumm war einen test zu verweigern. und ein verweigerter test ist laut nada statutren mit einem positiven doping befund zu werten. was eine starfe von 2 jahren sperre nach sich zieht. dies kann aber abgemildert werden.

ich verdrehe nichts, ich glaube, dass man nur dem verein eisbären berlin schaden will, denn ich glaube kaum, dass sich die eisbären bei einer klaren linie der nada, nämlich eine forderung nach einer sperre, entzogen hätten.

was hat denn das damit zu tun. die eisbären sind mir in dem punkt zum beispiel ganz egal. sicherlich ist es unschön mit einem spieler meister geworden zu sein, der gar nicht hätte spielen dürfen. aber hier geht es doch ganz klar um einen dopig verstoß (so und nicht anders ist das zu bezeichnen).
und dafür gehört ein sportler, wer auch immer es ist, gesperrt.
und du kannst mir glauben wenn ich sage, dass ich das bei jedem anderen sportler auch sagen würde.

bärliner44
12.05.2008, 19:50
aber hier geht es doch ganz klar um einen dopig verstoß (so und nicht anders ist das zu bezeichnen).
und dafür gehört ein sportler, wer auch immer es ist, gesperrt.

damit habe ich auch kein problem, sondern lediglich mit der verfahrensweise.

aber als verein würde ich doch keinen spieler auf die tribüne setzen, der nicht offiziell gesperrt wurde, insofern finde ich eine aussage wie "danke eisbären" deplaziert.

nada, wada, deb und del scheinen vom folgerichtigen ablauf einer solchen angelegenheit, soviel zu verstehen, wie ein schafhirte vom hochseefischen.

hab nur noch ein kopfschütteln übrig...

eishockeygucker
13.05.2008, 09:27
hab nur noch ein kopfschütteln übrig...

Das haben wir ja wohl alle.

tbone93
16.05.2008, 13:46
DEB gibt Doping-Verstoß zu

http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_eishockey/2008/05/16/9589700000.html

Peter der Große
16.05.2008, 14:43
Ich war immer der Meinung, dass in einem Rechtsstaat,wie wir ihn haben, ein Beschuldigter nich zweimal für das selbe Vergehen verurteilt werden kann. Da Florian Busch vom DEB für seinen Verstoß schon bestraft wurde,kann daher eine härtere Strafe nich ausgesprochen werden:!:

Eisbär Berlin
16.05.2008, 15:10
Das Fazit dieser unsäglichen Geschichte: Verlierer soweit man sehen kann:((

Eiscroco
16.05.2008, 15:29
Ich war immer der Meinung, dass in einem Rechtsstaat,wie wir ihn haben, ein Beschuldigter nich zweimal für das selbe Vergehen verurteilt werden kann. Da Florian Busch vom DEB für seinen Verstoß schon bestraft wurde,kann daher eine härtere Strafe nich ausgesprochen werden:!:

Ich bin kein Jurist, aber bis jetzt gab es gegen F. Busch kein sportgerichtliches Verfahren und demnach auch keine Verurteilung!

Florian Busch wurde von einem DEB - Gremium mit Sanktionen belegt
(Verwarnung und gemeinnützige Arbeit).

Ausserdem können in unserem Rechtsstaat Urteile, wenn Zweifel über die Rechtmäßigkeit oder Verfahrensfehler bestehen, auch aufgehoben oder angefochten werden.

Vor einem "Gericht" ist die vorherige Sanktionierung durch den DEB m.M. nach unerheblich. Aber vielleicht kann ja einer unserer Fachleute auf diesem Gebiet für Aufklärung sorgen.

Hier noch ein ausführlicher Artikel zum Thema:

http://www.abendblatt.de/appl/newsticker2/index.php?channel=spo&module=dpa&id=17784870

Peter der Große
16.05.2008, 16:03
Was ist der Unterschied zwischen einer Sanktion und einem Urteil. Florian Busch wurde verwarnt, muss aber €5000 Strafe zahlen und gemeinnützige Arbeit ableisten. Für mich ist das eine Verurteilung,oder nicht? Ich kenn mich da natürlich auch nicht so aus. Würde mich aber auch brennend interessieren wie das zu bewerten ist.

Ich hole zu diesem Thema mal die 2 bisherigen Dopingfälle in der DEL heraus: Den Spielern Joel Savage(damals Mannheim) und William McDougall(ehemals München) wurde die Einnahme von Dopingmitteln NACHGEWIESEN!!! Beide wurden von einem bzw acht Monaten verurteilt. Da finde ich eine Strafandrohung von min 1 Jahr und mehr für einen um 3 Stunden verpassten negativen Dopingtest mehr als lächerlich.

Wer sich die viel diskutierten Geschehnisse mal aus der Sicht von Florian Busch anhören möchte
http://www.eisbaeren.de/content/download.php?type=audio&id=273

Grats4live
16.05.2008, 17:21
DEB-Sperre für Florian Busch (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=36622)

Sinister
16.05.2008, 17:27
naja wenn die del bei einer möglichen sperre nicht mitzieht macht sie sich ja noch lächalicher als sie ohnehin schon ist.

finde es aber gut, dass es wohl jetzt zu einer sperre kommt. 1 jahr davon die 2. 6 monate auf bewährung wäre ja vollkommen ok.

@peter der große
er hat die probe nicht verpasst sondern sie verweigert. hätte ers ie nur verpasst würde es gar nicht so einen aufstand geben.

Peter der Große
16.05.2008, 17:39
Aber stell dir doch mal die Situation vor: Du kommst nachm Training nach hause u willst in der Mittagspause mit deiner Freundin was essen gehen und da steht der Typ vor deiner Haustür und will jetzt ne Dopingprobe von dir nehmen.Da fragst du dich doch selbst,ob das jetzt sein muss,oder warum er nich davor oder danach zum offizielen Training gekommen ist. Ich kann verstehn,dass man da ausrastet und nich über die Konsequenzen nachdenkt. Das ist das Einzige was man ihm ankreiden kann. Aber ihn jetzt dafür als den Jan Ullrich des Eishockeys hinzustellen geht für meinen Geschmack zu weit.
Ich finde auch, dass er mit €5000 und Sozialstunden sehr gut weg gekommen ist, aber jetzt permanent eine Sperre zu fordern ist echt übertrieben.
Das gleicht schon langsam einer Hexenjagd.
Und einige User sollten mal in sich gehen und sich fragen,wenn diese Geschichte nich Florian Busch von den Eisbären Berlin, sondern Alex Barta von den Hamburg Freezers getroffen hätte, würden dann die gleichen Statements getroffen werden:?

John Barnett#11
16.05.2008, 18:50
ein Beschuldigter nich zweimal für das selbe Vergehen verurteilt werden kann.

Moin Peter d.G.,

eines vorweg: ich bin mit der Juristerei nicht vertraut und verfüge nicht einmal über ein Halbwissen darüber. Dennoch möchte ich zu Bedenken geben, daß dieses Urteil/ Sanktion angefochten werden kann. Mir fällt der Vergleich ein: Staatsanwalt beantragt etwas in einer Höhe und das Gericht bleibt darunter oder urteilt ganz anders. Dann kann doch der Staatsanwalt in Berufung gehen und es kann dann sicherlich dazu führen, daß es in einem weiteren Verfahren einen kräftigen Nachschlag gibt. Soweit mein Verständnis dafür.



Was ist der Unterschied zwischen einer Sanktion und einem Urteil. Florian Busch wurde verwarnt, muss aber €5000 Strafe zahlen und gemeinnützige Arbeit ableisten. Für mich ist das eine Verurteilung,oder nicht? Ich kenn mich da natürlich auch nicht so aus. Würde mich aber auch brennend interessieren wie das zu bewerten ist.

Ich hole zu diesem Thema mal die 2 bisherigen Dopingfälle in der DEL heraus: Den Spielern Joel Savage(damals Mannheim) und William McDougall(ehemals München) wurde die Einnahme von Dopingmitteln NACHGEWIESEN!!! Beide wurden von einem bzw acht Monaten verurteilt. Da finde ich eine Strafandrohung von min 1 Jahr und mehr für einen um 3 Stunden verpassten negativen Dopingtest mehr als lächerlich.
Wer sich die viel diskutierten Geschehnisse mal aus der Sicht von Florian Busch anhören möchte
http://www.eisbaeren.de/content/download.php?type=audio&id=273


Buschi wurde verwarnt. Das reicht nach Auffassung NADA/WADA nicht aus und nun wird Druck ausgeübt. Verloren haben eh schon alle Beteiligten.

Zu der Argumentation des um drei Stunden verpassten Termins kann ich nur anführen, daß er nicht verpasst, sondern schlichtweg verweigert wurde. Auch wenn ich dem Buschi keine böse Absicht unterstelle, ist es leider so. Drei Stunden hin und drei Stunden her. Schwanger oder nicht schwanger? Bischen verpasst gibt es genau so wenig wie eben bischen schwanger :-))

Traurig bin ich allerdings darüber, daß Buschi höchstwarscheinlich ein Jahr lang ohne Wettkampfpraxis sein wird. Er wird den Bären und Krupp an allen Ecken und Enden fehlen.

John Barnett#11
16.05.2008, 18:57
Aber stell dir doch mal die Situation vor: Du kommst nachm Training nach hause u willst in der Mittagspause mit deiner Freundin was essen gehen und da steht der Typ vor deiner Haustür und will jetzt ne Dopingprobe von dir nehmen.Da fragst du dich doch selbst,ob das jetzt sein muss,

Also wenn Buschi nun Blumenhändler wäre, dann würde ihn keiner stören. Jedenfalls nicht um einen solchen Test vorzunehmen. Buschi ist aber ein Profi, ein Eishockeyprofi und hat damit zu rechnen, daß er überprüft wird. Wenn´s nervt, dann halt mal den Job wechseln und man kann ungestört......... Buschi hat sich aber nicht wie ein Profi verhalten, sondern eher wir ein kleiner dummer Junge.

Peter der Große
16.05.2008, 21:38
Das er ein riesigen Fehler gemacht hat,den er auch eingesehen hat,is doch jedem klar. Der Punkt,der mich stört, ist,dass er behandelt wird wie ein Schwerverbrecher. Jeder kann mal einen Fehler machen und daraus lernen. Der Junge ist 23 Jahre alt und war selbst über das Ausmaß seines Handels entsetzt. Aber ihn jetzt wegen dieser Geschichte zu sperren ist meines Erachtens falsch.

Sinister
17.05.2008, 09:09
tja aber er ist selber schuld. jeder sportler wird sich doch wohl mit doping kontrollen beschäftigen oder etwa nicht ?
in einem anderen beruf muss man sich ja auch mit vorschriften und regeln auskennen. und wenn du die nicht beherrscht wird dein laden dichtgemacht, musste hohe stafen zahlen oder ähnliches.
er hat gegen eine der wichtigsten regeln in der sportwelt verstoßen. und da gibt es nunmal keine entschuldigung. menschlech gesehen ist es natürlich nachvollziehbar. aber er ist profi und muss sich dementsprechen auch verhalten.
und es gibt für dieses vergehen nunmal nur eine art der stafe und die ist eine sperre. alles andere wäre ein freifahrtschein für andere es busch gleich zu tun.

eishockeygucker
17.05.2008, 10:53
Ich war immer der Meinung, dass in einem Rechtsstaat,wie wir ihn haben, ein Beschuldigter nich zweimal für das selbe Vergehen verurteilt werden kann.

Gibt es da eigentlich eine Quelle zu? Ich kenne das immer nur aus amerikanischen Krimis.

Nichtraucher
17.05.2008, 12:06
Der Rechtsgrundsatz des Ne bis in idem (...nicht zweimal in derselben Sache...) leitet sich in Deutschland aus Artikel 103 Absatz 3 des Grundgesetzes her. Absatz 3 lautet wörtlich: "Niemand darf wegen derselben Tat aufgrund der allgemeinen Strafgesetze mehrmals bestraft werden."

Ein Anklage aufgrund derselben Straftat ist nicht mehr möglich, wenn das Strafverfahren bereits endgültig rechtlich bewertet wurde. Man spricht in einem solchen Falle von einem Strafklageverbrauch.

Nun stellt sich die Frage, ob diese Strafrechtsdiktion so ohne weiteres analog auf den Fall Busch übertragen werden kann. Wahrscheinlich nicht. Denn Artikel 103 Absatz 3 GG spricht ausdrücklich von den "allgemeinen Strafgesetzen" und selbst bei großzügiger Auslegung wird man den Vertrag zwischen dem DEB und der NADA nicht analog als ein "allgemeines Strafgesetz" ansehen können. Strafrecht, nicht einmal strafprozessuale Vorschriften greifen hier in analoger Anwendung.

Zudem gibt es auch im deutschen Recht durchaus das Rechtsinstitut der "Doppelbestrafung". Ein Beamter der in einem strafrechtlichen Verfahren rechtskräftig verurteilt wurde, muss anschließend mit einer disziplinarrrechtlichen Würdigung seines Verhaltens rechnen. Grundlage dafür ist zum einen das Beamtenrechtsrahmengesetz und die Bundesdisziplinarordnung, keine ausgewiesenen allgemeinen Strafgesetze also. Er kann also zum einen durch ein Strafgericht zu einer Strafe verurteilt werden, im Anschluß daran können weitere Sanktionen in Form einer Geldbuße, einer Herabstufung in einen niedrigeres Laufbahnamt oder auch die Entfernung aus dem Dienst auf der Disziplinarordnung drohen. Wenn man so will eine "klassische Doppelbestrafung".

Lange Rede kurzer Sinn: Es spricht nichts dagegen Florian Busch ein weiteres Mal vor der Disziplinarkommission anzuklagen bzw. dort ein weiteres Verfahren - auch in derselben Sache - anhängig zu machen.

Nur langsam verlässt die ganze Sache den Bereich der Lächerlichkeit und hat sich von dort schnurstracks auf das Gebiet der "Oberpeinlichkeit" begeben und von dort wird man vielleicht auf den "Eishockeyfriedhof" weiterwandern um den Eishockeysport in Deutschland endgültig zu Grabe zu tragen.

bärliner44
17.05.2008, 12:11
tja aber er ist selber schuld. jeder sportler wird sich doch wohl mit doping kontrollen beschäftigen oder etwa nicht ?
in einem anderen beruf muss man sich ja auch mit vorschriften und regeln auskennen. und wenn du die nicht beherrscht wird dein laden dichtgemacht, musste hohe stafen zahlen oder ähnliches.
er hat gegen eine der wichtigsten regeln in der sportwelt verstoßen. und da gibt es nunmal keine entschuldigung. menschlech gesehen ist es natürlich nachvollziehbar. aber er ist profi und muss sich dementsprechen auch verhalten.
und es gibt für dieses vergehen nunmal nur eine art der stafe und die ist eine sperre. alles andere wäre ein freifahrtschein für andere es busch gleich zu tun.

dein "tja" hättest du dir ruhig kneifen können, das kommt sehr schadenfroh rüber 8)

vor einem gericht, gibt es mildernde umstände wenn man bereut und seinen fehler einsieht. ich befürchte, dass sich hier leute zum richter aufspielen, die im vorfeld die entscheidenen fehler begangen haben.

ich finde es unerträglich, wie hier händeringend an einem präzedensfall gearbeitet und eine hexenjagd sondersgleichen veranstaltet wird.

die verantwortlichen dieses sicherlich kommenden "salomonischen" urteils, sollten vor scham im erdboden versinken.:roll:

bei mir hätte buschi schon im märz seine 6 monate bekommen und alles wäre im lot...:?

Sinister
18.05.2008, 12:58
dein "tja" hättest du dir ruhig kneifen können, das kommt sehr schadenfroh rüber 8)
...

bei mir hätte buschi schon im märz seine 6 monate bekommen und alles wäre im lot...:?

warum sollte ich schadenfroh sein wenn einer der besseren deutschen spieler gesperrt werden würde, weil er einfach zu dumm ist.

und ich sehe das genauso wie du. wäre bush im märz für 6 monate gesperrt worden und weitere 6 monate auf bewährung (glaube weniger geht in dem falle nicht, da muss mich aber einen korrigieren falls ich da falsch liege) wäre die sache doch schon lange erledigt.

ist eben alles sau dumm und unprofessionel gelaufen.

Peter der Große
20.05.2008, 09:30
Bleibt nur zu hoffen, dass Busch für die DEL spielberichtigt bleibt. Aber auch dann wird es wieder Leute geben,die sich aufgrund dieses Vorfalls profilieren wollen und versuchen werden, ihn auch für die Liga sperren zu lassen. Uns wird dieses Thema noch lange beschäftigen.
Danke nochmal an die NADA, die ganz klar den Unterschied zwischen einem positiven Dopingtest und einer Dummheit eines jungen Spielers erkannt hat.

Armes Eishockey-Deutschland

Sinister
21.05.2008, 22:44
warum sollte jemand der wegen eines klaren dopingvergehen gesperrt wird (denke zumindest mal dass das passieren wird) bitte spielberechtig für die del bleiben.
damit macht sich die del doch noch lächerlicher.

und nochmal. was ist es für ein unterschied ob jemand jung oder alt ist. besser kann man gar nicht gegen die doping regularien verstoßen. jeder sportler kennt diese regeln. wenn er die nicht kennt macht er seinen job nicht gut. man muss wissen was man machen kann und was nicht, sont ist man nicht professionell. und von einem nationalspieler muss man eine solche professionalität erwarten können.

echt mal peter ich versteh dich nicht.

Peter der Große
22.05.2008, 09:31
Es tut mir leid, dass ich nunmal ein Problem damit habe, dass ein Spieler,der eine Dopingprobe um 3 Stunden verweigert hat und diese nachweislich negativ war, genauso behandelt wird, wie ein Sportler,der absichtlich gedopt hat. Das kann und will ich nicht akzeptieren.
Eine Sperre wäre dermaßen lächerlich und sie würd auch nicht kommen, jedenfalls nich in der Liga.
Was passiert mit einem Spieler,der bei der Dopingprobe nich pinkeln kann und erst 2 Stunden Wasser trinken muss. Willst du den auch für 2 Jahre sperren?
Natürlich kann man das nich vergleichen aber im Endeffekt bleibt es das Gleiche: Die Probe wurde zu spät abgegeben.
Mit dieser Geschichte schafft die NADA sich selbst einen Präzendenzfall, den sie nicht kontollieren kann. Jeder Sportler, der sich bei ihr nich ordnungsgemäß abmeldet wenn er was essen geht, müsste dann gesperrt werden.

eishockeygucker
22.05.2008, 10:03
Es tut mir leid, dass ich nunmal ein Problem damit habe, dass ein Spieler,der eine Dopingprobe um 3 Stunden verweigert hat und diese nachweislich negativ war, genauso behandelt wird, wie ein Sportler,der absichtlich gedopt hat. Das kann und will ich nicht akzeptieren.

Das ist deine Sache, dass du das nicht willst. Ist aber so geregelt gewesen zwischen den Organisationen

Eine Sperre wäre dermaßen lächerlich und sie würd auch nicht kommen, jedenfalls nich in der Liga.

Zumindest mit dem zweiten Teil hast du wohl recht. Die Liga ist lächerlich.

Was passiert mit einem Spieler,der bei der Dopingprobe nich pinkeln kann und erst 2 Stunden Wasser trinken muss. Willst du den auch für 2 Jahre sperren?
Natürlich kann man das nich vergleichen aber im Endeffekt bleibt es das Gleiche: Die Probe wurde zu spät abgegeben.
Mit dieser Geschichte schafft die NADA sich selbst einen Präzendenzfall, den sie nicht kontollieren kann. Jeder Sportler, der sich bei ihr nich ordnungsgemäß abmeldet wenn er was essen geht, müsste dann gesperrt werden.

Hmm, kann es sein, dass du nicht verstanden hast, wie das gelaufen ist?

Schmock
22.05.2008, 10:03
Was passiert mit einem Spieler,der bei der Dopingprobe nich pinkeln kann und erst 2 Stunden Wasser trinken muss. Willst du den auch für 2 Jahre sperren?

Kleiner, aber feiner Unterschied: Ein Spieler, der während einer Dopingkontrolle nicht pinkeln kann steht die ganze Zeit unter Aufsicht. Herr Busch stand mehrere Stunden nicht unter Aufsicht. Bei den heutigen Möglichkeiten sicherlich genug Zeit Doping zu verschleiern. Ohne das ich F.B. hier etwas unterstellen will.

Peter der Große
22.05.2008, 10:16
Kleiner, aber feiner Unterschied: Ein Spieler, der während einer Dopingkontrolle nicht pinkeln kann steht die ganze Zeit unter Aufsicht. Herr Busch stand mehrere Stunden nicht unter Aufsicht. Bei den heutigen Möglichkeiten sicherlich genug Zeit Doping zu verschleiern. Ohne das ich F.B. hier etwas unterstellen will.

Das ist doch jetzt nich dein Ernst. Stimmt, Busch hat auf die Uhr geguckt und dann festgestellt,dass man sein Dopingvergehen noch mindestens 2 Std 34 min nachweisen kann:mrgreen: Sowas lächerliches hab ich noch nie gehört.:MM_totlac

Schmock
22.05.2008, 10:26
Das ist doch jetzt nich dein Ernst. Stimmt, Busch hat auf die Uhr geguckt und dann festgestellt,dass man sein Dopingvergehen noch mindestens 2 Std 34 min nachweisen kann:mrgreen: Sowas lächerliches hab ich noch nie gehört.:MM_totlac

Offensichtlich hat man Dir das Lesen nicht beigebracht, ansonsten hättest Du mein Post richtig verstanden. Ich habe lediglich Bezug genommen auf deinen Vergleich des Nicht Pinkelnkönnens während einer Dopingprobe und des späteren Nachholens selbiger. Und bei den heutigen medizinischen Möglichkeiten ist es sicherlich durchaus möglich die Einnahme gewisser Substanzen zu verschleiern, auch innerhalb von 3 Stunden.
Außerdem hatte ich ja auch geschrieben, dass ich F.B. keinesfalls die Einnahme unerlaubter Substanzen unterstelle.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Peter der Große
22.05.2008, 10:34
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Tut mit leid hatte meine Brille nich auf.8)

Wenn du glaubst,dass sich Substanzen innerhalb von 3 Stunden nich mehr nachweisen lassen,dann solltest du dich informieren.
Deine Aussagen sind allesamt rein spekulativ und gehören ins Reich der Mythen und Märchen. Und das führt dazu,dass du ihm unterstellst gedopt zu haben und mit seiner Aktion das noch verschleiern zu wollen.

Schmock
22.05.2008, 10:42
Ich hab`doch ausdrücklich geschrieben, dass ich F.B. kein Doping unterstelle.
Was ist daran so schwer zu verstehen ?

So und woher weisst Du, dass sich Substanzen nicht innerhalb von 3 Stunden verschleiern lassen ? Bist Du Arzt, Chemiker, Dopingexperte ? Klär mich mal auf Allwissender !

Peter der Große
22.05.2008, 10:57
So und woher weisst Du, dass sich Substanzen nicht innerhalb von 3 Stunden verschleiern lassen ? Bist Du Arzt, Chemiker, Dopingexperte ? Klär mich mal auf Allwissender !


Bio-Leistungskurs:mrgreen: Ich könnte dir das hier erklären, warum und weshalb die Niere das und das macht, aber ich glaub das sprengt den Rahmen.
Laß mich dir versichern,dass man es noch wochenlang nachweisen kann.

Ich hoffe du bist jetzt beruhigt, denn Prof Dr Peter der Große rät: Spritze ausm Arm nehmen und entspannen.:razz

tbone93
22.05.2008, 10:57
Das ist doch jetzt nich dein Ernst. Stimmt, Busch hat auf die Uhr geguckt und dann festgestellt,dass man sein Dopingvergehen noch mindestens 2 Std 34 min nachweisen kann:mrgreen: Sowas lächerliches hab ich noch nie gehört.:MM_totlac


Kann das sein das Du ein wenig Realitätsfremd durch die Gegend läufst was den heutigen Spitzensport anbetrifft? Genau so geht es heute im Spitzensport aber ab. Man entwickelt Dopingmittel die nicht Nachweisbar sind bzw. die innerhalb kurzer Zeit im Körper abgebaut werden können. Und da man ja weiss wann man sein Dopingmittel eingenommen hat, kann man auch die Zeit bestimmen wann es im Körper abgebaut ist und daher auch nicht mehr nachzuweisen ist wenn man eine Dopingprobe abgibt. Warum z.B. wurde damals Epo entwickelt? Genau aus dem Grund das man dieses Dopingmittel lange nicht nachweisen konnte. Somit konnte jeder der es eingenommen hat behaupten ich nehme nix da in seiner Probe nichts nachzuweisen war. Und glaubts Du wirklich das es solche Mittel nicht wieder gibt? Dafür geht es im Spitzensport um zu viel Kohle und somit wird da ständig weiter geforscht und entwickelt.
Wie gesagt niemand will F.B. diese Vorgehensweise unterstellen, aber rein theoretisch hätte er es so machen können da er nicht unter Aufsicht stand.

ManofStil
22.05.2008, 10:59
Ich hab`doch ausdrücklich geschrieben, dass ich F.B. kein Doping unterstelle.
Was ist daran so schwer zu verstehen ?

So und woher weisst Du, dass sich Substanzen nicht innerhalb von 3 Stunden verschleiern lassen ? Bist Du Arzt, Chemiker, Dopingexperte ? Klär mich mal auf Allwissender !

Ich glaub, wenn das so ohne weiteres möglich wäre, gäbe es deutlich weniger Dopingfälle.
Ich führ hier einfach mal den Radsport an, da ich mich auch für den interessiere, und da wäre es ein leichtes an der letzten Verpflegungsstation oder mit den letzten Trinkflaschen entsprechende Mittel zu sich zu nehmen... Das wäre doch großartig! Nie wieder Dopingfälle! :roll:
Soweit ich weiß, ist F.B. Dopingprobe auch auf "dopingverschleiernde Substanzen" untersucht worden und auch da ist nicht die geringste Auffälligkeit aufgetreten.
Wenn man jetzt argumentieren möchte, dass es ja bestimmt auch Substanzen gibt, die Doping verschleiern, aber noch nicht nachgewiesen werden können, dann muß derjenige auch einsehen, dass es genug Dopingmethoden gibt, die nicht nachgewiesen werden können - Blutdoping ist hier wohl das bekannteste Beispiel. Wenn man F.B. jetzt für etwas theoretisch mögliches sperren will, bitte. Aber meines Wissens nach sind alle möglichen Test's, die ein eventuelles Dopingvergehen bei F.B. nachweisen könnten durchgeführt worden und zu einem negativen Ergebnis gekommen.
Das ein Sportler nicht gedopt hat, wird man nie beweisen können! Das er gedopt hat, dagegen schon. Und aus genau dieser Konstellation enstehen die vor jeder Tour de France veranstalteten "Hexenjagden", wo ein unbekannter einen anonymen Hinweis auf Rennstall A gibt, dass dort Fahrer B und C doch mit Methode D gedopt hätten... :roll: Schlimm genug, dass die meisten Hinweise auch noch zutreffen und die unschuldigen nie wieder ihren zu unrecht erworbenen Ruf los werden.

Um zurück auf Florian Busch zu kommen:
Wenn mir hier jemand eine Substanz nennen kann, die innerhalb von 3 Stunden wirksam Doping verschleiern kann und nicht nachweisbar ist, bin ich gerne bereit von Florian Buschs Unschuld abzusehen. Bis dahin sehe ich keinen Grund ihn zu behandeln, wie einen Dopingsünder. Ein Strafmaß muß der Tat angemessen sein und eine Sperre von 1 Jahr (also die Hälfte von dem, was ein "richtiger" Dopingsünder bekommt) für eine Dummheit von 30 Minuten (die restliche Zeit hat er ja auf den Prüfer warten müssen, soweit ich weiß... - was wäre nur gewesen, wenn der 3 Minuten später an der Tür gewesen wäre? - Dopingverschleiernde Substanzen mit 30 Minutenwirkung?! :icon_eek: ) - das halte ich ist keinesfalls verhältnismäßig.

MoS

Peter der Große
22.05.2008, 11:09
Wie gesagt niemand will F.B. diese Vorgehensweise unterstellen, aber rein theoretisch hätte er es so machen können da er nicht unter Aufsicht stand.

Theoretisch is alles möglich, natürlich.

Ach übrigens: EPO wurde nich fürs Doping entwickelt. Es wurde zur Bildung von Roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff transportieren, entwickelt. Also aus rein medizinischen Gründen. Erst später entdeckte der Sport dieses Mittel als Dopingmittel, weil es leistungsteigern ist. Je mehr Rote Blutkörperchen,desto mehr Sauerstoff kann transportiert werden.

Erst informieren, dann schreiben

briefkastenoma
22.05.2008, 19:25
Wenn mir hier jemand eine Substanz nennen kann, die innerhalb von 3 Stunden wirksam Doping verschleiern kann und nicht nachweisbar ist, bin ich gerne bereit von Florian Buschs Unschuld abzusehen. Bis dahin sehe ich keinen Grund ihn zu behandeln, wie einen Dopingsünder.
nun,da der allseits bekannte professor aus Heidelberg doch aber gesagt hat,das dem so ist,ist es natürlich auch so. :mrgreen:

man wird ja bald das urteil erfahren das sich nun doch an der mindeststrafe von einem jahr orientieren soll und wenn es für Busch gut läuft geht er nach Nordamerika und spielt dort weil die eine strafe nach WADA,NADA,tralala kaum interessiert...

MrCCM
23.05.2008, 14:03
.
Mit dieser Geschichte schafft die NADA sich selbst einen Präzendenzfall, den sie nicht kontollieren kann. Jeder Sportler, der sich bei ihr nich ordnungsgemäß abmeldet wenn er was essen geht, müsste dann gesperrt werden.


Ein effektives Kontrollsystem braucht unangemeldete Kontrollen. ... Die NTP-Athleten müssen sich bei der NADA abmelden, wenn sie länger als 24 Stunden von ihrem gewöhnlichen Aufenthaltsort abwesend sind.

Link (http://www.nada-bonn.de/dopingkontrollen/trainingskontrollen/)

Der Athlet kann sich innerhalb der für ihn geltenden Meldefristen frei bewegen. Die Klärung über den Verbleib bei einem nicht erfolgreichen Kontrollversuch kann daher nur ihm Rahmen einer Anhörung vorgenommen werden, die von den Spitzenverbänden vorgenommen wird.

Das müssten dann schon derbe Fressgelage sein, die tagelang andauern. :wink:

briefkastenoma
23.05.2008, 16:58
naja,es ist nur irgendwie hirnrissig wenn auflagen gegen diese meldepflicht (die meines wissens nach auch nur bei nationalmannschaftskadern 24 h bei anderen jedoch 72h beträgt) bei weitem nicht so hart bestraft werden wie jetzt bei Busch gefordert.zudem ist diese meldepflicht z.b. bei trainingslagern wohl auch nicht so gestaltet das man minutiös nachverfolgen kann wo sich die athleten zu welchem zeitpunkt aufhalten.das mal zu diesen so "unangemeldeten" kontrollen.
da ist schon eine menge augenwischerei dabei und das kontrollsystem hat noch genug schlupfwinkel.man muss nun auch nicht alles glauben was einem da von seiten der NADA zur imagepflege aufgetischt wird.

Peter der Große
23.05.2008, 19:34
Vielleicht sollte Buschi ne Pressekonferenz einberufen und unter Tränen gestehen, dass er ein Fehler gemacht hat. Dann verzeiht ihm jeder und er wird nich gesperrt. Hat man ja bei unsern Radfahrern gesehen,wie einfach das geht.:D

briefkastenoma
24.05.2008, 14:35
es gab bereits eine pressekonferenz (http://www.eisbaeren.de/content/download.php?type=audio&id=273) diesbezüglich.

Peter der Große
24.05.2008, 19:14
es gab bereits eine pressekonferenz (http://www.eisbaeren.de/content/download.php?type=audio&id=273) diesbezüglich.


Kenn ich doch schon:) Das is im übrigen nur ein Interview mit dem Verantwortlichen für Öffenlichkeitsarbeit vor dem 2. Finale in Köln. Also keine richtige Pressekonferenz.
Nein, ich wünsche mir eine riesige Pressekonferenz mit Kameras in die er dann heulen kann:mrgreen:
Vielleicht kommt auch einer mal von der NADA und tritt Buschi ma persönlich gegenüber und lässt seine/ihre Meinung nich nur durch die Presse vertreten.

Zaphod
25.05.2008, 11:49
Ob Busch weiter für die Deutsche Eishockeyliga (DEL) spielberechtigt ist, bleibt noch offen. Nach Informationen des DEB soll der zwischen dem Bundesverband und dem „Wirtschaftsunternehmen“ DEL geschlossene Kooperationsvertrag nicht ausreichen, um den Stürmer vom Meister Eisbären Berlin auch in der deutschen Eliteliga zu sperren. (ovk).

Was machen wir uns Gedanken über das „ob“ und das „wie“ einer Dopingsünde des Herrn Busch und einer noch zu erwartenden ergänzenden Verurteilung durch NADA, DEB oder DEL.
Wenn es zivilrechtlich keine Vereinbarungen zwischen der DEL und anderen Institutionen gibt, braucht die DEL sich an solche nicht vorhandenen Regelungen, Satzungen oder Verordnungen auch nicht zu halten, die sich andere Institutionen gesetzt haben.
Übrigens geschieht dieses im großen Stil auch in der NHL, die sich auch nicht um irgendwelche Regelungen anderer Verbände und Institutionen schert, wenn sie es denn nicht möchte.

Daraus folgt:
Busch wird möglicherweise durch den DEB für die Nationalmannschaft gesperrt.
Damit wird er leben können.
Die DEL kann dem folgen muss es aber nicht; und ich denke sie wird es auch nicht.
Immerhin hat der Gesellschafter Anschütz durch den Gesellschaftervertrag mit der DEL auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Ich könnte mir eine Sanktionierung nach einer DEL Gesellschafter-Abstimmung vorstellen.Wenn überhaupt.
Eine einjährige Sperre vom Spielbetrieb wird mit ganz großer Sicherheit
nicht durchsetzbar sein. Thema durch.

Peter der Große
25.05.2008, 15:56
...,Daraus folgt:
Busch wird möglicherweise durch den DEB für die Nationalmannschaft gesperrt.
Damit wird er leben können.
Die DEL kann dem folgen muss es aber nicht; und ich denke sie wird es auch nicht.
Immerhin hat der Gesellschafter Anschütz durch den Gesellschaftervertrag mit der DEL auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Ich könnte mir eine Sanktionierung nach einer DEL Gesellschafter-Abstimmung vorstellen.Wenn überhaupt.
Eine einjährige Sperre vom Spielbetrieb wird mit ganz großer Sicherheit
nicht durchsetzbar sein. Thema durch.


Wenn's bloß so einfach wäre....:mrgreen:

Eiscroco
05.06.2008, 08:54
Nur mal eine kleine Randnotiz........

Ich habe gerade beruflich mit der Bundestagsdebatte zu tun in der es um das Thema Sportförderung geht.

Der Fall "Busch" und das Verhalten des DEB in dieser Sache wurde scharf kritisiert.....

Mir fällt dazu nur eine Äusserung in der Diskussion hier zu dem Thema ein......

sinngemäß: Einem jungen Mann ist eine Dummheit passiert.......

Ich befürchte, die Tragweite dieser "Dummheit" ist allen Beteiligten noch garnicht klar und besonders der DEB wird noch einige Zeit an den Nachwirkungen zu knabbern haben.

Peter der Große
05.06.2008, 10:43
Nur mal eine kleine Randnotiz........

Ich habe gerade beruflich mit der Bundestagsdebatte zu tun in der es um das Thema Sportförderung geht.

Der Fall "Busch" und das Verhalten des DEB in dieser Sache wurde scharf kritisiert.....

Mir fällt dazu nur eine Äusserung in der Diskussion hier zu dem Thema ein......

sinngemäß: Einem jungen Mann ist eine Dummheit passiert.......

Ich befürchte, die Tragweite dieser "Dummheit" ist allen Beteiligten noch garnicht klar und besonders der DEB wird noch einige Zeit an den Nachwirkungen zu knabbern haben.


Kannst du das weiter ausführen!? Mich interessiert nur, was du genau damit meinst

Eiscroco
05.06.2008, 11:17
Ich versuche es mal in verständliche Worte zu fassen:

Es geht zumindest immernoch darum, dass man von Seiten der Politik (Sportpolitik) die DEB eigene Lösung und Bewertung dieses "Dopingvergehens" (Lesart nach NADA - Code) nicht tolleriert und die Unterstützung eines Verbandes in Frage stellt, der in "einzigartigerweise" die Vorschriften der NADA missachtet hat.
Es wurde erwähnt, dass der DEB, in einer im Massnahmenkatalog nicht vorgesehenen Art, den "Dopingfall" versucht hat "hausintern" viel zu milde zu sanktionieren.

Mein Eindruck ist eben, dass heute öffentlichkeitswirksam das Thema Dopingbekämpfung und DEB nicht zum letzten Mal diskutiert wurde.
Das deutsche Eishockey kann alles gebrauchen, nur keine Negativschlagzeilen! m.M.


Edit: Einleitungssatz geändert

Eisbär Berlin
05.06.2008, 16:10
Ich versuche es mal in verständliche Worte zu fassen:

Es geht zumindest immernoch darum, dass man von Seiten der Politik (Sportpolitik) die DEB eigene Lösung und Bewertung dieses "Dopingvergehens" (Lesart nach NADA - Code) nicht tolleriert und die Unterstützung eines Verbandes in Frage stellt, der in "einzigartigerweise" die Vorschriften der NADA missachtet hat.
Es wurde erwähnt, dass der DEB, in einer im Massnahmenkatalog nicht vorgesehenen Art, den "Dopingfall" versucht hat "hausintern" viel zu milde zu sanktionieren.

Mein Eindruck ist eben, dass heute öffentlichkeitswirksam das Thema Dopingbekämpfung und DEB nicht zum letzten Mal diskutiert wurde.
Das deutsche Eishockey kann alles gebrauchen, nur keine Negativschlagzeilen! m.M.


Edit: Einleitungssatz geändert

nix Neues:roll:

Eiscroco
05.06.2008, 17:42
nix Neues:roll:

Das Neue daran ist, dass im Bundestag die Geschichte ein Thema ist und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es dem deutschen Eishockey gut tut, nur noch negativ in der Öffentlichkeit betrachtet zu werden.
Desweiteren kann ich mir gut vorstellen, dass kurzfristig dem DEB, wenn öffentliche Mittel als Förderung irgendwelcher Veranstaltungen beantragt werden, die kalte Schulter gezeigt wird.

Wenn es ganz dumm käme, wäre sogar eine Nichtzulassung zu den nächsten Winterspielen möglich.

Das Bundesinnenministerium hat sehr wohl Möglichkeiten, falls keine zufriedenstellende Lösung für das Thema "Dopingverstöße beim DEB" gefunden wird, zu intervenieren.

Peter der Große
05.06.2008, 18:20
Busch hätte so oder so die Dopingprobe verschieben können. Dieses Recht hat er. Also verschieben, nicht verweigern,damit mich keiner falsch versteht.
Aber einige User taten ja so,als ob diese 3 Stunden ausgereicht hätten ein mögliches Dopingvergehen zu vertuschen.

Wir müssen leider weiterhin gespannt auf die Sanktionen gegen Florian Busch warten.

eishockeygucker
06.06.2008, 13:58
Busch hätte so oder so die Dopingprobe verschieben können. Dieses Recht hat er.

Cool, man lernt ja nie aus. Ich frage mich dann nur, warum die Sportler dann teilweise stundenlang auf dem Klo Selter saufen, damit sie pinkeln können, wenn sie es doch so einfach verschieben können.

Peter der Große
06.06.2008, 14:29
Cool, man lernt ja nie aus. Ich frage mich dann nur, warum die Sportler dann teilweise stundenlang auf dem Klo Selter saufen, damit sie pinkeln können, wenn sie es doch so einfach verschieben können.

Ja, unter bestimmten Vorraussetzungen ist das möglich. Er kann z.B. eine Vertrauensperson seiner Wahl hinzuziehen,also seinen Anwalt z.B., und er kann den Ort der Urinabgabe selbst bestimmen,wenn er sich in seiner Diskretion verletzt fühlt.
Auf was du dich beziehst, sind Wettkampfkontrollen und nicht,wie in diesem Fall, Trainingskontrollen.

eishockeygucker
06.06.2008, 16:35
Ja, unter bestimmten Vorraussetzungen ist das möglich. Er kann z.B. eine Vertrauensperson seiner Wahl hinzuziehen,also seinen Anwalt z.B., und er kann den Ort der Urinabgabe selbst bestimmen,wenn er sich in seiner Diskretion verletzt fühlt.
Auf was du dich beziehst, sind Wettkampfkontrollen und nicht,wie in diesem Fall, Trainingskontrollen.

Danke für die Erläuterung. Aber ob ein Date mit der Freundin zu den bestimmten Voraussetzungen gehört, glaube ich eher nicht. Da wird es bestimmt feste Kriterien geben.

Nun habe ich es auch bei der NADA gelesen. Es liegt im Ermessen des Kontrolleurs, ob er einer Verschiebung zustimmt. Also nichts mit Recht darauf. Und der Kontrolleur hatte dann wohl nicht zugestimmt.

Peter der Große
06.06.2008, 16:42
Danke für die Erläuterung. Aber ob ein Date mit der Freundin zu den bestimmten Voraussetzungen gehört, glaube ich eher nicht. Da wird es bestimmt feste Kriterien geben.

Nun habe ich es auch bei der NADA gelesen. Es liegt im Ermessen des Kontrolleurs, ob er einer Verschiebung zustimmt. Also nichts mit Recht darauf. Und der Kontrolleur hatte dann wohl nicht zugestimmt.


Kann man auch wieder so und so sehen. Wie so häufig ist die Rechtslage da sehr verwaschen. Ich meine damit, wenn ein Athlet das RECHT hat eine Vertrauensperson hinzuzuziehen,dann hat er das Recht. Dann kann kein Kontrolleur ihm dieses Recht absprechen. So sehe ich das jedenfalls.

Auch sind die Rechten und Pflichten insgesamt der undeutig. Sie beziehen sich nur auf die Trainings-und Wettkampfkontrollen, aber nicht auf die vorliegende Situation. Deshalb kann man viel pro und kontra diskutieren. Es gibt halt zuviele Schlupflöcher.

eishockeygucker
06.06.2008, 20:05
Ich meine damit, wenn ein Athlet das RECHT hat eine Vertrauensperson hinzuzuziehen,dann hat er das Recht. Dann kann kein Kontrolleur ihm dieses Recht absprechen. So sehe ich das jedenfalls.

Ja, das Recht hat er, aber das hat nichts mit einer Verschiebung zu tun.

Ist aber eh alles akademisch, die Geschichte (zumindest der Teil) ist ja gelaufen und es ist als Verweigerung gesehen worden.

mcbaer
06.06.2008, 21:00
Es wurden reichlich Fehler gemacht in dieser Angelegenheit. Begonnen freilich bei Buschi, der sich Kraft seiner Wassersuppe meinte über etwas hinwegsetzen zu können. Weiterführend der DEB, der in seiner ganzen Hemdsärmeligkeit glaubte, die Sache auf dem "kleinen Dienstweg" erledigen zu können. Aber auch die NADA kann man nicht kritiklos davon kommen lassen, da ihr der "Fall Busch" womöglich auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele zupass kam, ein öffentlichkeitswirksames Exempel zu statuieren, ohne jedoch die eigenen Hausaufgaben vollumfänglich erledigt zu haben. Wie anders können die Zeitpunkte, zu denen mit entsprechenden Aussagen an die Öffentlichkeit getreten wurde, sonst gedeutet werden? Kannte vorher wer von euch die gute Frau Spitz?
Und auf die Öffentlichkeit, genauer gesagt die Presse, konnte man sich ja 100%ig verlassen. Ebenso darauf, dass in Dopingangelegenheiten eher in Hysterie verfallen als ein gewisses Maß an Sachlichkeit gewahrt wird. Nicht nur der DEB, auch andere Sportfachverbände haben ihre Satzung noch nicht hinsichtlich der Aufnahme des NADA-Codes geändert und trafen bisher mangels wirklich unabhängiger, verbandsexterner, übergeordneter Gerichtsbarkeit nicht weniger interessante interne Urteile. Aber wen interessiert das schon?

Auch wenn es aus meinem Munde als Berliner auf wenig Gegenliebe stoßen wird und es aufgrund besagter Hysterie zudem unpopulär und politisch nicht korrekt erscheint, so stelle ich dennoch auch einige Methoden im Antidopingkampf infrage. Jene nämlich, die in keinem anderen Bereich des normalen Lebens Akzeptanz finden würden, weil sie verbriefte Grundrechte wenigstens teilweise außer Kraft setzen. Der Grundsatz "unschuldig bis zum erbrachten Gegenbeweis" gehört dazu. Und nur weil in einigen Sportarten von den Ausübenden reichlich Geld verdient wird, müssen die das widerspruchslos über sich ergehen lassen? Wieso sahen ordentliche Gerichte das dann aber schon mehrfach anders?

Ein weiterer Aspekt ist m.M.n. die verbreitet an den Tag gelegte Doppelmoral, gerade aufseiten der Medien. Dieselben Leute, die den Zweiten eines sportlichen Wettbewerbs schon als ersten Verlierer betrachten, für den Vierten höchstens noch Mitleid ob der "undankbaren Platzierung" übrig haben oder gar als Enttäuschung bezeichnen und nur die Sieger sehen und bejubeln wollen, helfen die nicht bei der Urbarmachung des Bodens, auf dem Doping gedeiht?

Auch wenn es mir jetzt wohl kaum jemand glauben mag, aber ich bin sehrwohl entschieden gegen Doping. Aber nicht erst seit dem "Fall Busch" auch gegen Ungerechtigkeit und dafür, möglichst immer nach Ursache und Wirkung zu fragen. Es gibt nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern immer auch Grauzonen, in denen sich die Frage nach Täter und Opfer nicht aus dem Stehgreif einfach so beantworten lässt. Mit dem Automatismus "Weigerung = Schuld" will man sich dieser Fragestellung, die sich u.a. mit menschlichen Reaktionen, der Ursache für die Wirkung beschäftigen würde müssen, aber vereinfachend per Handstreich entledigen. (Tante Edit fügt hinzu: ) Es ist dies einzig und allein der fragwürdige Versuch der Dopingjäger, per Dekret den permanenten technischen Rückstand auf die Doping Betreibenden (Mediziner und Konsumenten) zu verkürzen.

Ich erinnere hier nur an das zuletzt so häufig zitierte Beispiel des Wasserballers, der ein Haarwuchsmittel benutzte, weil sich das Haupthaar zunehmend lichtete und darauf als Dopingssünder "entlarvt" und bestraft wurde. Ist der zu Recht in aller Augen ein Dopingsünder? Ich sage: Nein, er ist es nur aus Prinzip. Um Täter zu sein fehlt ihm das dazu passende Motiv.

Florian Busch hat einen Fehler begangen. Für den hat er gerade zu stehen.



@Nichtraucher:

Übernehmen Sie! :wink:

Anaheim_Ducks90
08.06.2008, 10:43
Hier mal eine E-Mail die an Franz Reindl ging. Habe sie mir aus dem DEG-Forum "ausgeliehen".

Diese E-Mail ging wenige Tage nach dem Treffen von DEB und NADA in Anwesenheit des DOSB an den DEB. Bisher gab es dazu keinerlei Antwort. Möglicherweise sind die zugrundeliegenden Sachverhalte doch so schwerwiegend, dass eine Antwort vermieden wird. Aus diesem Grund erlaube ich mir dies noch einmal offen darzustellen:

An: gisela.knoeferl@deb-online.de

Sehr geehrter Herr Reindl,

die bisherigen Abläufe im „Fall Busch“ haben zu einer Reihe von – klar erkennbaren und den Medien zu entnehmenden – Auffälligkeiten geführt, die – zumindest bisher - offensichtlich aber nicht in die Betrachtung der Gesamtsituation einbezogen worden sind. Im Sinne einer ganzheitlichen und alle Facetten beleuchtenden Vorgehensweise wird im folgenden – im Sinne der Gesamtaufklärung – die Gesamtsituation noch einmal aufgegriffen:

1. Ausgangslage

* Am 6. März 2008 hat der Spieler Florian Busch der Eisbären Berlin einen unangemeldeten Dopingtest verweigert. Dies – wie den Medien zu entnehmen - sowohl mündlich wie auch schriftlich. Mit der Verweigerung der Dopingprobe war der Spieler Busch darüber informiert, dass diese Verweigerung als positiver Dopingtest gilt.

* Erst am 14. April 2008 hat der Deutsche Eishockeybund (DEB) bekannt gegeben, dass es diese – als positiver Dopingtest geltende - Verweigerung überhaupt gegeben hat – de facto hat der DEB dies also bis zu diesem Zeitpunkt zumindest gegenüber der Öffentlichkeit verschwiegen. Gleichzeitig wurde verbreitet, dass der Spieler Florian Busch angeblich aus einer „Stresssituation“ heraus und unüberlegt gehandelt hätte, dieser seinen „Fehler“ eingesehen hätte sowie es fünf Stunden später einen Dopingtest mit negativem Ergebnis bei dem Spieler Busch gegeben hätte.

* Seitens des DEB wurde dann innerhalb weniger Tage ein Verbandsgericht (DEB Missed Test Policy Gremium) eingesetzt, dass den Spieler Florian Busch am 16. April 2008 auf der Basis des Tatvorwurfs eines „Missed Tests“ mit einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit bestrafte. Der DEB tat dies, obwohl diesem eindeutig bekannt und bewusst war, dass tatsächlich ein „verweigerter Dopingtest“ vorlag.

* Der DEB gab über seinen Vize-Präsidenten Harnos bekannt, dass die Deutsche Eishockey Liga (DEL) und die Eisbären Berlin von Anfang an über sämtliche mit dem verweigerten Dopingtest des Spielers Busch zusammenhängenden Sachverhalte und Vorgehensweisen informiert waren.

* Der Spieler Florian Busch nahm nach dem 6. März 2008 unverändert am Spielbetrieb der DEL teil und war in den Play-Offs einer der entscheidenden Spieler, die den Gewinn des Deutschen Meistertitels 2008 durch die Eisbären Berlin möglich gemacht hat. Darüber hinaus nahm der Spieler Florian Busch an der IIHF-A-WM 2008 in Kanada teil und wurde dafür vom Internationalen Eishockey-Verband (IIHF) zugelassen. Der IIHF begründet die Zulassung des Spielers Busch zur A-WM auch damit, dass man sich voll hinter die Entscheidungen seines Mitgliedsverbands DEB im „Fall Busch“ stelle.

* Von der NADA angeforderte Unterlagen zu der Unterwerfung des DEB unter den NADA Code und die Umsetzung der entsprechenden Richtlinien wurden vom DEB vor der IIHF-A-WM verweigert und es wurde avisiert, diese Unterlagen der NADA erst nach dem WM-Turnier zur Verfügung zu stellen. Der NADA wurde somit die Möglichkeit der sofortigen Prüfung der einlegbaren Rechtsmittel verweigert.


Fragen und Feststellungen zu diesen Vorgängen:

- Wie waren die genauen Abläufe zum einen der Verweigerung des (von der NADA beauftragten) Dopingtests wie auch der Organisation und Durchführung von dem dann fünf Stunden später durch den DEB in Auftrag gegebenen Dopingtest? Wen hat der Spieler Busch zuerst über dessen Dopingtestverweigerung informiert? Wer hat dann den DEB informiert – waren hier direkt oder indirekt mit den Eisbären Berlin und/oder der DEL verbundene Personen beteiligt? Wer hat seitens des DEB dann den neuen Dopingtest beauftragt? Inwiefern haben hier die Eisbären Berlin und/oder die DEL eingewirkt oder daran teilgenommen?

- Wurden die Aussagen und Angaben des zuständigen Kontrolleurs eingeholt und festgehalten? Wie lauten diese im Detail?

- Wie kam es dann zu der erst am 14. April 2008 seitens des DEB bekannt gegebenen Meldung über den verweigerten Dopingtest? Hat der DEB dies erst bekannt gegeben, als die Veröffentlichung des Vorgangs von Dritter Seite drohte? Durch wen oder was drohte diese Drittveröffentlichung? Wer war daran beteiligt, dass dieser de facto positive Dopingtest des Spielers Busch zumindest vorerst verschwiegen wurde? Waren daran auch Eisbären Berlin und/oder DEL direkt oder indirekt beteiligt – oder haben gar in der Sache Einfluss genommen oder zumindest Einfluss zu nehmen versucht?

- Das zuständige Schiedsgericht des DEB, das den Spieler Florian Busch dann mit einer sehr weichen Strafe auf der Basis einer bekannt unrichtigen Tatbestandsbeurteilung verurteilte, war besetzt durch hochrangige Verbandsoffizielle des DEB. Hierzu zählten der DEB-Präsident Esken, der DEB-Vize-Präsident Harnos, IIHF-Council-Mitglied Dr. Beate Grupp, Mannschaftsarzt Dr. Andreas Gröger und der DEB-Anti-Doping-Beauftragte Michael Pfuhl. Eine „neutrale“ Besetzung dieses Gremiums kann also nicht festgestellt werden - es handelte sich im Gegenteil dazu um einen recht eindeutig aktiv mit den auch davor und danach stattgefundenen bzw. stattfindenden Vorgängen befassten Personenkreis. Dieses deshalb eindeutig nicht neutrale Verbandsgericht entschied auffälligerweise auch noch unmittelbar nach der übereilt formuliert wirkenden Pressemitteilung des DEB, mit der der „Fall Busch“ öffentlich bekannt wurde. Warum hat man seitens des DEB so überstürzt gehandelt und warum hat man das entsprechende Verbandsgericht nicht tatsächlich neutral besetzt? Gab es hierzu Abstimmungen mit der DEL, den Eisbären Berlin oder z.B. auch dem DOSB oder der NADA?

- Hat das Verbandsgericht des DEB deswegen so kurzfristig im „Fall Florian Busch“ entschieden, damit dieser an der Finalserie der Eisbären Berlin in der DEL weiter eingesetzt werden konnte?

- Da die Eisbären Berlin und auch die DEL mit dem verweigerten Dopingtest davon wussten, dass dieser als positiv getesteter Spieler angesehen werden musste stellt sich die Frage, warum die Eisbären Berlin und/oder die DEL nicht den Spieler Busch ab dem 6. März 2008 mit eigenen Sperren belegt haben?

- Es entsteht ableitbar durchaus der Eindruck, dass DEB, DEL und Eisbären Berlin den „Dopingfall Busch“ in gegenseitiger Abstimmung nicht bekannt gegeben und auch nicht geahndet haben. Entspricht dies den üblichen Vorgehensweisen bei DEB, DEL und Eisbären Berlin?

- Hinsichtlich des Verhaltens und der Informationspolitik des DEB mit der NADA kann ableitend der Verdacht aufkommen, man hätte sich seitens des DEB über die Zeit der WM in Kanada hinwegretten sollen, an der der Spieler Busch teilnehmen sollte. Hier stellt sich die Frage, wer die treibende Kraft und was die Gründe dafür waren?



2. Eskalation während der IIHF-A-WM in Kanada:

* Die Nationale Doping Agentur (NADA) hat gegen das – dem DEB von vorne herein als auf einer unrichtigen Basis bekannte – Urteil protestiert und die weltweite Dachorganisation WADA darüber informiert. Die WADA hat den IIHF und den DEB zu einer Sperre des Spielers Busch aufgefordert. Der IIHF hat dies nicht getan und auch der DEB hat den Spieler Busch nicht von sich aus aus dem Spielbetrieb genommen.

* Am 5. Mai 2008 hat die NADA unter anderem wegen des „Falls Busch“ den Doping-Kontrollvertrag mit dem DEB gekündigt. In der Folge wäre zum Beispiel eine Teilnahme von DEB-Mannschaften an den Olympischen Spielen nicht mehr möglich gewesen.

* Trotz dieser Maßnahme blieb der Spieler Florian Busch im Spielbetrieb der IIHF-A-WM in Kanada, da die IIHF sich mit der Begründung, dass die nationalen Rechtsmittel in Deutschland noch nicht voll ausgereizt seien, seinerseits nicht zu einer Sperre für den Spieler Busch genötigt sah. Der Spieler blieb wegen des ursprünglichen Urteils des DEB weiter spielberechtigt. Der DEB täuscht Unverständnis vor, dass die NADA national keine Rechtsmittel eingelegt hat und versucht dies als Legitimierung der eigenen Position darzustellen. Die NADA teilte mit, dass sie selbst nicht berechtigt sei, im vorliegenden Fall Rechtsmittel einzulegen – dies vor allem da der DEB sich noch nicht in der Satzung dem NADA-Anti-Doping-Code unterworfen hat.

* Der DEB teilte auf einer Pressekonferenz in Halifax/Kanada mit, dass man das eigene Urteil als weiterhin richtig zustande gekommen ansähe, sich aber dem Urteil des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ unterwerfen würde und die NADA dieses anrufen solle. Des Weiteren wolle man sich am 16. Mai 2008 – also nach der Zeit in der die deutsche Nationalmannschaft mit Florian Busch im Turnier war – in Deutschland mit NADA und DOSB zusammensetzen. Bereits mit dieser Pressekonferenz hat sich abgezeichnet, dass sich der DEB der NADA unterwerfen wird.


Fragen und Feststellungen zu diesen Vorgängen:

- Warum hat es der DEB der NADA und damit auch der WADA erschwert bzw. hinausgezögert, den Stand der satzungsmäßigen Umsetzung des Anti-Doping-Codes in die Satzungen von DEB direkt ermitteln zu können? Mit Datum vom 6. März 2008 hatte die NADA in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass sämtliche nationalen Sportverbände hinsichtlich der notwendigen Satzungsänderungen bzw. Einbettungen des Anti-Doping-Codes in deren Satzungen von der NADA informiert und mit Beispielen beliefert worden sind. Wusste der DEB daher in Verbindung mit den ebenfalls am 6. März 2008 erfolgten Vorfällen in dem „Fall Busch“ um eigene Versäumnisse, nicht erfüllte Anforderungen bzw. auch mögliche Strafmaße bis hin zu Kündigung der Doping-Kontrollvereinbarung durch die NADA und die Einfrierung und Rückforderung von Fördermitteln auf Anraten der NADA? War der DEB ableitbar also auch wegen eigener Versäumnisse in diesem Bereich „motiviert“, den „Fall Busch“ „verschwinden zu lassen“? Schließlich wäre dies im Rahmen einer rechtmäßigen Sperre von Busch sicherlich hochgekommen. Waren diese – dem DEB anzulastenden - Versäumisse möglicherweise auch Dritten bekannt, die im gegebenen Fall auch Informationen zu satzungsmäßigen Umsetzungen von der NADA erhalten hatten – wie zum Beispiel die DEL? Hat dies zu der Urteilsfindung und allgemeinen Vorgehensweise des DEB im „Fall Busch“ beigetragen – wurde also unter Umständen sogar diesbezüglich auf den DEB zur Erlangung einer bestimmten Vorgehensweise eingewirkt? Die dargelegte NADA-Pressemitteilung vom 6. März 2008 ermöglicht zumindest den Anfangsverdacht.



3. Abläufe nach der IIHF-A-WM in Kanada:

* Direkt am 16. Mai 2008 hat der DEB in – recht überschaubaren weil insgesamt trotz der Komplexität nur dreistündigen –Gesprächen mit der NADA und dem DOSB eingestanden, den „Fall Busch“ falsch bewertet zu haben. Festzuhalten ist, dass dem DEB bereits vor dem eigenen Urteil im „Fall Busch“ klar war, dass man den Spieler Florian Busch hätte wegen des Vorliegens eines verweigerten Dopingtests für zwei Jahre hätte sperren müssen – mit der Option zur Verkürzung auf ein Jahr. Der DEB hat also ein „Schuldeingeständniss“ abgelegt.

* Der DEB unterwirft sich dem Urteil des von der WADA angerufenen „ad hoc Schiedsgerichtes des DOSB“, auch die NADA wird dessen Urteilsspruch akzeptieren. Der Spieler Florian Busch wird nun auf einmal – wie eigentlich schon ab dem 6. März 2008 verpflichtend gewesen wäre – bis zu einem Urteilsspruch auf der Ebene des DEB gesperrt.

* Gleichzeitig hat der DEB eingestanden, die DEL nicht zu einer Sperre von Busch verpflichten zu können, da dies der entsprechende Kooperationsvertrag nicht regeln würde. Auch auf der Ebene der DEL hätte der Spieler Busch ab dem 6. März 2008 gesperrt sein müssen, stattdessen hat dieser – ohne dass es auf der Ebene der DEL zu einer eigenständigen Verhandlung in der Sache gekommen wäre – in den Play-Offs der DEL einen entscheidenden Anteil am Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2008 der Eisbären Berlin und machte das „Championship Winning Goal“.

* Nach der IIHF-A-WM in Kanada wird bekannt, dass das NHL-Team der Nashville Predators den Spieler Busch verpflichten will, aufmerksam sei der NHL-Club auf Florian Busch ausgerechnet bei den DEL-Play-offs und der IIHF-A-WM in Kanada geworden (das NHL-Franchise der Nashville Predators war/ist für einen Umzug nach Kansas City vorgesehen, dort hat der Eisbaeren-Eigner eine Multifunktionshalle errichtet und betreibt diese auch). Da der Spieler Busch noch einen laufenden Spielervertrag bei den Eisbären Berlin hat, werden die Eisbären Berlin mindestens einen Betrag von Euro 150.000,-- als Ablösesumme erhalten – ein im deutschen Eishockey allgemein und auch in der DEL nicht unbedeutender Geldbetrag zur Finanzierung einer Saison.


Fragen und Feststellungen zu diesen Vorgängen:

- Hat der DEB versucht, den „Fall Busch“ in seiner gesamten Aufklärung und auch der richtigen rechtlichen Würdigung des verweigerten Dopingtests des Spielers Florian Busch auf den Zeitraum nach der IIHF-A-WM in Kanada zu „verzögern“? Schließlich hat der DEB am 16. Mai 2008 ohne sichtbares Zögern die eigene, bewusste Schuld eingestanden.

- Offensichtlich wurde in dem Gespräch von DEB/NADA/DOSB am 16. Mai 2008 auch thematisiert, wie der Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ auf die DEL angewandt werden kann. Wie anders sollte es beurteilt werden, dass in der Presseerklärung des DOSB zu diesem Treffen klar dargelegt wurde, dass der DEB keine Durchgriffssperre auf die DEL im „Fall Busch“ durchsetzen kann. Dies deutet klar darauf hin, dass seitens NADA und DOSB auch erwartet wird, dass die DEL sich dem Urteil des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ unterwirft.

- Im – zu erwartenden – Fall eines Urteils des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“, wonach der Spieler Florian Busch ab dem 6. März 2008 für den Zeitraum von zwei Jahren (mit der Option auf Verkürzung auf ein Jahr) zu sperren ist, kann dies nicht ohne Wirkung auf dessen Spielberechtigung in der DEL haben – dies wegen der fehlenden Sperren von Eisbären Berlin und/oder DEL für den Spieler Busch auch rückwirkend bis zum 6. März 2008. Wie stehen die Eisbären Berlin und auch die DEL dazu?

- Da der größte Nutzen für die - bisher – ausgebliebene Sperre des Spielers Florian Busch neben diesem selber vor allem bei den Eisbären Berlin liegt (die durch dessen Mitwirken nicht nur die Meisterschaft 2008 gewonnen, sondern sich dadurch auch für die direkte Teilnahme an der CHL qualifiziert haben plus eine sehr bedeutende Ablösesumme für Busch aus der NHL erhalten können), ergibt sich die ableitbare Frage, ob und inwieweit die Eisbären Berlin und auch die DEL direkten oder indirekten Einfluss auf die Vorgehensweise des DEB hatten und gegebenenfalls auch haben?

- Es ist durchaus verwunderlich, dass sich der DEB vornehmlich von dem Geschäftsführer des DEL-Clubs Kölner Haie, wie auch vom Geschäftsführer der DEL als alleinverantwortlich im Fall Busch darstellen lässt. Die dargelegten Eindrücke ergeben ein anderes Bild. Warum also nimmt der DEB hinsichtlich der Verhaltensweisen der DEL nicht deutlich Stellung – vor allem auch vor dem Hintergrund der unterlassenen eigenen Sperre der DEL im „Fall Busch“? Hat die DEL ableitbar „Druckmittel“ gegenüber dem DEB?

- Es ist ebenso durchaus verwunderlich, dass nach der Bekanntgabe des „Falls Holland“ vor dem Spiel gegen die USA bei der IIHF-A-WM ein mehr als professionell organisierter und vorgetragener „Protest“ angeblicher deutscher Fans sehr deutlich sichtbar lanciert wurde. Nicht der Protest selbst unter Benennung des „Schuldgeständigen“ DEB-Generalsekretärs ist dabei das verwunderliche – sondern die Professionalität der genutzten Plakate und die zugehörige „Choreografie“ – inklusive der Platzierung in der WM-Arena von Halifax. War dies eine Aktion, bei der versucht wurde, dem DEB endgültig und allein den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben? Wer steckte hinter dieser Aktion? Interessant ist dabei auch, dass die DEL seit langem vor haben soll, dem DEB die Verantwortung über die Nationalmannschaft abzunehmen und diese bei der DEL anzusiedeln. Gibt es hier Zusammenhänge? Ein demontierter DEB würde sicher auch die Unterstützung der Landesverbände verlieren, eine ESBG wäre sicher rechtlich der DEL angliederbar und ein Wegfall des gesamten DEB würde dann doch sicher als „hinnehmbare“ Einstellung eines nur Kosten verursachenden, ansonsten sinnentleerten Vereins darstellbar sein?

- Wie werden entsprechende Sanktionen gegen die Eisbären Berlin und/oder die DEL aussehen können? Da die DEL laut den Aussagen der DEL auf deren Internetseite plus im Kooperationsvertrag eindeutig nicht unabhängig von den Entscheidungen in und um den DEB ist, können sich weder die Eisbären Berlin noch die DEL einem entsprechenden Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichts des DOSB“ verweigern. Dies auch, da ansonsten der DEB zumindest der DEL die Anerkennung als höchste deutsche Eishockey-Liga, die Ausspielung des Titels „Deutscher Meister“ sowie das Recht zur Entsendung von Clubs in die CHL des IIHF absprechen kann. Dazu kann der DEL – wie schon früher erfolgt – der Status einer nicht von der IIHF anerkannten „Wilden Liga“ drohen, deren Spieler nicht mehr für ihre Nationalmannschaften starberechtigt wären. In jedem Fall kann sich die DEL nicht mit dem Hinweis, sie sei ein vom DEB vollkommen unabhängiges Wirtschaftsunternehmen, dass eigene Regeln hätte, entziehen. Der Status als Wirtschaftsunternehmen sollte allerdings ein Ansatz für (kartell-)rechtliche Prüfungen sein, vor allem wenn die DEL und/oder die Eisbären Berlin auf die ursprüngliche Urteilsfindung des DEB – bzw. dem eindeutigen Versuch diesen de facto Dopingfall zu verschweigen – direkt oder indirekt Einfluss genommen haben sollte.

- Es muss von den Eisbären Berlin und der DEL erwartet werden, das diese sich bereits jetzt und vorab dem Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichtes des DOSB“ unterwerfen, egal wie dieses lautet. Bestätigt dieses Schiedsgericht dann die Position von NADA und WADA ist der Spieler Florian Busch rückwirkend ab dem 6. März 2008 zu sperren. Während dies international für die abgelaufene IIHF-A-WM in Kanada aufgrund der erfolgten Prüfungen und Freigaben durch den IIHF möglicherweise keine Folgen hat, können sich die Eisbären Berlin und auch die DEL nicht darauf berufen, da sie den Spieler Busch nach eigenen Prüfungen hätten sperren müssen, ihnen war die Rechtslage voll bekannt und bewusst.

- Im zu erwartenden Fall des Urteilsspruchs wären somit alle Spiele der Eisbären Berlin ab dem 6. März 2008 wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Spielers Florian Busch mit 0:5 gegen die Eisbären Berlin zu werten. Während dies für das letzte DEL-Spiel der Eisbären keine Auswirkung auch auf die Gesamttabelle hätte, wären doch alle Spiele der DEL-Play-Offs 2008 für die Eisbären als verloren zu werten.

- Im besagten Fall wird die DEL einen glaubwürdigen Lösungsweg beschreiten müssen, der sicherlich den Verlust des Titels „Deutscher Meister 2008“ für die Eisbären Berlin bedeuten muss – diese haben schließlich bewusst das Risiko um den Einsatz von Florian Busch in Kauf genommen. In diesem Zusammenhang gibt es an sich nur die Möglichkeit, entweder die Kölner Haie – als Finalteilnehmer der DEL-Play-Offs - zum Deutschen Meister 2008 zu erklären oder aber die gesamten DEL-Play-Offs 2008 zu annullieren und die DEL-Hauptrundentabelle als Entscheidungsgrundlage zu nehmen. In diesem Fall wären die Sinupret Ice Tigers aus Nürnberg zum „Deutschen Meister 2008“ zu erklären. Der direkte Startplatz in der CHL und auch der Qualifikationsstartplatz in der CHL wären dann analog zu vergeben.

- Abschließend muss eine nochmalige Überprüfung der Verweigerung des Dopingtests durch den Spieler Busch erfolgen. Der erfahrene Nationalspieler Busch, der zuvor bereits mehrfach kontrolliert wurde, wusste ganz genau, dass eine Verweigerung eines Dopingtests gleich einer positiven Dopingprobe ist – mit allen Folgen für ihn selbst. Eine „Stresssituation“ dürfte kaum ausreichend gewesen sein dafür, dass Busch sowohl mündlich wie schriftlich den Dopingtest verweigert hat – Busch wusste schließlich, dass ihn dies die Teilnahme an den DEL-Play-Offs, der WM und damit auch den sicherlich schon damals „winkenden“ NHL-Vertrag kosten könnte. Welchen Grund könnte er also wirklich gehabt haben, um den Dopingtest zu verweigern?


Diese Fragen vor dem Hintergrund der dargelegten Sachverhalte und Entwicklungen sind sicherlich nicht einfach von der Hand zu weisen und sollten von den zuständigen Stellen beantwortet werden. Dies ist sicherlich im Interesse aller – derartige Vorfälle müssen zum Schutze des gesamten deutschen Eishockeys rückhaltlos und unter klarer Benennung der Verantwortlichen aufgearbeitet werden.

Quelle: ESBG - Forum

Interessanterweise wurde der Thread und der Autor kurze Zeit später gelöscht. Warum man das gemacht hat...? Aber es ist mMn wohl auch etwas zu weit hergeholt.

Wastl
08.06.2008, 11:46
Sicherlich ein paar Dinge dabei die zu beantworten sind, ich weiß aber nicht wie jemand hierauf kommen könnte:

- Im zu erwartenden Fall des Urteilsspruchs wären somit alle Spiele der Eisbären Berlin ab dem 6. März 2008 wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Spielers Florian Busch mit 0:5 gegen die Eisbären Berlin zu werten. Während dies für das letzte DEL-Spiel der Eisbären keine Auswirkung auch auf die Gesamttabelle hätte, wären doch alle Spiele der DEL-Play-Offs 2008 für die Eisbären als verloren zu werten.

Das hat es so noch nicht gegeben und wird es auch niemals geben. Spiele werden nicht automatisch als verloren gewertet nur weil ein Spieler theoretisch nicht hätte spielberechtigt sein dürfen.

Eiscroco
08.06.2008, 12:29
Das hat es so noch nicht gegeben und wird es auch niemals geben. Spiele werden nicht automatisch als verloren gewertet nur weil ein Spieler theoretisch nicht hätte spielberechtigt sein dürfen.

Im Eishockey weiß ich spontan keinen Fall, was aber nicht heißt, dass es keinen gegeben hat.
Im Fussball ist es schon häufig passiert, dass Spiele als verloren gewertet wurden, wenn ein nicht spielberechtigter Spieler eingesetzt wurde, (sogar wenn der Nichtspielberechtigte nur ein paar Minuten zum Einsatz kam) (auch einmal im DFB Pokal).

Die Sachlage, daß ein Spieler über Wochen eventuell nicht spielberechtigt war, ist eine neue Variante........
Nur im hier vorliegenden Fall lag ja sogar eine Spielgenehmigung von den zuständigen Stellen vor.

Aus dem Fußballamateurbereich habe ich einmal gehört, dass ein Spieler ohne Spielgenehmigung 3 Spiele eingesetzt wurde und die nachträgliche Wertung durch den Verband 3x 0:5 lautete.

Peter der Große
08.06.2008, 13:43
Da bin ich ja ma gespannt wie man das lösen will. Egal wie man entscheidet,einer klagt trotzdem nochmal.

Wenn Köln Meister wird, klagen Düsseldorf und Hamburg,weil sie ja auch von einem Ausschluss profitert hätten und um ihre Chance einer fairen Serie gegen Köln gebracht wurden.

Wird Nürnberg zum Sieger erklärt, klagen die gesamten Play-Off-Mannschaften,weil ja nunmal die Meisterschaft in den Play-Offs entschieden wird.

Man darf nicht vergessen, es geht um eine Menge Geld vor allem durch die CHL. Ich denke jedes Team würde gerne dort spielen,da es nunmal nur fürs Antreten schon 300000 Euro gibt.

Die einzige faire Möglichkeit wäre eine Wiederholung der Play-Offs. Aber das
ist so wahrscheinlich als wenn Brasilien Fußball-Europameister wird:mrgreen:

Bagdad Wolle
08.06.2008, 16:44
Da bin ich ja ma gespannt wie man das lösen will. Egal wie man entscheidet,einer klagt trotzdem nochmal.

Wenn Köln Meister wird, klagen Düsseldorf und Hamburg,weil sie ja auch von einem Ausschluss profitert hätten und um ihre Chance einer fairen Serie gegen Köln gebracht wurden.

Wird Nürnberg zum Sieger erklärt, klagen die gesamten Play-Off-Mannschaften,weil ja nunmal die Meisterschaft in den Play-Offs entschieden wird.

Man darf nicht vergessen, es geht um eine Menge Geld vor allem durch die CHL. Ich denke jedes Team würde gerne dort spielen,da es nunmal nur fürs Antreten schon 300000 Euro gibt.

Die einzige faire Möglichkeit wäre eine Wiederholung der Play-Offs. Aber das
ist so wahrscheinlich als wenn Brasilien Fußball-Europameister wird:mrgreen:


Die Wiederholung dann aber mit den gleichen Spielern, die außer Busch bei den Play-Offs eingesetzt wurden. Muß man sie eben für die paar Spiele von den anderen Vereinen, wo sie jetzt spielen freikaufen, andere müssen die Beendigung der Karriere unterbrechen, und im Fall Barta muß man so lange abwarten, bis er wieder voll einsetzbar ist ! :roll::wink::MM_totlac

briefkastenoma
08.06.2008, 18:33
Da bin ich ja ma gespannt wie man das lösen will. Egal wie man entscheidet,einer klagt trotzdem nochmal.

Wenn Köln Meister wird, klagen Düsseldorf und Hamburg,weil sie ja auch von einem Ausschluss profitert hätten und um ihre Chance einer fairen Serie gegen Köln gebracht wurden.

aha,möchte denn jemand klagen ausser ein paar DEG fans ? ich meine klagen tun die ja schon ein ganzes weilchen aber wird irgendwer vor gericht ziehen ?
ich glaube doch eher nicht.der spieler war zum damaligen zeitpunkt spielberechtigt.es gab keine sperre seitens des verbandes gegen den spieler Busch.es gab keine sperre seitens der liga.also auf welcher grundlage soll dies stattfinden ?

- Es muss von den Eisbären Berlin und der DEL erwartet werden, das diese sich bereits jetzt und vorab dem Urteilsspruch des „ad hoc Schiedsgerichtes des DOSB“ unterwerfen, egal wie dieses lautet. Bestätigt dieses Schiedsgericht dann die Position von NADA und WADA ist der Spieler Florian Busch rückwirkend ab dem 6. März 2008 zu sperren. Während dies international für die abgelaufene IIHF-A-WM in Kanada aufgrund der erfolgten Prüfungen und Freigaben durch den IIHF möglicherweise keine Folgen hat, können sich die Eisbären Berlin und auch die DEL nicht darauf berufen, da sie den Spieler Busch nach eigenen Prüfungen hätten sperren müssen, ihnen war die Rechtslage voll bekannt und bewusst.
nun,vielleicht informiert sich der gute briefschreiber erst einmal.die Eisbären richten sich nach den regularien des verbandes und der liga.von seiten dieser erfolgte keine sperre.es gibt also am verhalten der Eisbären rein rechtlich wohl nichts zu beanstanden.
wie man auch weiss ist die DEL in dopingfällen ja noch nicht einmal verpflichtet urteile vom DEB vollumfänglich anzuerkennen.von daher auch hier kein vergehen.
eine klausel die dieses ändert soll ja erst in den kooperationsvertrag integriert werden.mcbear bemerkte auch schon das auch die satzung des DEB noch gar nicht hinsichtlich des NADA codes überarbeitet wurde.

zu dem zitierten pamphlet sonst nur noch soviel.niemand wird irgendwelchen anonymen personen im internet irgendwelche einblicke geben in vorgänge die noch zur verhandlung anstehen.und bei dem ganzen dreck der mittlerweile in dieser angelegenheit geworfen wurde und all den personen die wirklich ganz viel ahnung haben und sich ganz gerne als richter aufspielen, ist das auch die einzig richtige vorgehensweise.

mcbaer
08.06.2008, 23:08
Ach Gott ja, der Herr Aufklärungsinteressiert... :roll:

Einige Fragen im Pamphlet sind zweifelsohne interessant und berechtigt, jedoch Bestandteil eines schwebenden Verfahrens. Dass sich zum derzeitigen Zeitpunkt niemand dazu äußert lässt den Gedanken zu, dass sich der Angelegenheit nun endlich mit der nötigen Sachlichkeit gewidmet wird.
Diverse Ableitungen greifen deren Beantwortung jedoch vor, ohne alle Zusammenhänge tatsächlich zu kennen und zielen wohl von Wunschdenken getrieben zu deutlich in eine Richtung. Dabei dürfen störende Sachlagen natürlich auch gern unter den Tisch gekehrt werden.
Ich denke, der DEB hat nach den Ereignissen der letzten Wochen wichtigeres zu tun, als sich ernsthaft mit den geistigen Ergüssen anonymer Internetuser zu befassen.

Hockeygod
09.06.2008, 04:04
War's wieder der Schrumpfkopfjäger?

Sinister
09.06.2008, 15:29
auf die deutsche meisterschaft hätte ein rückwirkende sperre doch soweiso keinen einfluss. denn soweit ich es verstanden habe muss die del einer sperrung durch den deb nicht folgen (was aber eigentlich total lächerlich ist - und ja ich weiß das macht die nhl auch, dass macht es aber auch nicht besser).

busch hätte damals einfach für 1 jahr gesperrt werden sollen. dann nach nem halben jahr den rest der strafe auf bewährung und alle wären zufrieden gewesen.

wie schon gesagt. alles unprefessionell was da gelaufen ist.

briefkastenoma
09.06.2008, 16:42
Diverse Ableitungen

jaja.ich hatte beim überfliegen den eindruck das schon irgendwie zu kennen. :MM_totlac

Eiscroco
10.06.2008, 15:49
„Fall Busch“: Noch kein Urteil des Schiedsgerichts (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4439)

mcbaer
11.06.2008, 09:20
Wirklich interessanter Fall! Viele, viele Kläger, aber kein Richter. Novum? :icon_eek:

tbone93
11.07.2008, 16:18
The Never Ending Story geht weiter

„Fall Busch“: NADA rügt erneut Vorgehensweise des DEB

http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4633

NeuWulmstorfer
11.07.2008, 17:03
Da stelle ich mir doch glatt die Frage, wieso wurde nur der Fall Busch publik gemacht.?? :wink:

AndyHH
11.07.2008, 19:42
The Never Ending Story geht weiter

„Fall Busch“: NADA rügt erneut Vorgehensweise des DEB

http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=4633

och bitte - geht diese endlose Diskussion jetzt wieder los?

The never ending Story - aber auch die nervt irgendwann :roll:

NeuWulmstorfer
12.07.2008, 08:21
Wem es nervt, der brauch ja nicht mitlesen Andy.:wink:

AndyHH
12.07.2008, 09:10
Wem es nervt, der brauch ja nicht mitlesen Andy.:wink:

Richtig der Herr, diesen weisen Vorschlag werde ich dann auch gerne annehmen :razz

Lima
12.07.2008, 09:49
Andy bin voll und ganz deiner Meinung das es nervt. Ich bin der Meinung man solle sich doch bitte entscheiden ob man ihn jetzt sperrt oder nicht!!!

freezer Dad
13.07.2008, 13:21
Packe es mal hierhin:

DEB erhält wieder BMI-Mittel (http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_eishockey/2008/07/12/10146600000.html)

eishockeygucker
14.07.2008, 18:33
Packe es mal hierhin:

DEB erhält wieder BMI-Mittel (http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_eishockey/2008/07/12/10146600000.html)

Mich würde mal die Begründung interessieren. Denn richtig bewegt hat sich ja in der Zwischenzeit nichts (oder nur im Geheimen).

Purdie22
14.07.2008, 20:45
Packe es mal hierhin:

DEB erhält wieder BMI-Mittel (http://www.sportal.de/sportal/generated/article/tnt_eishockey/2008/07/12/10146600000.html)

Man muss fragen wie lange.
http://www.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/eishockey/home/eishockey-news.html

briefkastenoma
18.07.2008, 13:48
muss man das ? ich glaube nicht.der NADA ging es um den Umgang mit dem "Dopingfall Busch"und der ihrer ansicht nach nicht regelkonformen bestrafung.die ausgesprochenen verwarnungen gegen mehrere DEL spieler entsprechen jedoch den richtlinien der NADA.von daher gibt es keinen anlass über das erneute einfrieren der förderungen zu spekulieren.

MadMaxxer Henry
31.07.2008, 06:55
Hmm, ich setze es mal hier rein. Ist zwar nicht der Fall Busch, aber so ähnlich.
http://www.sportal.de/sportal/generated/article/eishockey/2008/07/30/10287300000.html
http://www.sportal.de/sportal/generated/article/eishockey/2008/07/29/10276800000.html

Kingkonkrupp
31.07.2008, 09:05
Whereabout/Missed Test-Angelegenheiten - Procedere entsprechend dem NADA-Code – Zahlen und Fakten

München - Da in der jüngeren Vergangenheit und aktuell mehrfach Artikel erscheinen, bei denen es um Fragen der Whereabout-/der Missed Test-Regelungen geht und zu gegenwärtigen ist, dass viele Fragen offen sind, erfolgen nachfolgend einige kurze Hinweise:

Eishockey-Magazin (http://www.eishockey-magazin.de/index.php?area=1&p=news&newsid=9975)

Kingkonkrupp
01.08.2008, 16:19
Polaczek gesperrt und Gogulla wurde öffentlich verwarnt.

Quelle: Eishockey-Magazin (http://www.eishockey-magazin.de)

Wer ist noch "dran"?

VolliM
01.08.2008, 17:08
http://www.eishockey-magazin.de/index.php?area=1&p=news&newsid=10006&PHPSESSID=f82209621780127fd7d510e44c9b8211

Auch Kreuzer hat es erwischt.

VolliM
02.08.2008, 10:02
Kreuzer und Polaczek 3 Monate gesperrt.

http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=37925

Nach bisherigen Informationen sind somit die DEL-Spieler Kreutzer (Düsseldorf) und Polaczek (Nürnberg) die ersten 17 Spieltage in der Deutschen Eliteliga nicht spielberechtigt. Ob dieses allerdings statthaft ist, prüfen gegenwärtig die DEG Metro Stars.

MrCCM
28.08.2008, 13:08
Wenn man sieht wie das ganze ablief, dann sind 3 Monate Sperre schon hart.
Die Juli-Mitteilung kam ordentlich an. Er merkte einige Zeit darauf selber, dass der August und September nicht gemeldet wurde. Am 8. Juli hat Kreutzer es nachgeholt und war damit DREI Tage zu spät.

Die Meldung liest sich wie folgt:

Der 172-fache Eishockey-Nationalspieler Daniel Kreutzer ist wegen eines wiederholten Verstoßes gegen Angaben zu seinem Aufenthaltsort, mit denen Sportler für unangemeldete Doping-Kontrollen erreichbar sein sollen, zu einer Sperre von drei Monaten verurteilt worden.

Komplette Meldung incl. Interview (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=37976)

Die Bestrafung mag hart klingen, aber im Nachhinein betrachtet steht das so bei den NADA Meldepflichten (http://www.nada-bonn.de/athleten/rechte-pflichten/) auf der homepage der NADA, was passiert, wenn man dagegen verstößt. Von daher ist es ein schlechtes Argument, zu sagen, dass man erkrankt war und nicht bei der Nationalmannschaft dabei war, als es ein Einführungsseminar gab.

Richtig war es hingegen von den Eisbären, dass sie den DEB-Dopinbeauftragten zu einem Training bestellte, der dann eine Unterweisung zu den Themen Online-Meldepflichtverfahren, NADA-Code und dem allgemeinen Verhalten bei einer Dopingprobe durchführte.

Meldung (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=38096)

Prinzipiell weiss ein Spieler ja wo er die nächsten drei Monate anzutreffen sein wird, sofern er einen Spiel- und Trainingsplan hat. Bei technischen Problemen der Übermittlung wird einem ja geholfen. Von daher dürfte es ja kein Problem sein.

Und wenn ich zwecks Meldepflichtverstoß schon vorbelastet bin wie Herr Kreutzer, dann muss ich eben ein ganzes Stück mehr aufpassen.

Die Frage bleibt halt, ob ein 8. Juli für August und September schon zu spät sein muss. Immerhin haben die Dopingfahnder ja immerhin noch 23. Tage zeit sich eine Tour zu überlegen, wo sie möglichst viele Spieler abgreifen können. Wieviel Fingerspitzengefühl und Toleranzspielraum kann man den Sportlern zugestehen und ab wann ist es Paragraphenreiterei?

Als Spieler muss man sich dann schon überlegen, ob man noch für Deutschland spielen soll. Wenn Spieler wie Goc aus genau diesem Grund zurücktreten können weitere folgen. Wer wird dann 2010 bei der Heim-WM in Köln und Mannheim für den Gastgeber auflaufen???

eishockeygucker
28.08.2008, 16:14
Als Spieler muss man sich dann schon überlegen, ob man noch für Deutschland spielen soll. Wenn Spieler wie Goc aus genau diesem Grund zurücktreten können weitere folgen. Wer wird dann 2010 bei der Heim-WM in Köln und Mannheim für den Gastgeber auflaufen???

Wird man denn nur getestet, wenn man Nationalspieler ist? Dann stimmt aber auch etwas nicht.

freezer Dad
28.08.2008, 17:20
Verpasst ?

Kreutzer und Polaczek: Sperren ausgesetzt! (http://www.hockeyweb.de/artikel.php?r=1&nv=1I0&a=38346)

briefkastenoma
28.08.2008, 17:34
Prinzipiell weiss ein Spieler ja wo er die nächsten drei Monate anzutreffen sein wird, sofern er einen Spiel- und Trainingsplan hat. Bei technischen Problemen der Übermittlung wird einem ja geholfen. Von daher dürfte es ja kein Problem sein.
nun,prinzipiell weiss aber auch die NADA wo der spieler sich dann aufhält,sofern sie einen trainings und spielplan haben.


Und wenn ich zwecks Meldepflichtverstoß schon vorbelastet bin wie Herr Kreutzer, dann muss ich eben ein ganzes Stück mehr aufpassen.
etwas problematisch und gerade im fall Kreutzer wohl merkwürdig das da wohl die zweite noch vor der ersten ermahnung kam.ja auch ein grund warum das ganze dann doch recht schnell ausgesetzt wurde.
ich wünsche mir noch wesentlich öfter solche reaktionen die klage von Kreutzer ,die der Brüder Fumic im mountainbiking oder noch mehr Goc´s die dieses überzogene kasperletheater nicht mehr mitmachen.
es dreht sich doch mittlerweile mehr um dieses leidige thema "Meldepflichtverstoss" und verfahrensfehler als um eigentliche dopingsünder.:roll:

Wird man denn nur getestet, wenn man Nationalspieler ist? Dann stimmt aber auch etwas nicht.
nein,wird man nicht.jedoch werden kaderathleten zu den normalen tests die für die liga durchgeführt werden noch zusätzlichen tests seitens der NADA unterzogen und müssen dieser meldepflicht nachkommen.wobei man dann auch melden muss das man zuhause ist.

briefkastenoma
29.08.2008, 13:43
Ustorf droht mit Rücktritt aus Nationalteam

Nach Hannovers Sascha Goc droht nun auch Eisbär Stefan Ustorf (34) mit Abschied aus der Nationalmannschaft. Grund: die überzogenen Kontrollen der Antidoping-Agentur NADA.

Ustorf: „Demnächst müssen wir auf die Stunde genau angeben, wo wir uns aufhalten. Ja, soll ich mir denn eine Kuhglocke um den Hals binden, damit die NADA auch jederzeit hört, wo ich bin?“

Der letzte Dopingfall eines deutschen Eishockeyspielers liegt 18 Jahre zurück. Ustorf: „Auf einmal werden wir behandelt wie Radsportler, die heimlich Medikamente außer Landes schaffen würden. Darauf habe ich keine Lust!“
...

BILD (http://www.bild.de/BILD/sport/mehr-sport/eishockey/2008/08/29/eisbaeren-berlin/ustorf-droht-mit-ruecktritt-aus-nationalteam.html)

Axel
03.09.2008, 15:43
Zumal Hooligan, der ja nun heute zurückgetreten ist, vorher schon angekündigt hat, dass es ein kurzes Gastspiel für die WM sein wird. 8)

briefkastenoma
25.11.2008, 09:16
Nach über 8 Monaten entscheidet am Freitag das ad-hoc-Schiedsgericht über den EHC-Stürmer.

B.Z. erfuhr: Busch vor Freispruch!

Für Eisbär Florian Busch (23) ist es die wichtigste Woche seiner Profi-Karriere: Über den Stürmer, der mit einer verweigerten Dopingprobe am 6. März die wohl größte Dummheit seines Lebens beging, urteilt am Freitag (28.11.) das ad-hoc-Schiedsgericht des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).
Nach über 8 Monaten Irrungen, Fehlern und Konfusionen! Deshalb der „Fall Busch“ noch mal im Schnelldurchlauf: Probe verweigert, Dummheit eingesehen, Probe innerhalb weniger Stunden nachgeholt. Ergebnis: negativ.

Der Deutsche Eishockey Verband (DEB) verurteilt Busch zu 5000 € Geldstrafe. Für die Nationale-Anti-Doping-Agentur (NADA) zu wenig. Die fordert eine zweijährige Sperre. Denn dann den Regeln der Agentur gilt ein verpasster Test als positiver Test.

Die hitzige Diskussion wird politisch: Das Bundesinnenministerium sperrt die Fördergelder an den DEB. Der geht in die Knie, stimmt einem ad-hoc-Schiedsgericht zu. Das urteilt jetzt endlich am Freitag.

Von Freispruch bis zu einer zweijährigen Sperre ist theoretisch alles möglich. Theoretisch. Denn rein praktisch ist der Fall ganz klar. Das weiß auch die NADA.

Der Hammer: Das jetzt einberufene Gericht ist gar nicht zuständig!

So steht es sogar im NADA-Code unter Paragraph 13.2.1 (Zuständigkeit): „Für Rechtsbehelfe gegen abschließende Entscheidungen ist das nationale Sportschiedsgericht zuständig, wenn der Athlet eine Schiedsvereinbarung mit dem nationalen Verband abgeschlossen hat.“

Doch genau diese Athletenvereinbarung hat sich der DEB nie von Florian Busch oder anderen Nationalspielern vorher geholt.

Klaus Sturm, Rechtsanwalt von Busch, ist zuversichtlich: „Ich gehe fest davon aus, dass das Schiedsgericht seine Zuständigkeit genau prüft und dann feststellt, dass es nicht zuständig ist.“

Freispruch für Busch. Ob das ad-hoc-Schiedsgericht das genauso sieht, wird der Eisbär am Freitag erfahren. Hoffentlich ist das Thema dann für immer erledigt…

bz (http://www.bz-berlin.de/BZ/sport/2008/11/25/eishockey-busch-freispruch/eishockey-busch-freispruch.html)

briefkastenoma
28.11.2008, 09:13
Einsatz auf Zeit
Florian Busch spielt heute für die Eisbären gegen Hamburg – eine lange Dopingsperre könnte folgen

Berlin - Florian Busch ist wieder da.

siehe :arrow der Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/sport/;art272,2671715)

:arrow Regeln zum posten von Presseartikeln (http://www.freezers-fanforum.de/showthread.php?t=313)

briefkastenoma
03.12.2008, 14:53
Medienerklärung

zum Schiedsverfahren des ad-hoc-Schiedsgerichtes des DOSB

In der Sache World Anti-Doping Agency (WADA)
gegen den Deutschen Eishockey Bund e.V. (DEB)
betreffend Florian Busch

Keine Spielsperre für Florian Busch

Am 6. März 2008 verweigerte der Eishockeyspieler Florian Busch (Eisbären Berlin)
gegenüber einem Kontrolleur der Nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) die Durchführung
einer Trainingskontrolle. Die Anti-Doping-Kommission des DEB sanktionierte Florian Busch
deswegen mit einer Geldbusse von EUR 5,000, die an eine gemeinnützige Organisation zu
leisten war, und der Verpflichtung zur Betreuung von Juniorenspieler im Umfang von 56
Stunden.
Die WADA forderte vom DEB die Bestrafung von Florian Busch mit einer zweijährigen
Spielsperre, wie dies im Anti-Doping-Regelwerk der NADA (NADA-Code) vorgesehen ist.
Der DEB kam dieser Forderung nicht nach. Die WADA rief deshalb das Ad-hoc-
Schiedsgericht des DOSB an. Florian Busch nahm an diesem Schiedsverfahren nicht teil.
Das Ad-hoc-Schiedsgericht des DOSB bestehend aus Dr. Stephan Netzle, Vorsitz (Zürich ),
Dr. Franz Steinle, Stuttgart und Prof. Dr. Ulrich Haas (Zürich), hat am 28. November 2008 in
Frankfurt eine nicht-öffentliche Anhörung durchgeführt und die Klage der WADA mit
heutigem Schiedsspruch abgewiesen.
Das Ad-hoc-Schiedsgericht des DOSB stellte zwar fest, dass nach dem NADA-Code die
vorsätzliche Verweigerung einer Dopingprobe mit einer zweijährigen Sperre sanktioniert
werden müsste und zwar ungeachtet der Tatsache, dass einige Stunden nach der
Verweigerung schliesslich doch noch eine Dopingkontrolle bei Florian Busch durchgeführt
werden konnte und diese zu einem negativen Ergebnis führte. Allerdings war der DEB zum
massgeblichen Zeitpunkt seinen Verpflichtungen, den NADA-Code in sein Regelwerk zu
übernehmen und den Spieler Florian Busch zur Einhaltung dieser Dopingbestimmungen zu
verpflichten, nicht nachgekommen. Für die Anordnung der von der WADA geforderten
zweijährigen Sperre fehlte es deshalb an einer Rechtsgrundlage. Die Klage musste deshalb
abgewiesen werden. Der Schiedsspruch ist endgültig.
Frankfurt, 3. Dezember 2008

Kingkonkrupp
03.12.2008, 15:42
Keine Spielsperre für Florian Busch


Medienerklärung zum Schiedsverfahren des ad-hoc-Schiedsgerichtes des DOSB in der Sache World Anti-Doping Agency (WADA) gegen Deutscher Eishockey-Bund (DEB) betreffend Florian Busch

Bonn / Berlin -

""""""""""

Florian Busch zum Urteil: "Natürlich bin ich froh über die Entschiedung des Schiedsgerichts und ich hoffe, dass die ganze Sache damit vorbei ist. Der Fehler, das will ich nochmals sagen, lag bei mir und war eine bittere Lehre für mich. Ich möchte mich jetzt wieder voll und ganz aufs Eishockey konzentrieren."

weiterlesen (http://www.eishockey-magazin.de/index.php?p=news&area=1&newsid=2900&name=keine-spielsperre-fuer-florian-busch)

Sinister
04.12.2008, 12:04
das ist doch ein witz oder. eigentlich müsste er gesperrt werden aber weil der deb geschlampt hat nicht. der deb macht sich also weiter lächerlich.

naja das urteil ist jetzt endgültig und busch darf weiter spielen, das muss man akzeptieren aber man muss es nicht gutheißen.

und ich dachte immer unwissenheit schützt vor strafe nicht.

briefkastenoma
04.12.2008, 12:33
und ich dachte immer unwissenheit schützt vor strafe nicht.
das ist ja auch so.aber wenn es keine rechtsgrundlage zu einer verurteilung gibt,kann man dies auch nicht tun.

Sinister
06.12.2008, 16:50
naja der deb war einfach zu dumm (bewusst?) die grundlagen bei sich einzutragen. denke schon das es da ne rechtsglundlage gibt. nur wurde hier im zweifel für den angeklagten entschieden, weil eben der deb zu dumm ist. eigentlich muss das aber ein nationalspieler wissen. ist sicherlich auch nicht das erste mal das herr busch von der nada getestet worden ist.

aber wie gesagt. das thema ist jetzt durch auch wenn ich mich mit dem ergebnis nicht anfreunden kann.

Wastl
06.12.2008, 18:17
Wenn der DEB etwas versäumt, dann gibt es auch keine Rechtsgrundlage für eine Sperre. Man kann einen Spieler nicht anhand von Regeln sperren die noch gar nicht eingeführt wurden.

Es wurde in keinster Weise im Zweifel für den Angeklagten entschieden, sondern einfach nur nach den vorhandenen Regeln bewertet, mehr ist nicht möglich.

Das Busch einen Fehler gemacht hat ist ihm doch selbst klar, das war es vermutlich auch direkt nach der Aktion damals, sonst hätte er nicht sofort danach einen weiteren Test durchführen lassen. Ändert nichts daran, dass die NADA bzw. WADA keine Strafe fordern kann die im Regelwerkt zu dem Zeitpunkt nicht vorgesehen war.

bärliner44
07.12.2008, 08:44
das ist doch ein witz oder. eigentlich müsste er gesperrt werden

sagt der richter zum angeklagten...haben sie es getan ? und der angeklagte..."eigentlich nicht"...:roll:

frag doch mal den nichtraucher :wink:

Nichtraucher
10.12.2008, 08:11
Vielleicht hilft hier ja ein kurzer Blick ins Gesetz. § 1 des Strafgesetzbuches regelt, dass eine Tat nur dann bestraft werden kann, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.

Dieser Rechtsgrundsatz ist natürlich auch auf die Statuten der Verbände analog anzuwenden. Fehlt eine formelle Voraussetzung für das Aussprechen einer Sperre bzw. einer anderen Ahndung, so kann natürlich auch nicht bestraft werden. Dabei ist es völlig egal ob dieser Formfehler aus Schusseligkeit begangen wurde. Versäumnis ist Versäumnis, bei der Beurteilung der Rechtslage bleibt der Grund für das Versäumnis außer Betracht.

Glück für Busch. Eine Entscheidung "Im Zweifel für den Angeklagten" liegt hier eindeutig nicht vor. Die Beweislage ist beim Vorliegen von Formfehlern etc. völlig unerheblich. Busch wurde nicht freigesprochen, das Verfahren, die Voraussetzung für einen Freispruch, konnte nicht eingeleitet werden, wegen Vorliegen von Formfehlern. De Facto (ggf. in moralischer Hinsicht) ist Busch schuldig - de jure jedoch nicht.

n90
23.06.2009, 17:04
Sperre gegen Doping-Schwänzer Busch (http://www.bild.de/BILD/sport/telegramm/sport-telegramm,rendertext=8788232.html) (Bild-Online)

Außerdem jetzt auch bei:

Eishockey News (http://www.eishockeynews.de/nachricht.html?nachricht_id=8044)

Hockeyweb (http://www.hockeyweb.de/eishockey/artikel.php?a=45252)

eishockeygucker
23.06.2009, 19:00
Unglaublich, nach 15 Monaten.....

Ob da jetzt wohl jemand stolz ist, seinen Kindskopf durchgesetzt zu haben?

wert
23.06.2009, 21:23
Da denke ich mal so wie im Fußball die Plakate hingen:

"Nicht gep.... ist auch gedopt."

Nur schade, dass so ein Urteil - in meinen Augen klar begründet - so viele Monate dauern musste

briefkastenoma
25.06.2009, 10:12
sollte dies ein spielverbot auf nationaler ebene bedeuten wird das noch nicht das ende der geschichte sein da dann zu vermuten ist das man ein zivilgericht bemüht.
das die regelungen der dopingagenturen gegen einige dinge verstossen sieht ja selbst die EU so.
es wird zeit das man von "exempeln" zu wirklichen lösungen kommt und die regularien mal vom kopf auf die füsse stellt und nicht immer weiter in die persönlichkeitsrechte der sportler eingreift.
zudem wäre es auch nur mehr als konsequent dann alle fälle mit gleicher härte zu bestrafen. ein verspäteter test wäre dann nicht anders zu werten als ein verweigerter. aber auch das bleibt ja aus wenn der verband nur mächtig genug ist.

wahrer_papst
25.06.2009, 11:48
Sehr drollig finde ich momentan aber, wie weit sich Herr Engelbrecht aus dem Fenster lehnt...

briefkastenoma
25.06.2009, 11:55
warum ?
er ist doch auch richter bei der CAS. der wird doch in etwa wissen von was er spricht.

wahrer_papst
25.06.2009, 12:40
warum ?
er ist doch auch richter bei der CAS. der wird doch in etwa wissen von was er spricht.

Genau deswegen... denk mal drüber nach. :wink:

Kingkonkrupp
28.06.2009, 04:17
Zum Thema gibt es im Eishockey-Magazin eine Umfrage.
Sonntagsfrage: Busch-Sperre auch national gültig?


Köln. In unserer aktuellen Sonntags-Umfrage sind Sie, werte Eishockeyfreunde, wie in jeder Woche wieder einmal gefragt. Wir möchten von Ihnen gerne Ihre Meinung zur Sperre gegen Florian Busch wissen.
Florian Busch wurde in der letzten Woche vom internationalen Sportgerichtshof (CAS) wegen seiner nicht abgegebenen Dopingprobe bis zum 21.Februar 2011 gesperrt. Streitpunkt ist weiterhin, ob diese Sperre auch national in der DEL anzuwenden ist. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Stimmen Sie mit ab und wählen Sie unter den Auswahlpunkten aus. (http://www.eishockey-magazin.de/index.php?p=poll&action)

freezer81
21.11.2009, 19:27
Freispruch für Eisbär Florian Busch

Und am Ende siegt der Eisbär: Fünf Monate nachdem der Internationale Sportgerichtshof (CAS) den EHC-Stürmer Florian Busch (24) zu einer zweijährigen Dopingsperre verurteilt hat, hebt das Schweizer Bundesgericht das CAS-Urteil wieder auf. Weiterlesen hier (http://www.bz-berlin.de/sport/eisbaeren/freispruch-fuer-eisbaer-florian-busch-article650580.html)